Plattenkritik

Virgin Steele - Life Among The Ruins (1993-2012)

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 18.06.2012
Datum Review: 09.07.2012

Virgin Steele - Life Among The Ruins (1993-2012)

 

“Life Among The Ruins” von 1993 war ein gewagter Schritt. David DeFeis behauptet, dass der etwas rockigere und bluesigere Einschlag beim Jammen und Ideensuchen zum Album entstanden ist und dabei sei man zurück zu den Wurzeln der eigenen musikalischen Identität gegangen.
Das ist durchaus glaubwürdig, denn gerade die beigepackten Coverversionen verifizieren diese Aussage.

Alle, die ein weiteres “Noble Savage” erwartet haben, durften sich damals verwundert die Augen reiben. Die Bandbreite auf dem Silberling ist enorm wie auf keinem anderen VIRGIN STEELE Output und reicht vom lockeren Hard Rock wie “Love Is Pain” und “Too Hot To Handle” (nein, kein UFO Cover), über epischem Stoff wie “Crown Of Thorns” und “I Dress In Black”, hin zu einem vokalakrobatischen Ausflug namens “Last Rose Of Summer”. Jener Track lässt die Stimme von David DeFeis in Galaxien aufsteigen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat und hinterlässt ein akustisches Wunderwerk, das sitzt.

Die Vielfältigkeit fordert eine gewisse Toleranz, auch wenn die Auswüchse durch den einzigartigen Gesang von DeFeis eine sinnvolle Verknüpfung ergeben. Wer sich also auf das Album einlässt, bekommt statt einem Einheitsbrei ein breites Buffet an schmackhaften, hochkarätigen Songs.

Die 2012 Version rundet das Hörerleben perfekt ab.
Auf der ersten CD gesellen sich zu den regulären Songs zunächst ein Bonus-Track und fünf Titel, die im Rahmen von Proben im Wohnzimmer von David DeFeis eingespielt wurden. Ein rohes Hörerlebnis, dargeboten nur mit der akustischen Klampfe und Gesang.
Zusammen mit der zweiten CD und den darauf enthaltenen Stücken als “New York Mix”, lässt sich so wunderbar ein Stück wie “Jet Black” von verschiedenen Evolutionsstufen aus betrachten.
Und solche Möglichkeiten machen ja schließlich den Reiz einer Wiederveröffentlichung aus.

Fast das komplette Album liegt auf CD 2 als “New York Mix” vor und zeigt, welchen Einfluss ein Mix auf das Endresultat haben kann. Ich bin froh, dass “Life Among The Ruins” letzendlich anders herausgekommen ist, aber die Chance zu hören, wie es auch mal geplant war, ist höchst interessant.

Die restlichen Stücke der zweiten CD sind im Wesentlichen die schon erwähnten Coversongs, wo LED ZEPPELINs “When The Levee Breaks” in einer tollen Version hervorsticht.

Das Teil kommt in einem schmucken Package mit vielen Detailinfos zu den Songs und neu geschrieben Liner-Notes von David DeFeis himself.
Genau das richtige, um sich ausgiebig mit dem Werk zu beschäftigen.

Fazit: Ein Re-Release, wo alles stimmt!
Wer es noch nicht hat, braucht es allemal - wer nur das einfache Album hat, braucht es nochmal.


CD 1
01. Sex Religion Machine
02. Love Is Pain
03. Jet Black
04. Invitation
05. I Dress In Black (Woman With No Shadow)
06. Crown Of Thorns
07. Cage Of Angels
08. Never Believed In Goodbye
09. Too Hot To Handle
10. Love's Gone
11. Snakeskin Voodoo Man (full band version bonus track)
12. Wildfire Woman
13. Haunting The Last Hours
14. Last Rose Of Summer
_Additional Bonus Tracks
15. Snakeskin Voodoo Man (live acoustic rehearsal version)
16. Jet Black (live acoustic rehearsal version)
17. Purple Rain (live acoustic rehearsal version)
18. Wildfire Woman (live acoustic rehearsal version)
19. Eyes Without A Face (live acoustic rehearsal version)


CD 2
01. When The Levee Breaks (New bonus track)
02. Sympathy For The Devil (New bonus track)
03. My Mourning Clothes (New bonus track)
04. Mambo Sun (New bonus track)
05. Ballrooms Of Mars (New bonus track)
_"The Vertical Soul Suite"
06. Wild Thing (New bonus track)
07. The Moonrise In Your Skin (New bonus track)
08. Wild Thing Reprise(New bonus track)
09. The Magick In Your Sin (New bonus track)
10. Sex Religion Machine (Rare New York mix)
11. Jet Black (Rare New York mix)
12. Crown Of Thorns (Rare New York mix)
13. Cage Of Angels (Rare New York mix)
14. Never Believed in Goodbye (Rare New York mix)
15. Love Is Pain (Rare New York mix)
16. Invitation (Rare New York mix)
17. I Dress In Black (Woman With No Shadow) (Rare New York mix)
18. Too Hot To Handle (Rare New York mix)
19.Love's Gone (Rare New York mix)
20. Flesh & Blood (Rare never released demo bonus track)


David DeFeis: Vocals, Keyboards & Orchestration
Edward Pursino: Guitar
Joey Ayvazian: Drums
Rob DeMartino: Bass

Alte Kommentare

von ramon 10.07.2012 10:50

das hier muss ja wohl echt nicht sein...

von @ramon 10.07.2012 11:19

das ist Metal Geschichte und essentiell

von Tobe 10.07.2012 12:00

kann hier gerne reviewed werden, das ding mit "Metal Geschichte und essentiell" seh ich allerdings anders...

Autor

Bild Autor

Axel

Autoren Bio

Metal seit den gloreichen 80ern. Melodie erwünscht.

Suche

Social Media