Plattenkritik

Unsharpen Dawn - Unsharpen Dawn

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Release Date: 02.05.2009
Datum Review: 21.06.2009

Unsharpen Dawn - Unsharpen Dawn

 

Hm, manchmal ist es einfach nicht leicht über unbekannte Bands zu schreiben. Zum einen möchte man, bei nicht ganz so gelungen Aufnahmen die Band nicht komplett herunter machen, sie stehen immerhin am Anfang ihrer Karriere, Zum anderen aber soll man ja ehrlich sein und nicht umsonst nennt man dieses, später einmal fertig gestellte, Schriftstück „Plattenkritik“.

UNSHARPEN DAWN sind eine dieser Bands, bei denen es wieder schwer fällt. Oftmals ist es so, dass einem neue musikalische Gruppierungen untergejubelt werden, die eine absolute Überraschung parat haben und von vorne herein überzeugen können. Bei UNSHARPEN DAWN ist das leider nicht der Fall, sie gehören zu der Kategorie, die man sich ein oder zwei Mal anhört und dann wieder in die Ecke pfeffert. Gibt man sich das selbstbetitelte Demo aber ein paar Male öfters, fallen einem ein paar kleine Ideen auf, die vielleicht doch gar nicht so schlecht sind.

UNSHARPEN DAWN versuchen Metal zu machen und zwar in der Art, wie man ihn vielleicht eher aus den späten 90ern kennt. Das Ganze klingt leider nicht sonderlich innovativ. Zwar spielen die einzelnen Musiker ihre Instrumente gar nicht so schlecht, dennoch wirken die vier dargebotenen Songs allesamt recht uninspiriert oder gar lustlos. Die eine oder andere recht gute Melodie findet man schon, unter anderem bei „Haunted“ und „Wake Up To Die“, aber alles in allem macht das noch keine guten Songs. Als besonders schwach stellt sich die Stimme von Sänger Kay Drzewiecki heraus. Er klingt die ganze Zeit so, als würde er einatmen und dabei zu ersticken drohen. Sobald es dann in die cleanen Vocals übergeht, wird kaum ein Ton getroffen.
Positiv anzumerken ist, dass die Band ihr Demo in Eigenregie aufgenommen hat. Unter Berücksichtigung der begrenzten Mittel, sowohl technischer als auch finanzieller Natur, ist der Sound gar nicht mal schlecht, er wirkt manchmal nur etwas übersteuert und nicht ordentlich abgemischt.

Man hätte sich einfach mehr Zeit lassen sollen, um das Songwriting zu verfeinern und an der Stimme zu arbeiten. Dann wäre hier mit Sicherheit etwas annehmbares heraus gekommen. Man hört den Jungs an, dass sie Potential besitzen, das wird aber leider nicht genutzt und geht zuweilen völlig unter. Schade eigentlich, aber vielleicht klappt das ja beim nächsten Release und dann dürfte auch die Bewertung besser ausfallen.

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Alex G.

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