Plattenkritik

Vindicator - On And On

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Release Date: 27.04.2007
Datum Review: 15.05.2007

Vindicator - On And On

 

VINDICATOR stammen aus Hamburg, und werden dem einen oder anderen sicherlich ein wenig bekannt vorkommen. Mittlerweile ist man sogar im zehnten Jahr des Bandbestehens gelangt und noch immer wird zwischen den Schnittstellen Rykers, Agnostic Front und 25 Ta Life gemosht und gegrölt. Dabei dominieren immer noch die gleichen stumpfen Texte über Szene, Freundschaft und all dem, was dazu gehört. Ein Erfolgsrezept? Man weiß es nicht, denn das aktuelle Album „On And On“ von VINDICATOR lässt einen eher zwiespältigen Eindruck zurück.

Dabei stimmen die wichtigsten Faktoren für eine toughe HC-Scheibe: Fette Produktion, viele Back-Ups und ordentliche Moshparts, die richtig gut aus der Box dröhnen. Andererseits ist die Band ziemlich farblos und stellt nicht gerade das dar, was man als individuell bezeichnen würde. Viele Riffs sind bekannt, genauso wie viele Grundstrukturen. Die Eingangs erwähnten Bands standen ziemlich of Pate und so darf man sich gewissermaßen an einem ganz annehmbaren Rip-Off erfreuen. Der Titeltrack zum Beispiel, hätte auch ohne Probleme auf dem letzten Album von 25 Ta Life drauf sein können. Ähnlich verhält es sich mit den anderen Tracks. So kommt man letztendlich zu dem Schluss, dass VINDICATOR ganz annehmbar sind für die eine oder andere Party, aber für mehr langt es dann doch nicht. Dafür fehlt dann eindeutig die Individualität im Sound. Wer aber ein 25 Ta Life7Rykers Rip-Off sucht, wird sich sicherlich an „On And On“ erfreuen können.

Tracklist:

1. No Warning
2. I.F.O.T.C.
3. Kill The King
4. Hit Me Harder
5. Awake 4 Hours
6. On And On ...
7. Earthquake Society
8. Dressed To Kill
9. Soundtrack Of Brutality
10. 10 Years
11. No Reason
12. The Now Generation
13. Hate Gun
14. Sad Story
15. Just Get Out
16. System Of Crime

Alte Kommentare

von massimo 20.07.2008 14:25

hä???empfinde die neue Scheibe eher so: Wie war ich gespannt auf das neue Werk der Hamburger HC Institution, ist doch mit dem Uwe (Ex-SOUL BOYS) ein neuer Mann am Mikro zugange. Und der kann stimmlich so einiges! Deshalb, aber nicht nur, ist die Platte auch sehr abwechslungsreich geworden je nachdem ob der Uwe sich gerade die Seele aus dem Leibe kreischt, oder ob er seine rockige MOTORHEAD Stimme auspackt (kennt ihr noch die STIGMATA?), d.h. den schnellen Parts stehen auch viele eher ruhigere Parts gegenüber. Dabei bleiben die VINDICATOR oldschoolig wie eh und je, scheuen sich aber auch nicht davor hier und da einen kurzen Moshpart mit einzufügen ohne dabei ihrer punkigen Roots zu vergessen. Die absoluten Hits nach einem ersten Durchlauf sind sicher „Dressed to kill“, „Now Generation“, „Soundtrack of brutality“, doch ich wette mit euch, dass ihr nach einer Woche alle Songs dieser blau marmorierten LP lieben werdet, mir ging es so! Die VINDICATOR haben den Highscore geknackt, auf in die nächste Runde.

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Dario

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