Plattenkritik

Woods Of Desolation - Torn Beyond Reason

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Release Date: 25.02.2011
Datum Review: 12.03.2011

Woods Of Desolation - Torn Beyond Reason

 

Depressiver, finsterer Metal boomt. Bands wie LIFELOVER oder SHINING haben dazu beigetragen, dass Suicidal-Black-Metal in den letzten Jahren so populär geworden ist. Nun kommen mit WOODS OF DESOLATION Australier um die Ecke, die ihrer eigenen Aussage nach auch „depressiven Black-Metal“ spielen, dies aber eher verträumt und an die Franzosen ALCEST erinnernd, tun. Versucht wird nicht so destruktiv, sich im eigenen Mitleid labende, vorzugehen wie die beiden Eingangs erwähnten Bands.
„Torn Beyond Reason“ ist das zweite Full Length Album von WOODS OF DESOLATION, deren Mitgliedern auch in AUSTERE und NAZXUL aktiv sind. Wo die im Vorjahr veröffentlichte EP „Sorh“ noch mit einem schlechten Produktion und holprig gespielten Instrumenten „glänzte“, haben sich diese Makel wie durch Geisterhand weggewischt – gut vielleicht nicht ganz, denn der Gesang befindet sich in der Produktion immer noch im Hintergrund und das Schlagzeug klingt an einigen Stellen zu dominant und aufdringlich. Es wird auf „Torn Beyond Reason“ sehr viel mit Klangteppichen und weiten Melodiebögen gearbeitet und so versucht eine dichte Atmosphäre und beim Hörer Melancholie entstehen zu lassen. Es ist schwierig aus diesem schlüssigen Gesamtwerk einzelne Lieder herauszustellen, aber das herausstechenste Lied des Albums ist vielleicht das Instrumentalstück „November“ welches eine beinahe fröhliche Grundstimmung vermittelt und damit im krassen Kontrast zu den restlichen fünf Liedern des Albums steht.
Wem es Spaß macht sich von der Musik tragen zu lassen und zu träumen, wer sich bei depressiven Black-Metal nicht zwangsläufig in Selbstmitleid suhlen möchte, sondern in diesem Genre auch offen für neue musikalische Interpretationen des Themas ist, der sollte WOODS OF DESOLATIONs Zweitwerk auf jeden Fall einmal antesten. Für mich die erste Black-Metal Überraschung des Jahres!


Tracklist:

1.Torn Beyond Reason
2.Darker Days
3.An Unbroken Moment
4.The Inevitable End
5.November
6.Somehow…

Alte Kommentare

von Anonymous 12.03.2011 14:11

Gues Album.

von blabla 13.03.2011 02:39

"dies aber eher verträumt und an die Franzosen ALCEST erinnernd tun" Ja ne ist klar. Kaum macht Herr Neige DepriBM mit Shoegaze salonfähig klingen Woods Of Desolation also nach Alcest? Ich ragiere. Ein Vergleich mit Austere wäre doch wesentlich zutreffender.

von Mastei 13.03.2011 07:53

Austere kennt aber wahrscheinlich niemand, da finde ich einen Vergleich mit einer bekannteren Band besser.

von Woods of Infinity 14.03.2011 08:33

sind definitiv die bessere Band!

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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