Plattenkritik

Weapon - From The Devil’s Tomb

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Release Date: 29.10.2010
Datum Review: 10.11.2010

Weapon - From The Devil’s Tomb

 

Death/ Black Metal mit melodischem Einschlag. Diese Spielart scheint in den letzten Jahren für Bands des Extrem Metal Sektor sehr popülar geworden zu sein. Viele Bands probieren sich daran, die meisten scheitern aber durch ihre Beliebigkeit und den nicht vorhandenen Wiederkennungswert. Auch WEAPON haben sich diese Kombination auf die Flagge geschrieben, ursprünglich aus Indien, leben die vier Mannen nun in Kanada, wo sie auch bereits ihr Debüt aufgenommen haben.

Durch diese Herkunft lassen sich auch die vielen eingestreuten orientalischen Melodien erklären, die quer über das Album verteilt sind. Jedoch herrschen diese auf „From The Devil's Tomb“ nicht vor, sondern eher die klassischen Gitarrenleads. Auch das detaillierte Cover der CD ist darauf zurückzuführen, hier werden Motive aus der christlichen mit Motiven der hinduistischen Religion kombiniert. Nach dem kurzen Intro geht es im Opener und Titeltrack „From The Devil's Tomb“ auch gleich hinab in selbiges. Das Schlagzeug ballert was das Zeug hält, die Gitarren sägen ohne Ende und heisere, bösartige Growls stehen über all dem. Von was das Album am meisten lebt sind die oben bereits angesprochenen Gitarrenmelodien, sowie der dynamische Wechsel zwischen lauten und leisen Stellen. Oft wird die komplette Lautstärke gen null gefahren um sie dann um so heftiger abrupt wieder nach oben schrauben und den Hörer mit der Faust im Gesicht zu treffen. Das Instrumental „LEFTHANDPATHYOGA“ sticht auf WEAPONs Zweilingswerk besonders heraus und erinnert durch seine Melodieführung an frühe METALLICA Instrumentale.

Die Klampfenfraktion zeigt auf dem gesamten Album ihre herrausragende Technik, wo hingegen der Schlagzeuger sich meist ziemlich monoton durch die neun Tracks spielt - ein bisschen Abwechslung wäre teilweise angebracht gewesen um die Songs noch ein wenig spannender zu gestalten.
Der größte Kritikpunkt an der Veröffentlichung ist der unausgewogene Sound. Das Schlagzeug scheppert viel zu oft viel zu laut durch die Lieder, der Gesang ist an einigen Stellen, im Gegensatz dazu, zu leise geraten. Auch die Orchestrierung unter dem Intro von „The Inner Wolf“ ist ein ziemlicher Soundmatsch, so etwas sollte im Jahre 2010 besser umgesetzt werden können. Ansonsten ist „The Devil's Tomb ein grundsolides Death/ Black Metal Album geworden, was zuweilen an MORBID ANGEL erinnert, durch seinen hohen Melodienanteil aber eine eigene Note besitzt.

Tracklist:
1. From The Devil’s Tomb
2. Vested in Surplice, and Violet Stole
3. Furor Divinus
4. Vortex – 11724
5. LEFTHANDPATHYOGA
6. The Inner Wolf
7. Sardonyx
8. Trishul
9. Towards The Uncreated

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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