Plattenkritik

Year Of The Goat - Angels' Necropolis

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Release Date: 07.12.2012
Datum Review: 15.12.2012

Year Of The Goat - Angels' Necropolis

 

Okkultrock boomt weiter. Was vor allem im letzten Jahr THE DEVIL´S BLOOD, GHOST oder IN SOLITUDE angestoßen haben, führen YEAR OF THE GOAT nun weiter. Mit zwei EPs konnten die Schweden bereits im Vorfeld auf sich aufmerksam machen, mit „Angels' Necropolis“ steht nun das Debütalbum in den Läden.

Schon auf „Lucem Ferre“ war abzusehen, dass YEAR OF THE GOAT mit einem ganzen Album musikalisch die Position von The Devil's Blood einnehmen könnten. Dass sie medial nicht den selben Einschlag erreichen würden war ebenso klar, denn die eher zurückhaltenden Nordeuropäer polarisieren nicht in der Art wie es die Herrschaften rund um Selim Lemouchi tun.
Ähnlichkeiten zu ihren Labelgenossen gibt es dennoch. Beide schwören sie auf die (Okkult-)Rock-Musik der 60er und 70er, beide schreiben sie häufig Songs, die den Fokus auf eingängige und fesselnde Elemente legen. So ist schon der Opener „For The King“ ein Ohrwurm aller erster Colour, welcher mit einem großartigen hymnischen Refrain punktet und sich schnell im Ohr festsetzt. Das gleiche gilt für „Spirits Of Fire“ und „I'll Die For You“. Die wahren Meisterleistungen sind jedoch die beiden überlangen Nummern „Angels' Necropolis“ und das abschließende „Thin Lines Of Broken Hopes“. In diesen präsentieren YEAR OF THE GOAT ihr ganzes Können. Über zehn Minuten lang schaffen sie es die Spannung hoch zu halten und überraschen immer wieder mit neuen Facetten. Besonders das hypnotische Ende des Schlusstracks weiß zu begeistern.

Dass YEAR OF THE GOAT das Rock-Genre nicht revolutionieren ist klar. Sie greifen auf altbewährte Dinge zurück, packen noch die eine oder andere gefällige Melodie dazu und verzieren das Gesamtpaket dann noch mit okkulten Texten. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen. Ein Album vollgepackt mit Liedern die entweder gleich beim ersten Durchlauf so richtig zünden, oder - das gilt vor allem für die beiden Longtracks - sich bei mehrmaligem Hören entfalten.

Trackliste:

1. For The King

2. Angels’ Necropolis

3. Spirits Of Fire

4. A Circle Of Serpents

5. Voice Of A Dragon

6. This Will Be Mine

7. I’ll Die For You

8. Thin Lines Of Broken Hopes

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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