Plattenkritik

Useless ID - Symptoms

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Release Date: 14.02.2012
Datum Review: 21.02.2012

Useless ID - Symptoms

 

Harter Alltag als Arbeitnehmer in der Musikindustrie? Dann bitte einmal stempeln für die vollblütige und -jährige Karriere von Ishay Berger, Jonathan Harpak, Guy Carmel und Sänger Yotam Ben Horin. Weit über die Grenzen Israels hinaus, erober(te)n diese Recken auch den Rest der Welt – inklusive China oder Sibirien (absolvierte Tourstops der Herren). Worauf auch immer die Krankheitsanzeichen dieser sonnengeschwängerten Enthusiasten stehen mögen - der neueste Gaul im Fat Wreck-Stall liefert eine homöopathische Kur, die mehr zu bieten hat, als die Salattheke des erstplatzierten Falafel-Dealers.


Überstürzt widmete sich Horin bei der Preproduktion von „Symptoms“ praktisch bloß dem Backcatalogue von HÜSKER DÜ – und hätte seiner Band USELESS ID als Ergebnis keine bessere Kost auftischen können. „Live Or Die“ eröffnet mächtig und zugleich bedacht, „Before It Kills“ brettert mit unbändiger DESCENDENTS-Energie und einem Melodiespektrum wie direkt aus dem Strandleben Kaliforniens geschnitten vorbei. Das bereits achte Album der Band aus Haifa (mittlerweile Tel Aviv) schmückt nach „The Lost Broken Bones“ weiter die hyperaktive Frontrow-Seite mit hellwachen Ohrfeigen aus dem ATARIS-Tagebuch („Manic Depression“), glatten Hooklinekolossen („Sleeping With Knives“) oder auch nachdenklicheren Druckperlen wie „Obsessive Compulsive Disorder“. „Symptoms“ lässt praktisch keinen Raum, um sich zu beschweren: „New Misery“ klebt mit Jahrhundertchorus im Trommelfell wie die Kichererbsenbreireste in der kalten Friteuse, „Erratic“ ist eine Midtemporakete in Übergröße und mit „Somewhere“ klingen die sechsunddreißig Minuten letztlich verhalten und zugleich wunderbar angefüllt aus.

Das Dreamteam aus dem Blasting Room (Jason Livermore, Bill Stevenson) liefert obendrauf noch eine lupenreine und handfeste Produktion, die zugleich in den überhitzten Club als auch in die klimatisierte Arena passt – fertig ist der putzmuntere Melody-Core-Traum, der weder USA noch Schweden noch England sein zu Hause nennen mag. USELESS ID dürfen sich neben Tourerfolgen en masse und bodenständiger Präsenz bis der Arzt kommt ein weiteres Mal mit erhobenem Haupt auf die eigene Schulter klopfen: „Symptoms“ bohrt sich vollkommen in Ohr und Herz, so dass a) das Releasedatum nicht besser gewählt sein könnte und b) Harpak, Berger, Horin und Carmel bereits im noch jungen Jahr dicke und nachhaltige Abdrücke in die langsam tauende Schneedecke stapfen.

Trackliste:

01. Live Or Die
02. Before It Kills
03. Normal With You
04. Erratic
05. Manic Depression
06. Sleeping With Knives
07. Symptoms
08. Obsessive Compulsive Disorder
09. New Misery
10. Waiting For An Accident
11. Fear In The Mirror
12. Somewhere

Alte Kommentare

von val 21.02.2012 16:34

"Wer es in Israel als Punkrockband schafft, für den dürfte der Rest der Welt – inklusive China oder Sibirien – ein Kinderspiel sein." Was ist jetzt so besonders daran wenn man als Punkrockband aus Israel kommt? Und was hat das mit dem Rest der Welt zu tun? Wenn man von anderen Ländern keine Ahnung hat sollte man es vielleicht auch mit Vergleichen lassen.

von alex 21.02.2012 16:54

fantastisches album einer fantastischen band, obwohl gelegentliche uptempo-ausreisser ala dissolve oder auch mouse in a maze nun vollständig fehlen.

von Israelwissenschaften!? 21.02.2012 21:47

"Wer es in Israel als Punkrockband schafft,..." Was ist daran so besonders? Vielleicht kannst Du uns mit deinem Wissen bereichern!? Oder kannst Du nur dumme Sprüche klopfen!?

von Ra... 23.02.2012 10:25

....ssistisches Arschloch ! Capture: fact

von HarlanEiffler 23.02.2012 17:36

@fail: was zur hölle?? @review: warum soll es in israel schwer sein??

von fail 23.02.2012 18:03

warum wird hier legitimes gelöscht? sachen die auf tatsachen basieren?? typisch allschools, mund verbieten. mit hardcore hat die seite echt nich mehr viel zu tun... oÔ

von Clement 24.02.2012 08:26

@fail: deine kommentare sind einfach nur das, was du selbst vorgibst, zu sein: FAIL

von HarlanEiffler 24.02.2012 10:14

fail macht sich die welt widewide wie sie ihm gefällt..

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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