Plattenkritik

V/A - The Crobar Volume 1

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.2009
Datum Review: 18.05.2009

V/A - The Crobar Volume 1

 

„I always remember walking in. I never remember walking out. My favorite bar in the world.“ – so wirbt Frontröhre Dave Grohl, seines Zeichens Frontmann der obligatorischen FOO FIGHTERS auf der Rückseite dieser Complication für die so sagenumwogende und hier auch namensgebende „Crobar“ aus London. Noch nie gehört? Macht nichts. Denn so wirklich interessiert sich doch eh keiner für sie. Vielmehr soll das Feeling dieser eingefangen werden, dieses Kneipen-Feeling, von Qualm, Bier und natürlich – wer hätte es gedacht - Rock’n’Roll. Und diesen Anspruch – man höre und staune – erfüllt diese Zusammenstellung tatsächlich.

Musikalisch deckt man dabei die ganze Palette von Stoner- über Doom- bis hin natürlich zum Thrash Metal ab. Eben alles, was rockt, was in eine Bar passt, aber deshalb eben auch nie zu anstrengend, anspruchsvoll geschweige denn zu düster ist. Höchstens das großartige „Victim Of Changes“ von allmighty JUDAS PRIEST beweißt etwas Tiefgang, passt aber durch die rockigen Riffs und Soli ebenfalls perfekt auf die Complication. Und selbst ELECTRIC WIZARD sind mit „Dunwich“ noch mit einer ihrer angenehmeren Stücke vertreten. Ansonsten gibt es natürlich noch all die üblichen Verdächtigen wie MOTÖRHEAD oder DOWN, die einfach auf so einen Sampler müssen; mit Grand Magus oder Municipal Waste überrascht die Auswahl jedoch auch mit potenziellen neueren Vertretern, mit Carcass sogar mit einer Tendenz zum Death Metal.

Bleibt nur noch eine Frage offen: Braucht man das? Ja. Für gealterte Freizeitrocker ist „The Crobar, Volume One“ nicht nur ein nostalgischer Trip zu alten Tagen, sondern auch die Gewinnung der Erkenntnis, dass die letzen 10-15 Jahre ebenfalls gute, neue Bands aus dem Sektor vorgebracht haben. Aber auch für den Nachwuchs, da er durch diese Ansammlung haufenweise essenzielle Klassiker und Bands, die man schon einmal gehört haben sollte, kennenlernt. Natürlich reicht das Ganze aber auch einfach nur um ohne große Umwege etwas Kneipenfeeling in die heimischen vier Wände zu bringen – die recht hitdichte Auswahl erlaubt es.


CD1:

1 Motörhead - No Class
2 Alice In Chains - Dam That River
3 Corrosion Of Conformity- Albatross
4 Monster Magnet - Powertrip
5 ZZ Top - Beer Drinkers And Hell Raisers
6 Kyuss - Demon Cleaner
7 Orange Goblin – Scorpionica
8 Testament - The Evil Has Landed
9 Carcass – Heartwork
10 Taint - Drunken Marksman
11 The Answer - Come Follow Me
12 Witchcraft – Witchcraft
13 Grand Magus – Legion
14 Electric Wizard – Dunwich

CD2:

1 Alice Cooper - Under My Wheels
2 Judas Priest - Victim Of Changes
3 Lynyrd Skynyrd - Gimme Back My Bullets
4 Down - Stone The Crow
5 Probot feat. Lemmy - Shake Your Blood
6 Clutch - Escape From The Prison Planet
7 Cathedral – Corpsecycle
8 Municipal Waste - The Art Of Partying
9 The Obsessed – Streetside
10 Gentlemans Pistols - Creamy Lid
11 Exodus - War Is My Shepherd
12 D.R.I. - Beneath The Wheel
13 Sacred Reich - Surf Nicaragua
14 Iron Monkey - House Anxiety

Autor

Bild Autor

Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

Suche

Social Media