Plattenkritik

Yeah Yeah Yeahs - Show Your Bones

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.03.2006

Yeah Yeah Yeahs - Show Your Bones

 

Die Erwartungen an das trashige New Yorker Art-Punk Trio der YEAH YEAH YEAHS war unermesslich groß und bereits im Vorfeld beschrieb die charismatische Frontfrau Karen O das neue Album als das, was passiert wenn man "den Finger in eine Steckdose hält". Das zur absolut angesagten Combo avancierte Gespann heimste für seine Debüt Longplayer "Fever To Tell" Gold in Großbritanien und in den USA ein und steht nun mit seinem erst zweiten Longplayer "Show Your Bones" in den brodelnden Startlöchern.

Seit der fantastischen Ep und dem aufsehenerregenden Album im Jahr 2003 ist viel passiert. Die einzelnen Bandmitglieder haben sich in den verschiedensten Musik- und künstlerischen Projekten ausgelebt oder begleiteten, wie Nick, BRIGHT EYES auf Tour. Für "Show Your Bones" nutzten die YEAH YEAH YEAHS die Zeit um ihr vergangenes glamouröses Werk ein wenig aus der Distanz zu betrachten. Wiederholen wollte eine derart künstlerisch angestachelte Band sich nun wirklich nicht, die gestreuten Gerüchte über ein Konzeptalbum über Karens Katzer oder eine komplette Akustikscheibe erwiese sich jedoch ebenfalls als eine falsch Fährte. Einen ziemlich guten Eindruck vom neuen Album verschafft einem die erste Single und zugleich der Opener "Gold Lion", der sich ein wenig verhaltener als sein Vorgängeralbum zeigt und dennoch mit betörender Disharmonie und dem berauschende Karen O Faktor punktet. Gegen Mitte des Albums wird die Scheibe zu einem einzigartigen Highlight, wenn sich der Retrokracher "Cheated Hearts" entfaltet, das märchenhaft verträumte "Dudley" den Zuhörer betört oder mit "Mysteries" das Gaspedal durchgedrückt wird. Das Trio überrascht ebenfalls mit akustischen Einsätzen die wie bei "Sweets" sogar in die Folkecke abdriften. "Show Your Bones" ist ein absolut eigenständiges Album, dem vielleicht ein wenig die magischen Hits wie "Y Control" fehlen, die den Hype begründeten, langfristigen Hörgenuss liefert die Scheibe jedoch definitiv.

Release: 24.03.2006

Tracks:
1. Gold Lion
2. Way Out
3. Fancy
4. Phenomena
5. Honey Bear
6. Cheated Hearts
7. Dudley
8. Mysteries
9. Sweets
10. Warrior
11. Turn Into
12. Deja Vu

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Torben

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Allschools Chef

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