Plattenkritik

With Abandon - Maturation EP

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Release Date: 23.11.2009
Datum Review: 27.11.2009

With Abandon - Maturation EP

 

WAR FROM A HARLOTS MOUTH haben es weit gebracht. Inter- wie national avancierte man in Windeseile qualitativ wie erfolgstechnisch selbst über den Underground hinaus zu einer der wichtigsten und kontroversesten Vertreter des Metiers. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort, oder doch berechtigter Hype? Und selbst einen Sängerwechsel wusste man zu trotzen, schaffte mit Ex-THE OCEAN Nico Webers an der Seite ein Album, welches mindestens an die Qualitäten des glorreichen „Transmetropolitan“ oder der nicht minder starken „Falling Upstairs“-EP heranzureichen wusste und zeigte zugleich Mut zur Veränderung, zum sich-neuerfinden. Doch Pre-Nico-WFAHMs Steffen füllte das Material mit Wiedererkennungswert, als er noch nötig war; war dabei, als diese Band noch auf dem Weg nach oben war. Etwas mehr als ein halbes Jahr nach „In Shoals“ folgt nun Steffens Auftakt; die kritische Erwartungshaltung wie die Vorschussloberen sind gegeben.

Doch tät man es sich nicht zu leicht, WITH ABANDON einfach als „Steffens Neue“ abzustempeln? „Maturation“ ist deutlich moshlastiger, setzt statt auf vertracktes und stilistisch versiertes eher auf einfaches, tanzbares, jedoch nicht minder ausgefeiltes und detailverliebtes Songwriting. Filigran zitiert man altbewährtes mit aktuellem, schafft – gerade in Kombination mit Steffens markantem Organ - eine Symbiose mit Wiedererkennungswert.

Den besonderen Reiz, den dabei diese sehr auf den Punkt gebrachten, ja hitdichten EP ausmacht dürfte der stets über allen thronende Spagat aus Tanzbarkeit und Atmosphäre sein. Somit funktioniert „Maturation“ genauso gut vor der Bühne wie an der heimischen Anlage. Kurzweiliger Pathos eben – und damit wohl sowohl für den TRAPPED UNDER ICE wie EMMURE, PARKWAY DRIVE wie auch EMBRACE THE END Fan unterhaltsam. Lediglich die Produktion lässt einen etwas unzufrieden zurück, wirkt teils zu steril, zu glatt. Und auch der Basssound ist zwar angenehm hervorgehoben, wirkt jedoch in seinem Klang eher wie ein fehlgeschlagenes Experiment.

WFAHM und Steffen – das war einmal. Ein Split, über den sich trauern ließ, welcher jedoch ebenso Anlass zur Freude ist, finden doch beide Pfade auf ihre ganz eigene Art und Weise ihr Ziel. Man darf also gespannt sein was da noch kommen mag – auch oder gerade in Hinblick auf „Steffens Neue“.


"Maturation" darf übrigens - mit selbstverständlicher Erlaubnis der Band - HIER kostenlos gedownloaded werden. Viel Spaß!


Tracklist:

1. The Brave
2. Go At Your Own Pave. That's What It's There For!
3. Swingtime Is Good Time And Good Time Is Better Time!
4. There Never Was An Aaron
5. Shit, I've Been Shot
6. You've Got To Decide Whether You're A Wolf Or A Sheep!

Alte Kommentare

von The Grotesque 27.11.2009 17:00

WFAHM haben es "in Windeseile qualitativ wie erfolgstechnisch selbst über den Underground hinaus zu einer der wichtigsten und kontroversesten Vertreter des Metiers" geschafft?? naja, naja...

von olivier // allschools 27.11.2009 17:03

Ich hätte auch schreiben können "MySpace-Hypeband". Die Band ist halt in der Szene mächtig bekannt und sobald irgendwas in Verbindung mit denen gepostet wird ist der Rattenschwanz beispielsweise in den Comments ellenlang.

von chichi 27.11.2009 17:23

naja, hab mir das ding einmal angehört, fands vom sound her eher 0815, bis auf den bass, der dann aber eher negativ aufgefallen ist. songwritingtechnisch auch nix wirklich neues. 6/10

von ohje.. 27.11.2009 17:24

langweilig, 0815.. aber olivier, du schreibst gut. solltest nur mal anders werten und überlegen was wirklich wichtig ist.. solange bleibst du für mich dsa kid, welches nicht ernst zu nehmen ist..

von olivier // allschools 27.11.2009 17:40

Dann klär mich auf. Was ist wirklich wichtig? Zumal ich hier schon genug zerrissen hab während ich anderes, weniger einfaches hier oft genug hervorgehoben habe (was ja auch eher mein Metier ist) - nur wird sowas dann scheinbar nicht mehr gelesen.

von Ron 27.11.2009 17:47

... find das Teil gut! Duchwachsen zwar, aber ist halt eine EP. Was wirklich wichtig ist, sollte doch jedem selbst überlassen sein. 7/10

von Tim 27.11.2009 18:40

finds gut, gefällt mir bis jetzt mega gut. weiter so

von zipper 27.11.2009 19:01

is nich überragend, aber auch nich schlecht. die 8P hier sind aber sicherlich der prominenz geschuldet... das teil würde hier im normalfall 6 abgreifen würd ich sagen und der bass sound macht wirklich (zumindest auf meiner anlage) so einiges kaputt. dieses komische geblubber is echt nervig. find ich gut, wenn man den bass schön raushört, aber dann doch bitte mit dem entsprechenden equipment und richtigem sound!

von arndt 27.11.2009 19:05

n bisserl arg viel "personenkult", der hier betrieben wird. Bei dem Satz "Ein Split, über den sich trauern ließ..." musse ich doch arg lachen. Ich hab das damals 3 Sekunden zur Kenntnis genommen und gut wars, obwohl ich WFAHM gerade damals ziemlich stark fand.

von olivier // allschools 27.11.2009 19:15

Ich war damals halt schon ziemlich geschockt, die Stimme gehörte für mich einfach dazu. Daher umso erfreulicher dass beide Fraktionen ihre Sache gut aus der Sache gemacht haben...my 2 Cents.

von vegan 27.11.2009 20:21

der wfahm/steffen split ist schlimm....ich kann seitdem nicht mehr so viel mit wfahm anfangen und hiermit genauso wenig!

von Rigle 27.11.2009 21:15

Also ich find die EP cool...verstehe nicht, warum dieser WFAHM-Vergleich so präsent ist....außer Steffens Stimme ham die doch nichts miteinander zu tun...und der Bass Sound ist doch geil - drückt wie Sau! :D

von molch 28.11.2009 07:07

love - is my everlasting! das fand ich damals ganz geil :) danach hat mein interesse an der band allerdings nachgelassen.

von ohje! 28.11.2009 10:47

warum eigentlich 8 punkte wenn du doch soviel kritisierst?

von olivier // allschools 28.11.2009 13:01

Hö? Bis auf die Produktion kritisier ich doch nichts! ;)

von mo 29.11.2009 12:51

da sind wir ja endlich.. wunderbar..ich sag es gerne noch 1000 mal: geieel! ..für mich die entdeckung des jahres. ok den grunzenden bass hätte man bei ein paar stellen etwas rausnehmen können, aber alles in allem sehr angenehm.

von ^^ 29.11.2009 14:32

liferuiner/recon mit wfahm gesang

von Tobe 30.11.2009 00:07

ja, genau...

von sk 30.11.2009 11:37

das album ist schlecht!

von The Grotesque 30.11.2009 11:49

8 köpfe sind auch meiner meinung nach 3 zuviel

von Aldaa!! 30.11.2009 18:28

Wahrscheinlich sind einige Erwartungen zu hoch, als das sie jemals erfüllt werden konnten?! Immerhin klingt sie nicht wie jede andere x-beliebige Metalcore-Band...

von Rico 30.11.2009 20:04

also ich find das hier richtig gut. auch die produktion hat unterhaltungswert. flach und knurrig um es in worte zu fassen. an "Swingtime Is Good Time And Good Time Is Better Time!" könnt ich mich glatt tothören. da ich mir letztens erst "Fleisch ist mein Gemüse" angeschaut habe, find ich den titel sogar noch lustiger!

von Yannick 03.12.2009 03:19

SCHUF!!! Das Wort heißt S C H U F !!!!!

von basti 04.12.2009 16:16

is da glutamat in der ep...die macht echt bock auf mehr! dafür schonmal 8 häuschen

von mukkel 11.12.2009 11:19

STAHLWITTCEN kommt

von asdf 13.12.2009 04:52

hätte mir jz ein bisschen mehr erwartet, aber gut habs mir eig auch nur angehört weil ich steffens vocals auf wfahm echt gemocht hab.

von 13.12.2009 06:46

von kotnascher 18.12.2009 17:54

bei allem Respekt...finde ,,für Hörer von xy empehlenswert"-Einschätzungen immer schwierig und auch unnötig weil es dem Artist wohl kaum Gerecht wird(nur meine Meinung), aber was dieses unfassbar behindert klingende, seelenlose Konglomerat aus falschem Personenhype und Babymetall, gepaart mit ,,wir sind einzigartig vom Sound"-Attitude und Kindergeschrei jemandem der auf HARDCORE a la TUI (bzw. Hardcore generell) steht geben soll, ist mir genauso klar wie die Haut von meinem Sack glatt ist...

von 28.12.2009 16:05

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Olivier H.

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"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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