Plattenkritik

TESSERACT - Sonder

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 20.04.2018
Datum Review: 17.05.2018
Format: CD

Tracklist

 

01. Luminary
02. King
03. Orbital
04. Juno
05. Beneath My Skin
06. Mirror Image
07. Smile
08. The Arrow

Band Mitglieder

 

Acle Kahney - Guitar
James Monteith - Guitar
Jay Postones - Drums
Daniel Tompkins - Vocals
Amos Williams - Bass

TESSERACT - Sonder

 

 

„Sonder“ heißt nun das neue TESSERACT-Album, das die Briten vor gut drei Wochen veröffentlicht haben. Die insgesamt fünfte Scheibe hält viele Überraschungen parat, weshalb ich jetzt bereits empfehle, sich das Album reinzuziehen. 

 

 

 

Schon der erste Song „Luminary“ hat bei mir für Gänsehaut gesorgt. Nicht nur wegen des mitreißenden Refrains, der den Zuhörer wie eine Hymne in seinen Bann zieht. Vor allem hat das Stück eine gute Balance zwischen Metal-Elementen und ruhigeren, fast schon Math-Rock-ähnlichen Passagen. Einzig die Länge des Songs ist mit ca. drei Minuten vielleicht ein bisschen zu kurz geraten. 

 

Dafür dauert die zweite Nummer „King“ mit sieben Minuten schon etwas länger. Einerseits mag einem der Song aufgrund seines langsamen Tempos ein bisschen zu träge erscheinen. Anderseits sind die Übergänge zwischen verschiedensten musikalischen Stimmungen absolut fließend. Hut ab! 

 

Ziemlich interessant geht es auch mit den nächsten beiden Liedern weiter. Mit „Orbital“ erlauben sich TESSERACT eine schöne, hörenswerte Ballade, die man quasi als den Ruhepol des Albums bezeichnen kann. Vor allem die anschließende Single „Juno“ hat mir beim Zuhören Spaß gemacht. Mit groovigen Gitarrenriffs, funky Basslines und abwechslungsreichen Drums geben TESSERACT dem Album auch ein etwas schwungvolleres Image. 

 

Das Ende von „Sonder“ wird durch den elfminütigen Brocken „Beneath My Skin / Mirror Image“ eingeleitet. Leider kann ich die Nummer nicht in wenigen Sätzen beschreiben, dafür passiert in diesem Song einfach zu viel. Hört euch diese komplexe Nummer einfach ein paar mal an, es lohnt sich auf jeden Fall.

 

Schließlich schaffen es TESSERACT, mit „Smile“ und „The Arrow“ die Platte perfekt abzuschließen. „Smile“ hat eine etwas spannende, stellenweise auch epische Atmosphäre. Hierbei ist auch der nahtlose Übergang zum letzten Song „The Arrow“ der Band gut gelungen, der das Album mit einem schönen Fade-out gut abrundet. 

 

Zusammenfassend bin ich mit der Scheibe durchaus zufrieden, jedoch ist mir der Gesang an manchen stellen zu poppig. Ich persönlich hätte mir mehr Screamvocals gewünscht, aber das bleibt wohl Geschmacksache. Jeder, der zumindest auf Progressive Metal steht, sollte ich mit „Sonder“ einmal auseinandersetzen. Bemerkenswert finde ich es auch immer wieder, wie TESSERACT es schaffen, für jedes Album etwas Innovatives zu schreiben, ohne sich jedoch vom Grundstil der Vorgängeralben zu entfernen. Ich bin gespannt, was vom Quintett in Zukunft noch zu erwarten ist.

 

Autor

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Christoph

Autoren Bio

Gitarrist, Songwirter und Radiomoderator aus der Umgebung Nürnberg. Nebenbei Philosophie/Politik-Student. Musikalische Vorlieben reichen vom Metalcore bis einschließlich zum Bebop.