Plattenkritik

Valkyrja - Contamination

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Release Date: 15.01.2010
Datum Review: 15.01.2010

Valkyrja - Contamination

 

Schwarz kommt nie aus der Mode. Totenköpfe auch nicht. Und wer ganz cool ist, der platziert noch auf Cover oder Bandlogo ein umgedrehtes Kreuz. Black Metal – ein Genre zwischen misanthropischer Ästhetik und üblen Peinlichkeiten, aber auch: ein Begriff für oftmals selbstzweckmäßiger Düsterstimmung. Wäre Retrogott Black Metal- und nicht Hip Hop-Head, so hätte er gesagt: „Ein Black Metaler ist nicht Black, oder ist ein Müllmann Müll?“.

Dass das mit der ungezwungenen, mit der „echten“ pechschwarzen Atmosphäre doch noch 2010 zu gehen scheint, beweisen VALKYRJA auf ihrem nunmehr zweiten Album. Dabei erfinden die Herren nichts neu, geben ihrem soundwandartigen Black Metal-Gewitter bloß eine ganz kleine Priese Death Metal hinzu. Doch sie machen es gut – und das ist der (wenn auch banale) Unterschied. Haupthighlight der durchaus druckvollen und durchschnittlich sechsminütigen Kompositionen ist dabei vor allem die Gitarrenarbeit: im Fegefeuer dröhnender Klangsalven sind es vor allem die sich immer wieder auftuenden Soli und Melodien, welche die Songs erst mit Leben füllen. „Ambience Of The Dead“ oder „Catharis“ sind nur zwei Beispiele für Stücke, die in ihrem großen Pathos größte Gefühle im Hörer hervorrufen.

Dass macht „Contamination“ zwar nicht zum potenziellen Abräumer des Jahres, beschert Freunde dunkler und nicht zuletzt harter Musik jedoch einen überraschend ordentlichen Start ins Jahr 2010, welcher Lust auf mehr macht.

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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