Plattenkritik

Vidoll - Bastard

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Release Date: 04.06.2010
Datum Review: 14.06.2010

Vidoll - Bastard

 

Fans der Visual-kei Szene aufgepasst, denn Vidoll, die bereits seit Jahren in Japan Erfolge feiern, veröffentlichen zum ersten Mal das in Japan bereits 2007 erschienene Album „Bastard“ in Europa. „Bastard“ gilt schon seit einiger Zeit als DER Geheimtipp der Visual-kei Szene, in Japan bereits ein Bestseller, soll sich das Album nun auch in der hiesigen Musikszene etablieren.
Stilistisch werden sie zum Genre des J-Rock gezählt, wobei sie sich in ihrer Richtung nicht festlegen, da sie Elemente aus Rock, Pop, Jazz, sowie Screamo verbinden. Optisch ist die Band ganz klar der Visual-kei Szene zuzurechnen, denn sie könnten ebenso gut einem Anime oder dem Spiel „Final Fantasy“ entsprungen sein. Auch musikalisch könnten sie schnell mal in diese Schublade gesteckt werden, denn da sie auf Japanisch singen, könnte es sich ebenso gut um den Soundtrack zu Filmen wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiros Reise“ handeln.
Nimmt man sich jedoch die Zeit etwas genauer hinzuhören, bemerkt man, dass Vidoll gekonnt japanische mit englischen Texten kombinieren, was wirklich sehr stimmig klingt. Wer sich an diese Mischung heran traut, sollte vor allem mal Songs wie „At Age 13“ und „D.J. „Hero““ anspielen. Besonders der Track „Cokeheads – Under The Society -“ bietet eine breite Mischung aus Rock, Pop und Punk, die mit einigen Screamparts versehen wurde. Zusammen mit dem sehr eingängigen Refrain macht es den Song für mich zum Highlight des Albums.
Vidoll werden bestimmt nicht bei jedem auf Zustimmung treffen, doch wer sich auf einen Versuch einlässt, wird feststellen das das Album durchaus Potential hat und die Band nicht nur wegen ihrem extremen Äußeren abgestempelt werden sollte.

Tracklist:
01. Bastard
02. At Age 13
03. D.J. „Hero“
04. Innocent Teens
05. Hatsuyuki
06. Cokeheads – Under The Society -
07. Lost Voice
08. Neo Cinderella
09. Sarah
10. Worst
11. Tree
12. Cloud

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Wencke

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