Plattenkritik

ZOAX - Zoax

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Info

Release Date: 13.05.2016
Datum Review: 18.05.2016
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. The Bad Blood (3:13)
02. Devil Dance (3:02)
03. Roses All The Way (2:54)
04. Fly High (3:24)
05. ZuperHeroez (2:19)
06. The Wave (4:52)
07. Good Times (3:04)
08. Mirrors (3:40)
09. KSYCHIA (2:51)
10. King And Queen (3:29)
11. Alive In Sound (3:54)
12. Slàn (3:05)

Band Mitglieder

 

Adam Carroll – vocals
Joe Copcutt – bass
Douglas Wotherspoon – guitar
Sean Weir – guitar
Jonathan Rogers – drums

 

 

Es gibt Bands, die sich so viele musikalische Freiheiten nehmen, dass sie so gut wie gar nicht zu kategorisieren sind. Auch ZOAX aus London gehören zu diesen Artgenossen, die ihre Musik zwar irgendwo im Rock ansiedeln, aber so viele Einflüsse in sich vereinen, dass eine endgültige Identifikation schon fast unmöglich ist.

 

Nach zwei EPs präsentiert Englands Geheimtipp ZOAX nun sein gleichnamiges Debütalbum. Wer die Briten kürzlich auf der Abschiedstour von FUNERAL FOR A FRIEND live erleben durfte, wurde Zeuge der besonderen Spielfreude dieses Fünfers. Dass das Livespielen zu ihren Stärken und Vorlieben gehört, haben sie in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt.

Nun galt es diese Stärke auch auf Albumlänge zu bannen. Und woran viele Bands vor ZOAX scheiterten, haben die Briten auf ihren zwölf Albumtracks mehr als ordentlich gemeistert. Verpackt in einer organischen Produktion, dauert es nicht lange, bis man feststellt, das ZOAX nicht nur über Spielfreude verfügen, sondern auch mit einem umfangreichen, spielerischen Vermögen gesegnet sind. Mit anderen Worten: Der Fünfer weiß ganz genau, seine Einflüsse und Fähigkeiten gekonnt zu mischen und in Szene zu setzen. Dabei ist es für den Zuhörer gleichermaßen spannend und aufregend, wie die Briten ihren Rock gestalten und in ganz verschiedene Richtungen leiten. Immer nach vorne orientiert mischen ZOAX Rock mit einer Portion Soul, Jazz und leichten Raggaeinflüssen. Es ist im Grunde nie wirklich vorhersehbar in welche Richtung sich ein Song entwickelt. Natürlich verlangt es anfangs seine Zeit, bis man mit ZOAX richtig warm wird. Was in der Instrumentierung noch so gerade im Rahmen bleibt, kratzt im manchmal arg herausgepressten Gesang schon an der Toleranzgrenze.

 

Selbstverständlich hätten ZOAX sich ganz einfach irgendwo in der Schublade des Rock ein sicheres Plätzchen suchen können. Doch sie haben sich mit Absicht zwischen die Stühle gesetzt, um nicht überhört zu werden. Das ist einerseits mutig, im Falle ihres Debüts aber auch etwas riskant.

 

 

 

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Mulder

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