Plattenkritik

Versus The Mirror - Home

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Release Date: 18.04.2006
Datum Review: 27.04.2006

Versus The Mirror - Home

 

VERSUS THE MIRROR sind der neuste Equal Vision Emporkömmling und eigentlich hat das Label aus Albany, NY einen verdammt guten Riecher für ungeschliffene Rohdiamanten. Das noch recht junge Quintett befindet sich auch entsprechend noch in ihren frühen 20ern musizieren jedoch bereits seit 2 Jahren in der Formation. Aus ihrer Liebe zur Musik entsprang auch die erste 5-Song EP, die man komplett aus eigener Tasche finanzierte bevor Equal Vision auf die Band aufmerksam wurde.

Hier sind wir also mit dem Debüt Longplayer "Home", der einem beim nur kurzen Reinhören ein wenig in die Irre führt. Der erste Eindruck könnte glatt suggerieren, bei VERSUS THE MIRROR handelt es sich um eine 0815 Screamo Band mit netten und genauso belanglosen Melodien. Die Band aus Tucson Arizona verzichtet jedoch bewusst auf die populären, melodischen Parts. Auf der ganzen Scheibe wird man nicht einen cleanen Stimmfetzen von Frontmann David Siebold hören, dessen Stimmer voller Wut und Aggression aufgeladen ist und ein wenig an ACROSS FIVE APRILS erinnert. Musikalisch bedienen sich VERSUS THE MIRROR besonders gerne cleaner Gitarren, spielen mit Geräuscheffekten und Lärmkaskaden. Der Sound wirkt eingängig, bewahrt sich jedoch seine Ecken und Kanten sowie das gewisse Live-Feeling. Ursache hierfür ist die Aufnahme der Scheibe, die bewusst ohne jegliche digitale Hilfsmittel zustande kam und auf Analog Tape aufgezeichnet wurde. Auch beim Equipment bediente man sich alten Materials, welches für den besonderen ungeschliffenen Sound sorgt. An gewissen Stellen mögen VERSUS THE MIRROR ein wenig nach UNDEROATH klingen, bewahren sich jedoch stets ihre Linie, die sie mit düsteren Instrumentaleinlagen und den unbehaglichen Bildern aus Siebolds Feder untermauern. VERSUS THE MIRROR stechen mit "Home" definitiv aus der Masse heraus, ein tolles Release!


1. Birthed By Architecture
2. Smoke It To The Rope
3. Barracuda Capital Of The World
4. Great White Zombie
5. Life As A Criminal
6. The Sound Asleep
7. Out Of Context
8. Let's Get Alone
9. Boy Gets What He Wants
10. Fear Will Keep Them In Line
11. Home
12. (I Am) The Master Of Gravity

Alte Kommentare

von small 29.04.2006 00:14

super screamo platte

von emilia 02.05.2006 13:33

mich erinnern die jungs auch ein wenig an underoath, obwohl sie dann doch wieder anders klingen. n wenig fall of troy sind da auch drinnen. geile band

von j.c. 15.09.2006 01:46

schon fast schande, dieses werk als screamo zu titulieren. Die Jungs bewegen sich fast auf dem selben Post-Core-Niveau wie Envy...

von freddy 15.09.2006 08:40

naja, post-core ist ja noch wesentlich aussageloser als screamo... und wie envy hören die sich nun wirklich nicht an..

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Torben

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Allschools Chef

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