Plattenkritik

MÜLHEIM ASOZIAL / COCKTAILBAR STAMMHEIM - Fresst Scheisse

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 14.02.2014
Datum Review: 25.06.2015
Format: Vinyl Digital

Tracklist

 

1.Mülheim Asozial - Bundesgartenschau 01:56
2.Mülheim Asozial - S.C.F.T. 01:41
3.Mülheim Asozial - Bullen raus 01:32
4.Cocktailbar Stammheim - Jagt der deutschen Einheit 02:12
5.Cocktailbar Stammheim - Flingern bleibt dreckig 01:42
6.Cocktailbar Stammheim - Kein Beton 02:05

MÜLHEIM ASOZIAL / COCKTAILBAR STAMMHEIM - Fresst Scheisse

 

 

MÜLHEIM ASOZIAL gehören schon nach ihrem Debütalbum "Famile & Beruf" zu den ganz großen im Deutsch-Punk. Von allen Seiten abgefeiert, verehrt und mit Lob überhäuft. Die ironischen Texte, gepaart mit klassischem, lautem Punk-Rock kommen an. Von daher nicht lang schnacken und gleich die nächste Platte auf den Markt werfen, um den Erfolg zu unterstreichen.

Hierfür haben sich MÜLHEIM ASOZIAL mit COCKTAILBAR STAMMHEIM zusammen getan. Und diese schlagen in die gleiche, ungehobelte Kerbe wie MA! Wütend, dreckig und angepisst, aber immer mit genügend Humor. MÜLHEIM ASOZIAL und COCKTAILBAR STAMMHEIM haben sich gesucht und gefunden. Jede Kritik an Polizei, BuGa oder Sonstigem wird ironisch verpackt und auf einem Silbertablett serviert. „Bundesgartenschau“, „S.C.F.T.“ und „Bullen raus“ sind allesamt Hits. Auch wenn es mit 3 Songs kein neues Album ist – MA haben damit trotzdem bewiesen dass „Familie und Beruf“ keine Eintagsfliege war.

Und auch CS beweisen dass sie Ambitionen haben, nach ganz oben zu kommen. „Jagd der deutschen Einheit“, „Kein Beton“ und „Flingern bleibt dreckig“, bei dem ich immer wieder fingern verstanden habe und deshalb mehr als irritiert war, machen sich auf der Rückseite mindestens genauso gut. Für ein Duo mehr als beachtlich.

Eine Split wie man sie sich wünscht. 6-mal geiler Punk-Rock, mit der nötigen Portion Humor. Genau jenem, der den heutigen „Ist das noch Punkrock?/Punkerpolizei“-Punks gerne mal fehlt.
Also kaufen oder fresst Scheiße. Oder eben beides!

Autor

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Janik E.

Autoren Bio

Janik E. // 24 // love music. hate fascism.