Plattenkritik

Voltaire - Flut EP

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Release Date: 01.01.1970

Voltaire - Flut EP

 

Die neue deutsche Popwelle rollt nun schon seit einiger Zeit besonders erfolgreich durch unsere Gefilde. Gerade mit weiblichem Gesang an vorderster Front scheint man da nichts falsch machen zu können. Mit ihrer EP "Flut" wagt sich die fünfköpfige Band VOLTAIRE um Sänger und Songwriter Roland Mayer de Voltaire aus Bonn auf den Markt und macht sich gleich auf deutschsprachigen Pop auf ein anderes Level zu heben. Fernab vom typischen Sound der aktuellen Deutsch-Pop Landschaft hören sich VOLTAIRE eher nach britischen Inselklängen à la MUSE oder RADIOHEAD an. Mit abwechslungsreichen, oft groovenden Melodien, verstehen die gestandenen Musiker zwischen langsamen, sphärischen Klängen und mehr nach vorne gehenden, schrammeligeren Parts zu pendeln. Besonders charakteristisch an VOLTAIRE ist die vielschichtige Stimme von Sänger Roland Mayer de Voltaire, die derart in die hohen Töne auszubrechen vermag, dass man eine Gänsehaut bekommt. Stets melodisch, mal zurückhaltend mal fordernd leitet einen diese Stimme mit durchdachten Texten, die mich an KETTCAR oder BLUMFELD, durch die Songs dieser EP. Das Produkt bleibt mit Leichtigkeit in den eigenen Gehörgängen hängen und begleitet einen nachhaltig durch den Tag. Die hohen Klänge werden sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein, mich kann man hiermit aber durchaus überzeugen. Bleibt also der erste Longplayer der Bonner abzuwarten, um zu sehen, wohin die Flut VOLTAIRE treibt.

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Torben

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