Plattenkritik

Watchmaker - Kill.Fucking.Everything

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 19.06.2005

Watchmaker - Kill.Fucking.Everything

 

Als der Allschools-Hauptschreiberling Torben vor einigen Monaten umgezogen ist und viele Renovierungsarbeiten im neuen Heim anstanden, haben seine Freundin und er dort viel geackert. Doch das war dem wehrten Nachbarn zu viel und vor allem zu laut, weswegen er ständig rumgemeckert hat. Und als die Renovierungsarbeiten dann endlich beendet waren, und es stiller wurde, war es dem Nachbarn immer noch zu viel. Der gute Torben spielte dann mit dem Gedanken sich irgendein ziemlich lautes Werkzeug anzuschaffen (z.B. eine Schlagbohrmaschine) und es immer laufen zu lassen, wenn sie das Haus verließen. Doch warum so kompliziert, wenn WATCHMAKER mindestens den gleichen wenn nicht sogar besseren Effekt erzielen würden. Denn nette Fahrstuhl-Musik in gemäßigtem Tempo ist genau das Gegenteil von dem was euch bei KILL.FUCKING.EVERYTHING erwartet. Der ein oder andere mag sich nun fragen „Hey die Scheibe kenn ich doch!?“. Richtig, denn Earache hat die schon 2003 via Willowtip veröffentlichte Platte für den europäischen Markt neu aufgelegt, dabei steht ein neues WATCHMAKER-Massaker schonwieder in der Mache.

KILL.FUCKING.EVERYTHING lässt dabei aber schon eine Wüste zurück (was soll danach noch kommen?). Songs, die immer um die 1-Minute-Marke liegen und hautsächlich mit einem enormen Tempo an einem vorbei rauschen. Zwischen denen zu unterscheiden stellt sich als dabei wieder mal als eine fast nicht zu überwindende Hürde heraus. Dazu ein Sänger, der ähnlich wie Jacob Bannon leise und teils stark zerzerrt irgendwelche Laute von sich gibt, deren Bedeutung sich wahrscheinlich auch mit Texten nur schwer entwirren lassen. Noise-Grind ohne Kompromisse, das beste für den nächsten Familienbesuch. Sehr schöne CD-Aufmachung außerdem.

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Christian

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