Plattenkritik

Vanna - Void

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Release Date: 16.06.2014
Datum Review: 18.06.2014

 

Sind es die Baerte oder bleibt es beim Alter? Was von Epitaph ueber Artery Records fuehrte, bekommt jetzt einen neuen Anstrich als Latte am Zaun von Pure Noise. Und weil VANNA nicht mehr gleich VANNA bedeutet, duerfen Zweifler fleissig nicken bis der Nacken schmerzt.

An Davey Muise alleine kann die Weiterentwicklung der Metal- / Hardcoreband aus Massachussetts nicht liegen. Eher klingt "Void" nach intensiver Arbeit, offenen Ohren und niedergebrannten Scheuklappen. Wenig Ueberraschung schimmert zwar ruckartig mit Refrainlinien wie "We are, we are the ones / running through this hollow town..." und laengst verstaubten Produktionsgimmicks wie den niedlichen elektronischen Weltuntergangsglocken durch - aber VANNA bringen nicht bloss die essentiellen Bestandteile einer Metalcoreplatte 2.0 mit an den Tisch. Manchmal klingt auf "Void" ein Bastard aus BANE und einer angepissten Punkerzecke auf Speed am Mikro durch, manchmal bolzt ein Breakdown wie bei "Holy Hell" zuviel Schnickschnack aus der selbstverliebten Mitte. "Digging" darf seine balladenhafte Art ohne Scham zeigen, das folgende "Yüth Decay" guckt statt nach links und recht in Richtung SUICIDAL TENDENCIES und EVERY TIME I DIE bevor es sich ungefragt in den Moshpit schiebt. Diese Veraenderung ist mehr eine Evolution als ein blindes Abkupfern und tut dem Sound der von Will Putney (u.a. SUICIDE SILENCE, STRAY FROM THE PATH, CHIODOS) produzierten Platte gut. VANNA zehren vom gleichen Bausteintablett wie viele ihrer Weggefaerten - seinen es FOUR YEAR STRONG, A STATIC LULLABY oder LIONS LIONS - aber glaenzen bei Zusammensetzung und Wuerze. Bei "Pornocopia" klingt die Mischung aus Muise und den Gitaristen Joel Pastuszak und Nick Lambert agil, aggressiv und individuell zugleich, dazu laesst die Band aus Boston zahlreiche Fills und Tempi in ihren Song stroemen. "All American't" ergibt abschliessend einen explosiv groovenden Hardcoresong, der zwischen Chaos und straightem Rockbeat ueber die Gleise rast. Schwaecheln tut "Void" weniger - und wenn, liegt es an der Tatsache, dass sich die Platte in seiner eigenen Nische festfaehrt wie etwa beim schier vorbeiziehenden "Toxic Pretender". Spaetestens wenn unmittelbar danach "Holy Hell" mit vereinten Kraeften feststellt "We own this town - you and every motherfucker around" bleiben wenige der Latten am Zaun, den VANNA noch etwa 2009 auf "A New Hope" deutlich gehemmter passierten.

Trackliste:

01. Void
02. Toxic Pretender
03. Holy Hell
04. Digging
05. Yüth Decay
06. Personal Cross
07. Humaphobia
08. Piss Up A Rope
09. Pornocopia
10. Bienvenue
11. All American't

Alte Kommentare

von -schuetzz- 19.06.2014 20:28

Ich finde die neue Platte echt gut, ich finde man muss sich im Gegensatz zum Vorgänger "The Few And the Far Between" etwas reinhören, aber dann knallen die Sonx umso mehr !! Die neue Stilrichtung, die sie seit dem letzten Album & der Single "Preying/Purging" durchzogen haben, spricht mich sehr an, da sie davor auch Klasse Alben rausgebracht haben, aber eher wie HC-lastigere Version von SILVERSTEIN geklungen haben....

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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