Plattenkritik

Wolf X Down - Stray From The Path

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 12.07.2013
Datum Review: 28.10.2013

Wolf X Down - Stray From The Path

 

Mittlerweile ist „Stray From The Path“ schon ein viertel Jahr erhältlich, da aber das Album hier noch nicht besprochen wurde, ist es mir ein absolutes Bedürfnis, dies nun nachzuholen.
Nach „MMXI“ und „Renegades“ legen die 2011 gegründeten WOLF X DOWN, aus dem Ruhrpott stammend, mit „Stray From The Path“ ihren ersten Longplayer vor. Dieser ist aktuell als Vinyl und als Download erhältlich, eine Cd Version soll aber noch nachgelegt werden. Die Band selbst hat sich mittlerweile durch ihre stetige Live Präsenz und in erster Linie mit ihren durch und durch mit positiver Energie geladenen Shows einen Namen in der Szene gemacht.
11 Songs in 24 Minuten lassen vermuten, dass es in dieser Zeit nicht allzu viele Verschnaufpausen geben wird. Nach einem kurzen Intro geht es mit „Treasures Of The World“ direkt im Old School Stile mit entsprechendem Tempo los, jede Menge Breakdowns, Moshparts und Crew Background Vocals sorgen für einen perfekten Start. Durch den Zugewinn von Tobi als zweiten Gitarristen ist der Sound im Vergleich zu den Vorgänger Releases auch noch mal dichter, druckvoller und vielschichtiger geworden. Auch Larissas Gesang ist noch aggressiver geworden, mit rauer und rotziger Note und wenn es in der Songmitte von „Loss“ zum Break kommt und sie sich nur mit Gitarrenunterstützung ihre Wut aus der Seele schreit, macht man sich teilweise sich fast Sorgen, dass ihre Stimme das nicht über längere Zeit durchhalten kann.
Eine Art Straight Edge Hymne folgt mit „Reality Slap“. „I have the guts to say no! I am not part of it anymore – count me out“. Für mich kein Problem, zum einen, da ich früher selber viele Jahre lang Straight Edge war, zum anderen weil ich es absolut positiv finde, wenn Bands diesen Spirit weiter tragen und solange man den Gedanken vernünftig transportiert und keine Hardline Einstellung an den Tag legt, sich für was besseres hält und andere danach beurteilt ob sie Alkohol trinken oder nicht, ist der Straight Edge Gedanke in Zeiten von Komasaufen für mich noch positiver zu bewerten, als er das früher schon war.
In „Tables Will Turn“, einem Anti-Nazi Song kommt Jogges von den befreundeten EMPOWERMENT zum Einsatz und rotzt in seiner typischen Art und Weise einige Zeilen raus. Weitere Gastauftritte gibt es übrigens von Lucas (GONE TO WASTE) und Greg Bennick (TRIAL). Ganz neue Töne sind bei „Daydreaming“ zu hören, akustische Gitarre und fast nur gehauchter Gesang. Textlich auch sehr träumerisch, „I’ve always liked the wind playing with my hair, never felt as alive as with the gasp of fresh air”, bevor am Ende des Songs mit der Zeile “But nothing gold can stay, all we have, we wash away” der Hörer auf den harten Boden der heutigen Gesellschaft zurückgeholt wird.
WOLF X DOWN bleiben über die 11 Songs hinweg abwechslungsreich und es kommt keine Langeweile auf, auch wenn musikalisch hier nichts brand neues präsentiert wird, aber das was sie machen, das hat wird perfekt in Szene gesetzt. Ein Sound der an das erinnert was in den 90ern als New School durchgegangen wäre, die Breaks an der richtigen Stelle, und heute vermutlich fast schon wieder Old School ist.
Für mich ist „Stray From The Path“ neben der aktuellen TERROR Scheibe „Live By The Code“ DIE Hardcore Veröffentlichung des Jahres 2013. WOLF X DOWN werden ihren Weg gehen, wer traditionellen Hardcore im metallischen Old School Mosh Gewand mag, kommt an dieser Band nicht vorbei und ja auch falls man nicht Vegan Straight Edge sein sollte, kann man diese Band hören, denn auch wenn diese Themen selbstverständlich hier thematisiert werden, haben WOLF X DOWN darüber hinaus noch jede Menge mehr zu sagen, sozialkritisch in vielerlei Hinsicht und alles andere als ruhig oder gewillt klein bei zu geben.
„Back to back, reached hands, clenched fists, we stick together – revolt, rebel, resist!”
Hört euch die Platte an, schaut euch die Band live an und lasst euch von ihrer Energie anstecken und begeistern. This is Hardcore!

Tracklist:
1. Intro
2. Treasures of the World
3. Loss
4. Reality Slap
5. Loving Embrace
6. Tables Will Turn
7. Stray From The Path
8. Crown Of Thorns
9. Daydreaming
10. No Silent Approval
11. Captives

Alte Kommentare

von Sascha 28.10.2013 17:06

Kann man sehr gut hören! Erinnern mich auf ne gewisse Weise an EXPIRE - und das ist ein Kompliment.

von hmm 29.10.2013 00:56

das artwork geht mal gar nich klar

von Vandersmutify 30.10.2013 22:38

Wird hier das Album reviewed oder das artwork?

von niedlich 01.11.2013 11:43

17jährige kids, die seit nem halben jahr edge sind und auf andere herabblicken, die es nicht mehr sind. p.ss: artwork ist eine einzige frechheit

von @niedlich 02.11.2013 06:57

Word! Und Larissa is wohl das Jennifer-Rostock-Rolemodel für die Szenemädels.

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Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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