Plattenkritik

Vision Of Disorder - The Cursed Remain Cursed

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Release Date: 17.09.2012
Datum Review: 14.09.2012

Vision Of Disorder - The Cursed Remain Cursed

 

Während QUICKSAND gerade mit ihren Reunionshows das gealterte (Post) Hardcore Herz mit Nostalgie fluten, sind andere Vergangenheitsgrößen schon einen Schritt weiter. Obwohl diese den Programmpunkt der Wiedervereinigung bereits im Jahre 2006 abhaken konnten, haben sich VISION OF DISORDER für ihr fünftes Album gut sechs Jahre Zeit gelassen. Doch erfreulicherweise lassen die New Yorker mit ihrem neuen Album die kommerziellen Fehlvertonungen der Vergangenheit vergessen, denn "The Cursed Remain Cursed" führt wieder den Weg fort, den man mit „Imprint“ 1998 eingeschlagen hatte.
In Mitten der Neunziger als reine Hardcore ins Leben gerufen, galten VISION OF DISORDER schon damals als sehr „open minded“, da sie früh die Grenzen ihres HC Sounds sprengten und diesen mit Metal-, Grunge und Punkeinflüssen mischten.
Anno 2012 klingt diese Fusion noch präziser, wie die zehn Songs verdeutlichen. Das Quintett kehrt mit ausreichend Biss zurück und erzeugt einen energievollen Crossover der vertrackte Riffs mit Slayer Gitarren paart und unterlegt wird mit einem ganz eigenen New Yorker Vibe, der an GLASSJAW oder QUICKSAND erinnert. Mit genug Hardcore im Blut entwickeln die Songs so einen unverwechselbaren Sound, wie „Set To Fail“ oder „The Enemy“ beweisen. Unverkennbarer Mittelpunkt ist nach wie vor der Gesang von Tim Williams, der eine unglaublich große Bandbreite von typischen HC Gekeife bis ALICE IN CHAINS würdige Clean-Passagen bedient und so gerade in den Refrains viele der Songs in wahre Smasher verwandelt.
Zugegebenermaßen kann "The Cursed Remain Cursed" gerade beim Erstkontakt mit der Band recht sperrig klingen. Und auch wenn die New Yorker von einigen Seiten als Vorreiter des heutigen Metalcore gehandelt werden, ist ihre Musik gerade für diese Hörerschaft nicht wirklich zugänglich.
Wer aber von der heutigen, monoton klingenden Musiklandschaft gelangweilt ist und nach einer innovativen Band sucht, wird in VISION OF DISORDER und ihrem neuen Album alles finden, was er sucht.

Trackliste:
1.Set To Fail
2.Blood Red Sun
3.Hard Times
4.Annihilator
5.Skullz Out (Rot In Pieces)
6.The Enemy
7.The Seventh Circle
8.New Order Of Ages
9.Beat Up On It
10.Heart And Soul

Alte Kommentare

von Tobe 14.09.2012 12:54

für mich bis jetzt ne klare 8 mit tendenz nach oben. definitiv eine der besten "reunion" scheiben.

von Tobe 14.09.2012 13:17

komplettes album im stream: http://spotlight.metalhammer.co.uk

von Alex G. 14.09.2012 14:43

Ich find's einfach nur enttäuschend, irgendwie.

von PillePalle 14.09.2012 15:30

Ich find's richtig gut.

von Tobe 18.09.2012 22:13

@ alex: warum ? klar, die scheibe könnte stellenweise "wilder" sein, und 2-3 zusätzliche "hits" (mein persönlicher song des albums: loveless) würden nicht schaden, aber ansonsten gibts VOD pur.

von Alex G. 18.09.2012 23:06

Kurz und knapp. Sie haben für mich nich mehr den Charme und das, was Vision Of Disorder einmal ausmachte in den 90ern. Klingen wie ne glattpolierte Version von Most Precious Blood an mancher Stelle. Find ich einfach ein bisschen schade.

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Mulder

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