Plattenkritik

Violator - Chemical Assault

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Release Date: 18.07.2008
Datum Review: 18.06.2008

Violator - Chemical Assault

 

Wenn du morgens nicht ohne Fluppe, Kanne Pils und EXODUS, NUCLEAR ASSAULT, VIO-LENCE, KREATOR, CRYPTIC SLAUGHTER oder SEPULTURA aufstehst, wenn du nur „eins, zwei, eins, zwei, drei, vier“ hören musst, um die Satansgabeln in den Himmel zu recken und permanent Nachenschmerzen vom Bangen hast, dann gehörst du zur bereits ausgestorben geglaubten, sich aber mittlerweile unendlich vermehrenden Gattung der “Old-School-Thrash-Metal-Maniacs“!

Wenn du also ein solcher Zausel bist, dann gibt es etwas für dich zu tun: Du musst einen neuen Bandsticker auf deine alte, stinkende und eigentlich keinen Platz mehr bietende Kutte kleben: VIOLATOR. Aber nicht nur das, du solltest sofort eine Bestellung aufgeben („Chemical Assault“ wurde bereits 2006 über Kill Again Records veröffentlicht) oder aber bis zum europäischen Releasetermin warten. Und dann wirst du förmlich umgerissen vom Inferno, dass die Brasilianer auf ihrem dritten Output abbrennen. Dabei gehen VIOLATOR mit einer Leichtigkeit und Energie vor, die sofort Rückschlüsse ihrer Herkunft und Annäherungen an Werke wie „Beneath The Remains“ oder „Schizophrenia“ zulassen. Mensch, lass dir bloß nicht diesen tighten Shit und diese unglaubliche Spielfreude entgehen. Versteck dich nicht vor den vom ersten Moment an zündenden Riffs und den krachend kranken Knarrenäxten, die ein Soli nach dem anderen aus dem Urwald hervorholen. So klingt es in der Hölle, so schön war die alte Zeit, als noch Männer Mundfäule sowie Männer und Frauen! schwitzende Bärte unter den Armen hatten. Und auf Weiterentwicklung wird ausnahmsweise geschissen ob der perfekten Symbiose aus Vergangenheit und jugendlichem Wahnsinn. Der Metal lebt durch ihn Einatmende, VIOLATOR atmen Metal, ergo: VIOLATOR sind Metal!

Uuuuuuuuuaaaaaaaahhhhhhhh!

P.S.: Kauf dir gleich auch noch die auch auf Earache erschiendenen Alben von den L.A.-Bastarden BONDED BY BLOOD („Feed The Beast“) und den irischen Asis GAMA BOMB („Citizen Brain“). Gleiche Schublade, ähnliches Ergebnis: Fett!

Tracklist:
1. Atomic Nightmare
2. UxFxTx
3. Destined to Die
4. Addicted to Mosh
5. Brainwash Possession
6. Ordered to Thrash
7. Toxic Death
8. Lethal Injection
9. The Plague Returns
10. After Nuclear Devastation

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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