Plattenkritik

Wretched - Beyond The Gate

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 03.08.2010
Datum Review: 08.08.2010

Wretched - Beyond The Gate

 

Das erste Lebenszeichen “The Exodus Of Autonomy“ wirkte noch ein wenig identitätslos, mit “Beyond The Gate“ legen WRETCHED zu. Das Quintett aus North Carolina geht nach wie vor verkopft zu Werke, löst diese Progressivität aber immer wieder durch hoch hinaus trabende Gitarrenmelodien auf und erinnert dabei stellenweise an die Virtuosität eines Chuck Schuldiner. Technisch macht den Herren um den guten Sänger Billy Powers so schnell keine Band im Deathcore Dschungel etwas vor, doch WRETCHED heben sich wohltuend von der Masse ab. Da wären beispielweise die immer wieder eingestreuten Thrash Läufe, die dem Gefrickel durch zielgerichtetes Geknüppel ein Ende setzen. Weiterhin vermehrten sich die Melodic Death Anteile, an denen sich die schwedische Schule in punkto Harmonien für Millionen noch eine Scheibe abschneiden könnte. Und dann kommt „On The Horizon“! Grieg, Dvořák, Debussy? Nein, WRETCHED goes Klassik. Ein mutiges Unterfangen, denn schnell könnte ein solches Unterfangen den sogenannten Griff in das Klo darstellen. Aber es passt zur Filigranität der Band, genau an dieser Stelle, an der bereits alles zum Deathcore gesagt wurde, einzubauen. „Part II - Beyond The Gate” entzückt dann ebenfalls mit diesen seichten, orchestralen Klängen, im Unterschied zum 6. Track allerdings eingebaut im Dampfkessel der Erschütterungen. „The Talisman“ hält dann noch einmal ein instrumentalen Leckerbissen bereit, der für einen kaiserlichen Abschluss eines der Normalität im Tagesgeschäft entrückten Albums sorgt. Da „Beyond The Gate“ dann noch vor Homogenität strotzt (die nicht geschenkt wird, sondern erarbeitet werden muss), mit Druck klotzt und einem Dan Seagrave Artwork aufgemotzt wurde, sollte WRETCHED der Weg nach einem solchen Album gen oben durch eine Anschaffung geebnet werden.

Tracklist:
01. Birthing Sloth
02. The Deed Of Elturiel
03. In The Marrow
04. A Still Mantra
05. Cimmerian Shamballa
06. On The Horizon
07. Part I - Aberration
08. Part II - Beyond The Gate
09. My Carrion
10. The Guardians of Uraitahn
11. The Talisman

Alte Kommentare

von Ray 08.08.2010 15:30

Platte ist wirklich ziemlich gut und wirkt auf mich erfrischender als die meisten Deathcorebands. Was das Cover anbelangt scheint wohl jemand sehr auf Psycroptic zu stehen^^ 8 Punkte gehen voll in Ordnung.

von 14.08.2010 09:40

von 15.08.2010 03:25

von Zombiebunker 15.08.2010 11:34

Ne, die stehen nicht auf Psycroptic, sondern haben nur den gleichen Coverkünstler, den auch schon Decrepit Birth und X Death Metal Kapellen anfang der 90er beauftragten. Dan Seagrave heißt der Mann.

von Zombiebunker 15.08.2010 11:35

Im Übrigen finde ich, dass die Songs sehr nach einem The Faceless Rip Off mit Black Dahlia Murder Einschüben klingen. Gefällt mir aber irgendwie. Vor allem, da The Faceless einfach nichts Neues mehr rausbringen. Schon frisch vom Klang.

von @Zombiebunke 15.08.2010 15:18

lies doch mal das review, da steht das mit dem coverartworker drin trotzdem danke!

von Zombiebunker 15.08.2010 17:01

Ne, dann rege ich mich nur über schlechten sprachlichen Stil auf. ;)

Autor

Bild Autor

Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

Suche

Social Media