Plattenkritik

Wetdog - Enterprise Reversal

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Release Date: 05.06.2009
Datum Review: 07.05.2009

Wetdog - Enterprise Reversal

 

Record Labels need you more than you need them.

So die Firmen-Philosophie von Angular Records. Vorbildlich. Ehrlich.

Ohne Angular Records würde es Bands wie BLOC PARTY oder ART BRUT gar nicht erst geben. Auch das "New Cross", eine Art Sub-Genre des Post-Punk würde es niemals geben. All die kleinen Indie-Perlen, sie würden noch immer in siffigen Kellern auf der Insel hängen. Hätte sicherlich auch was, aber sind wir ehrlich – man kann schon dankbar sein, für all die Perlen die wir Angular zu verdanken haben.

Dementsprechend freut man sich ja auch, endlich noch mal ein Release des Labels in den Händen zu halten.

Aber nur weil man einmal wegweisend agiert hat, muss man dieses Label ab jetzt nur noch lieben? Nein, eindeutig nicht.

Den Beweis dafür treten WETDOG an. Diese veröffentlichen mit "Enterprise Reversal" ihr Debüt-Album und ganz schnell wird klar, welcher Zug hier gefahren wird. So Retro wie nur möglich, bitte! Allein bei der Produktion bekommt man die Krise. Ist es inzwischen ein MUSS sich anzuhören wie 70er Helden? MUSS eine Platte viel Hall auf Stimme haben und an allen Kanten und Ecken schellen? MUSS das sein?
Würden WETDOG wenigstens das Können einiger Kollegen besitzen, sähe alles wahrscheinlich etwas anders aus. Aber auf Teufel komm raus 20 Tracks zu schreiben, in ein wirres Klangbild zu knallen und das dann "Hit-Album" nennen ist doch ein Schritt zu weit gehandelt.

Tracklist:

1. Train-Track
2. White Kid Leather
3. Sumpy Torso
4. Send a Delegate
5. 8 Days
6. Alibi
7. Magnet Face
8. Cow Hide
9. Nancy Riley
10. Steal a Car
11. New Partee
12. Dirty Outside
13. Guide Time
14. Evicted
15. Shit Day
16. Napolean's Plan
17. Totally Compulsive
18. My Derelict
19. Jane Bowles
20. Zah und Zaheet

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Raphael

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