Plattenkritik

Wye Oak - Civilian

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Release Date: 04.03.2011
Datum Review: 09.03.2011

Wye Oak - Civilian

 

Es ist wahrlich nicht übertrieben wenn man behauptet, dass das 2009er “The Knot“ von WYE OAK ein Ausnahmealbum war. Niemand spielte bis dato so beherzt mit düsteren Harmonien, verträumten Gitarrenwänden und einer grundsoliden Basis die auf Folk und brachialer Gitarrenmusik bestand. Dass die Platte damals wenig bis gar keine Beachtung bekam war dabei einfach nur die große Unverschämtheit. Glücklicherweise sind WYE OAK nun auf CitySlang gelandet und veröffentlichen mit „Civilian“ ihr drittes Album. Jenes ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie stark die anspruchsvolle Szene rund um Baltimore agiert.

Und dabei sind WYE OAK, denen ja schon die verrücktesten Genrebezeichnungen an den Kopf geworfen wurden, immer dann gut, wenn sie unberechenbar werden. Man nehme das bedrohlich beginnende „Holy Holy“ mit seinem zuckersüßen Refrain oder das großartige „Plains“, welches so ganz plötzlich aus der Lethargie reißt und mit gut koordiniertem Lärm für eine Überraschung mehr sorgt, als hinter den Songs von WYE OAK ohnehin schon stecken. Es ist deshalb auch ein schweres Unterfangen „Civilian“ zu erklären. So eingängig wie mit der selbstbetitelten Vorab-Single wird es nicht mehr, trotzdem aber genauso groß. Man beschränkt sich eben nur darauf, Melancholie nicht all zu sehr in den Vordergrund zu drängen, wie es wahrscheinlich 80% aller Bands gerne getan hätten. Das zeichnet WYE OAK auch dieses Mal aus und lässt „Civilian“ zu einem großartigen Streich werden, während man so unbeschwert klingt wie wenig vergleichbares. Auch unbedingt live anschauen!

Tracklist:


1. Two small deaths
2. The alter
3. Holy holy
4. Dogs eyes
5. Civilian
6. Fish
7. Plains
8. Hot as day
9. We were wealth
10. Doubt

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Raphael

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