Interview mit Ikaria

02.07.2009
 

 

Hallo Jungs, wie geht es euch? Wie läuft die Tour?

Wie es uns geht, hängt momentan eng mit der Tour zusammen. Deshalb beantworten wir die erste und zweite Frage zusammen. Die Tour läuft gut, den Leuten gefällt es. Offensichtlich haben sie Freude dabei, zuzuhören und dabei zu sein. Das ist sehr schön.

Wie sind die Stimmen zu eurer Platte bisher?

Insgesamt wird die Platte ja positiv angenommen. Teilweise bemerkt man zwar, dass manche keine Zeit gehabt haben, die Platte richtig zu hören und kamen dann zu Bewertungen, die wir nicht wirklich verstehen. Der Platte vorzuwerfen, dass sie nicht abwechslungsreich ist, das verstehen wir nicht. Wichtig für uns ist aber, dass bisher der Großteil sagt, die Platte ist durchdacht, gut und berührend. Schöner kann es ja kaum sein.

Was steckt hinter dem Titel "Repair My History"?

Repair my History ist eine Textzeile von Barra Head. Übrigens recht interessant, dass das bisher noch keiner thematisiert hat. Mit dem Titel wollen wir aber nicht Barra Head lobpreisen, sondern es war eher eine Inspiration. Unsere Texte sind die Auseinandersetzung mit der persönlichen Vergangenheit, aber Repair my History bedeutet für uns auch, die Entwicklungsgeschichte der Band. Rückschläge wegzustecken, sich Ziele zu setzen, weiterzugehen.

Eure Platte ist sehr vielschichtig, daher interessiert es mich was eure musikalischen Vorbilder sind?

Die Frage ist schwierig. Wir kommen alle aus recht unterschiedlichen Richtungen. Jean-Jacques beispielsweise kommt eher aus dem Drum'n'Bass- und Jazz-Bereich, Michael, Hendrik und Julius aus dem Hardcore- und Indie-Bereich. Aus diesem Grund ist es schwierig zu sagen, welche Vorbilder man hat. Sowieso ist einer der wichtigsten Schritte, den man machen muss, sich von seinen Vorbildern zu emanzipieren und für sich gefühlt einen Schritt weiter gehen, um dann tatsächlich da anzukommen, wo man hin möchte. Die Vielschichtigkeit der Platte ist das Resultat. Die verschiedenen musikalischen Interessen finden auf der Platte ihr Abbild.

Was inspiriert euch beim Songwriting am meisten?

Am meisten inspiriert uns das persönliche Empfinden. Wenn man so weit gehen möchte, könnte man auch sagen, dass sogar manche Takte aus einem persönlichem Gefühl entstehen bzw. genutzt werden. Wenn man sich vielleicht gerade nicht so gut fühlt, wird der Song vertrackter. Bei manchen Songs machen wir aber auch relativ klare Ansagen und spielen straighter. Außerdem darf man auch nie vergessen, dass Songs immer ein Konglomerat der Ideen aller Bandmitglieder sind. Oftmals schreibt einer grundlegend den Song und ein anderer bringt den Text. Die Stimmung der Songs wird bei uns darüber hinaus auch maßgeblich vom Schlagzeug erzeugt. Etwas was wir ganz bewusst nicht konstruieren oder zu Hause vorproduzieren können. Das lassen wir größtenteils analog „entstehen“.

Welche Lektüren / Platten / Filme habt ihr mit auf Tour?

Bud Spencer, Cobretti (Die neue Captain Capa), Reno 911, Refused, Johnny Kasalla. Ok! Magazin, Kreuzworträtsel, YouTube (Pathos, unser Labelchef, hat sein iPhone dabei!)

Was kann man von Ikaria im Laufe des Jahres noch erwarten ?

Wir waren bis kurz vor der Tour im Studio und haben einen neuen Song aufgenommen, den wir im Sommer als EP rausbringen werden. Es wird Remixes von Captain Capa geben, Tomarcte und weiteren Leuten. Im Herbst werden wir Touren und noch eine Single machen und natürlich das nächste Album aufnehmen.

Das war es auch schon. Ich wünsche euch viel Glück weiterhin und macht weiter so!

Vielen Dank! Es war uns eine Freude!
Ikaria