Plattenkritik

V/A - Be Yourself - A Tribute To Graham Nash

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Release Date: 25.06.2010
Datum Review: 26.06.2010

V/A - Be Yourself - A Tribute To Graham Nash

 

Ich muss zugeben: Obwohl CROSBY, STILLS, NASH (& YOUNG) stets auf meinem Einkaufszettel standen, habe ich es selbst nie geschafft, mal eine Platte der Herren zu kaufen. Irgendwie waren dann doch andere Folk-Acts wichtiger (für mich) und deshalb flogen die Herren immer so nach und nach an mir vorbei. Bis jetzt. Der Grund: Cooperative Music veröffentlicht ein Tribute-Album zu Ehren von GRAHAM NASH. Der Moment könnte also nicht besser sein um sich „Songs For Beginners“ von GRAHAM NASH zuzulegen. Und Mensch, was für eine Platte. Was ein schönes Ding. Aber darum soll es nicht gehen, viel eher darum, dass ein paar Künstler nun eben Tribut zollen. Darunter: PORT O‘ BRIEN, BRENDAN BENSON, VETIVER, BONNIE ´PRINCE´ BILLY und eine Menge mehr. Große, aktuelle Künstler covern also einen großen Künstler, dessen große Zeit vorüber ist. Wie das wohl klingt? Mitunter verdammt original, dann wieder eher vergänglich, dann wiederum ziemlich großartig. Bei näherer Betrachtung fällt dann auf: „Be Yourself“ ist kein übliches Tribute-Album sondern vertont „Songs For Beginners“ von GRAHAM NASH komplett neu. Beginnend, genau wie im Original, mit „Military Madness“ wird nochmals aufgezeigt, dass Folk auch mal verdammt politisch war und geht über das tolle „Better Days“ von BRENDAN BENSON und klingt fast wie das Original. An der Wahrheit des Stücks geht demnach nichts verloren, ebenso wie dem nachfolgenden, wundervollen „Wounded Bird“. Dieses wünscht man sich zuweilen zwar irgendwie von EELS vertont, aber man kann eben auch nicht alles haben. Leider wartet mit der BONNIE ´PRINCE´BILLY‘s Version von „Simple Man“ schon das letzte wirklich erwähnenswerte Highlight dieser Platte. Und das liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass BILLY ohnehin einer der besten Singer/Songwriter aktuell ist. Der Rest flacht leider ein wenig ab, scheitert an den Originalen und verblasst eben im Schatten derer ziemlich. Aber ist das verwunderlich, wenn man unangefochtene Klassiker des Folk neu vertont? Nein! Für Einsteiger in dieses Metier also ein durchaus annehmbares Stück Musik.

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Raphael

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