Plattenkritik

Sigh - Scenes From Hell

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Release Date: 29.01.2010
Datum Review: 07.03.2010

Sigh - Scenes From Hell

 

 

Kurz vor dem Ableben, in dem Augenblick, als das ganze Leben in einem Bruchteil einer Sekunde an einem vorbeifliegt, kommen SIGH und vertonen dieses besonderen Moment. Ihr achtes Album „Scenes From Hell“ besticht neben dem grandiosen Artwork von Eliran Kantor durch völlig abgedrehten Black Metal, der weder vor Saxofon-Einlagen noch vor Jazz-Pirouetten halt macht. Die Japaner um Mastermind Mirai Kawashima, der am Mikro durch Gastauftritte von Kam Lee (DEATH, MASSACRE) und David Tibet (CURRENT 93) entlastet wurde, sind bereits seit 20 Jahren aktiv und wissen genau, wem sie was zu bieten haben. Nicht umsonst verweisen sie für die Promo Maschinerie auf DIMMU BORGIR, SLAYER und Wagner. Mit allerlei klassischen Instrumenten im Gepäck und einem stark besetzten Orchester im Rücken nehmen sich die Black Metal Sinfoniker nicht allzu ernst und hauen in WALTARIscher Manier acht mit Samples gespickten Hochgeschwindigkeitsverrücktheiten durch die Lauscher, die dem open minder mehr als munden sollten. Der einzige Kritikpunkt ist der etwas distanzierte Sound, der zwar von Death Metal Legende James Murphy gemastert wurde, aber viel zu drucklos und matschig anmutet.

Tracklist:
1. Prelude to the Oracle
2. L`art de Mourir
3. The Soul Grave
4. The Red Funeral
5. The Summer Funeral
6. Musica in Tempora Belli
7. Vanitas
8. Scenes from Hell

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt