Plattenkritik

Winds Of Plague - Resistance

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Release Date: 01.11.2013
Datum Review: 20.11.2013

Winds Of Plague - Resistance

 

Während der November für viele nur der Monat der unzähligen Staus und des nervigen Wetters ist, ist er für einige auch der Monat, in dem man sich langsam erste Gedanken über seine Jahresbestlisten macht. Auch für den Deathcore hatte 2013 einige recht gute Alben zu bieten. Das vierte Album von WINDS OF PLAGUE gehört aber leider nicht dazu.

WINDS OF PLAGUE waren für viele die Fahnenträger eines Genres, dass sich nach und nach immer mehr im Innovationsverlust einhüllte. Auch bei den Amerikanern war der musikalische Qualitätsabfall nach ihrem hochgelobten Debüt „Decimate The Weak“ von Album zu Album anzuhören. Auch ihr neues Werk „Restistance“ reiht sich dank chronischer Einfallslosigkeit in diese schadhafte Tradition ein.
Dabei steigt das Sextett noch recht schwungvoll nach einem typischen, symphonischen Intro in ihr viertes Werk ein. „Say Hello To The Undertaker“ startet mit schön herunter gespielten Leadgitarren und entwickelt sich mit seinen thrashigen Strophen und dem mächtigen Mittelmosher zum ersten „Hit“ der Platte. Wer jedoch nun in der Hoffnung ist, dass WINDS OF PLAGUE dieses Level halten oder sogar steigern können, wird im weiteren Verlauf des Albums leider mit der ernüchternden Enttäuschung bestraft. Zwar beweist Fronter und „Bane-lookalike“ Jonathan Cooke, dass er immer noch über ein eindrucksvolles Organ verfügt, diese Testosteronflut den Gesamteindruck von „Resistance“ aber nur bedingt dient. Es scheint, als sehen es WINDS OF PLAGUE als völlig ausreichend, ihre sonst so geschätzte Härte und Brutalität mit modrigen Riffs anzuheizen. Da werden nicht nur die E-Saiten der Gitarren überstrapaziert, sondern auch die Belastungsgrenze ihrer Hörer. Selbst bei mehreren Durchgängen erreicht keiner der übrigen Songs das angesetzte Niveau des Beginns. Der Großteil der Songs besteht aus zu gestaubten Moshern, den ständig gleichen Schlagzeugattacken und unnötigen symphonischen Einspielern, die wie Fremdkörpern an den Songs kleben. Sicherlich haben die Songs auch hier und da einen „Aha-Effekt“ und nette Soli zu bieten, aber die leider nur in einer geizigen Sparsamkeit.
Würde man die große Uhr einige Jahre zurück drehen, wäre die Leistung, welche WINDS OF PLAGUE auf ihrem neuesten Album erbracht haben, durchaus eindrucksvoll. Aktuell reicht „Resistance“ aber höchstens dazu aus, dem hungrigen Die Hard Fan ein wenig den Appetit zu stillen.

Trackliste:
01. Open The Gates
02. Say Hello To The Undertaker
03. Sewer Mouth
04. Left For Dead
05. One Foot In The Grave
06. Time To Reap
07. United Through Hatred
08. Good Ol’ Fashion Bloodbath
09. No Man Is My Master
10. Snake Eyes
11. Looking For A Better Day

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Mulder

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