Plattenkritik

WakeUpCall - Batteries Are Not Included

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Release Date: 30.11.2012
Datum Review: 06.12.2012

WakeUpCall - Batteries Are Not Included

 

Alle lieben Chucks! Und alle lieben Pizza! Klischeetriefende Erkenntnisse aus dem Alltag einer Rockband. Entschuldigung: Einer italienischen Rockband.



Wieso sollte Italien hier eine Ausnahme sein? Wo schon bei mediterranem Wetter und lebensbejahender Küche über die temperamentvollen Einwohner getuschelt wird, darf das Unwort „Pop“ der Rockband gern voraneilen. Dann etwa wird das Produkt klingen wie WAKEUPCALL um die vier Römer Tommy, Giacomo, Olly und Dario. Die Kultsneaker geschnürt, jetzt noch fesch gucken fürs Bandfoto bitte. Danke. Anderswo nennt man das „niedlich“, was Sänger und Schminkschopf Tommy im Chorus des Titeltracks anbietet: „If They Want Me To Be Good, I´ll Be Bad / If They Want Me To Be Bad, I´ll Be Good / No, There´s Nothing You Can Do...“ WAKEUPCALL versuchen es also auf die Rebellentour, die sich dem Opener „To Be“ oder gläsern ausproduzierten Songs wie „Christine“ perfekt unterordnet. Das haben auch ALL TIME LOW so gemacht und sich dabei noch auf das „Punk“ nach dem „Pop“ berufen wollen. Hier werkelt „Batteries Are Not Included“ lieber den klassischen Größen des „Rock“ hinterher: „Smile“ hätten POISON schreiben können, wären sie heute noch eine ernstzunehmende Band.
„Just Wanna Dance“ traut sich dann wieder Moderne und Arena und Disko zugleich und tastet sich an die Grenzen seiner selbst heran. Das rettende Gitarrensolo naht, aber kratzt nur knapp die Kurve.

Zum Glück halten deutliche Formate wie „Kill Your Dreams“ WAKEUPCALL aus dem Sumpf der Konserve heraus. „Let You Go“ köpft zum Feier des Tages gleich das ganz große Gospel-Fass, anstatt zögerlich auf Songwriting und Instrument zu vertrauen. Wie viele Momente auf „Batteries Are Not Included“ wirkt das eher füllig als lächerlich und reiht sich ein in die dreiviertel Stunde Rockalbum, die selten Richtung Kitsch driftet und lieber selbstbewusst den Schellenkranz schwingt.
Fragt man nach bie WAKEUPCALL, muss es auch nicht immer Schmackes sein: „Right Here“ reicht auch ein Feuerzeug und zarter Begleitgesang, bevor es mit Klavier und Streichern durch die Decke geht. Offenbar stehen auch ehrliche Emotionen zu und aus dem Leben neben bunten Schnürschuhen hoch im Kurs.


Trackliste:

01. To Be
02. Kill Your Dreams
03. Christine
04. Batteries Are Not Included
05. Smile
06. Just Wanna Dance
07. Let You Go –
08. Asshole
09. One Day
10. Not Like You
11. Right Here

Alte Kommentare

von Soll das... 08.12.2012 15:35

.. ein Witz sein? Nicht komisch.

von etwasa genauer 09.12.2012 10:40

bitte

von etwas 09.12.2012 10:40

tüllich

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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