Plattenkritik

William Control - Hate Culture

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Release Date: 31.10.2008
Datum Review: 06.02.2009

William Control - Hate Culture

 

AIDEN Frontmann Wil Francis kehrt auf seinem Solopfad "Hate Culture" jeglichen Emoklischees den Rücken und zelebriert seine Liebe zu den 80ern und spezielle seinen Faible für Industrial und Dark Wave Klänge. Geblieben ist der dunkele Tenor der Lyrics, die einem mit diesem Album noch tiefer in die nihilistischen Abgründe der Seele eines WILIAM CONTROL blicken lassen. Von Suizid, Depressionen und Hass handeln die musikalisch an Vorbildern wie NEW ORDER, DEPECHE MODE, DAVID BOWIE oder auch JOY DIVISION angelehnten Songs, ein "Strangers" entleiht sich in diesem Zusammenhang sogar ziemlich amoralisch Fragmente von DEPECHE MODE.

Zierte Francis nicht das Cover von "Hate Culture", würde man den AIDEN Frontmann-Beau gewiss nicht auf diesem Debüt heraushören können, schlägt er doch AIDEN untypisch deutlich tiefere, monotone Tonlagen an. Jene passt jedoch vortrefflich in den gewählten Kontext und so darf sich der gemeine Düsterromantiker über ein wohl durchdachtes Aufgebot an stampfenden Beats, synthiegeschwängerten, schweren Melodien und einer omnipräsente Melancholie freuen.

Trackliste:

1. Prologue
2. Beautiful Loser
3. Strangers
4. Hate Culture
5. Tranquilize
6. Razor's Edge
7. We Are Already Here
8. Cemetery
9. Don't Cry for Me
10. Damned
11. Whipping Haus
12. London Town


Alte Kommentare

von Hurensohn 06.02.2009 23:39

besser als erwartet 6 oder 7 sind vollkommen berechtigt

von andererzeits 30.03.2011 11:41

Als ich finde es hätte 10 Punkte verdient, allein schon deswegen weil Mr Francis nicht auch in seinem Nebenprojekt das Gleiche fabriziert wie in seiner Hauptband was viele andere Musiker machen. Die Songs sind abwechslungsreich und die Melodien teilweise nie zuvor in ähnlichem oder anderem Kontext gehört worden. Meiner Meinung nach ein Album bei dem ich jeden Song gerne höre und welches nicht nur von einem oder zwei Hits lebt. Definitiv ein Album das man gehört haben sollte. Der Nachfolger hätte eher sechs Punkte verdient da er sehr monoton und Mainstream orientiert ist. Zum Beispiel durch Kurupt der stark an einen der Rapper von den Black Eyed Peas erinnert. Natürlich hat auch Noir seine starken, individuellen Momente und eine sehr starke Single (I'm only human sometimes) als Zugpferd ist aber alles in allem nicht mehr so kompakt und überzeugend.

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Torben

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Allschools Chef

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