Plattenkritik

We Ride - Directions

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Release Date: 15.09.2010
Datum Review: 21.11.2010

We Ride - Directions

 

Klingt jetzt natürlich wieder sauarrogant aber ich habe tatsächlich gar keine Ahnung wann ich zuletzt eine HC-Platte einer Band, die mir völlig unbekannt ist, paar Mal am Stück gehört habe und sie danach noch immer mochte. Ich weiß, ist kein Indiz dafür, dass die Platte gut ist, aber jedenfalls für mich ein Indiz dafür, dass ich hier nicht einen meiner 08/15 Verrisse darbieten kann. Wäre ohnehin nicht angebracht bei vorliegender Platte, „Directions“, von WE RIDE aus Spanien.

„Directions“ ist dabei gar nichts Besonderes. Weiblicher Gesang, an sich durchschaubaren Melodien und Instrumental-Parts und trotzdem irgendwie angenehmer aufgeführt als bei Kollegen wie ALL FOR NOTHING. Worum es geht? Glücklicherweise kein „Uns geht es ja so mies, schon seit wir 13 sind“-Depri Scheiss sondern angenehm plakative Hardcore-Salven im üblichen Gewand. Repräsentativ ist da vielleicht eine Zeile aus dem Song „Party Girls“, der natürlich von einer „männlichen“ Band etwas anders gedeutet werden würde: „Fuck Party Girls, this is more than fashion, this is more than music, this is a way of life“. Ja, Ja, ich weiß. Aber macht trotzdem Bock, diese Platte. Stets instrumentiert man druckvoll, auch der Gesang wirkt aggressiver und rauer als bei vergleichbaren Bands und insgesamt wird einem zu keiner Minute das Gefühl zuteil, dass hier etwas Aufgesetztes angespielt wird. Fazit also: Plakativ, vorhersehbar aber eben auf mittlerem Niveau sehr gut.

Tracklist:

01.) OUTBREAK
02.) FALSES PROMISES
03.) NOTHING BINDS ME
04.) MY LIFE, MY DREAMS
05.) PARTY GIRLS
06.) TIME TO SHINE
07.) US AGAINST THE WORLD
08.) MOMENTS
09.) NO MATTER HOW STRONG YOU ARE
10.) A CALL TO REVOLUTION
11.) YOUNG HEART
12.) EPILOGUE

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Raphael

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