Plattenkritik

Youth Group - Skeleton jar

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 02.11.2005

Youth Group - Skeleton jar

 

Es gibt Plattenkritiken die gehen nicht so leicht von der Hand weil das zu Besprechende Thema,in diesem Fall Youth Group, einfach zu ungleichmäßig auf meine Geschmacksnerven wirkt. Auf der einen Seite klingt „Skeleton Jar“, das Zweitwerk der australischen Band Youth Group, wie eine Mischung aus Pavement und Death Cab For Cutie mit einer Portion Nada Surf, was ja irgendwie extrem ansprechend für Freunde des gepflegten Indie Pops wirkt, aber auf der anderen Seite natürlich auch ein schmaler Grad zwischen Unscheinbarkeit und Langeweile werden kann, sofern es in der falschen Stimmung gehört wird ( Hördurchgang vier und fünf ). In ihrer Heimat Australien sind die Jungs von Youth Group schon mit ihrem Debüt „Urban & Eastern” aus dem Jahr 2001 durchgestartet und schicken sich nun an, den Rest der Welt zu beglücken. Ich wünsche ihnen dabei alles gute denn sie schaffen es nach den ersten Hördurchgängen Melancholie, eingängige Melodien und Gitarren so zu kombinieren, dass sich der Hörer nicht an einem Übermaß an Pathos stößt sondern einfach durchatmet und die Musik schalten und walten lässt. Hier poltert das Schlagzeug und da schrammelt die Gitarre, mal ist es laut und etwas härter mal seicht und schauerlich schön. Die Stimme von Sänger Toby Martin ist wie geschaffen für gefühlsbetonte Songs geht aber auch gern mal die etwas rauere Gangart was zu einem schönem Wechselspiel führt und die Stücke an sich noch mehr zur Geltung bringt. Die elf Songs des Albums sind allesamt super zu hören und dienen nicht nur als Hintergrundmusik auf Studentenpartys sondern auch als Soundtrack für herbstliche Sonntage mit viel Sonne. Somit bleibt mir nur zu sagen das Youth Group einen guten Job mit Ihrer Platte gemacht haben und einen semialternativen Fan mehr begrüßen dürfen.

Anspieltipp : Baby Body oder Someone Elses dream

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Björn

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