Plattenkritik

Terrorizer - World Downfall

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Release Date: 01.01.1989
Datum Review: 18.08.2007

Terrorizer - World Downfall

 

 

Nach dieser Veröffentlichung sollte nichts mehr so sein wie es früher einmal gewesen war. „World Downfall“ gilt unter allen Grind- und Deathfetischisten als absoluter Klassiker und ist heute noch Referenzwerk vieler Bands. Was mich immer wieder überrascht ist die Zeitlosigkeit der einzelnen Tracks. Auch nach 18 Jahren (viele Tracks wurden dabei schon wesentlich eher geschrieben, Stichwort: Nausea) hat dieses Werk nichts an Intensität und Brutalität eingebüßt. Schuld daran ist zum Einen das unendlich geile Schlagzeugspiel von Pete Sandoval (Morbid Angel), der in meinen Augen sein Schlagzeug danach nie wieder mit so viel Gefühl und Groove beackerte. Zum Anderen die Gitarrenarbeit um Jesse Pintado (R.I.P.), der nach den Aufnahmen bei Napalm Death einstieg. Die Vocals steuerten Oscar Garcia und teilweise David Vincent (Morbid Angel) bei.
Was mir damals im Unterschied zu vielen anderen gleich gelagerten Bands aufgefallen ist, sind die sehr politisch gehaltenen Texte, die eher dem Grindcore (der aus dem Punk hervorgegangen ist) als dem Death Metal zuzuordnen sind.

Produziert wurde das Biest von Scott Burns, einem Producer, den bis dato noch keiner kannte, der aber danach einer der wichtigsten Death Metal Produzenten Anfang bis Mitte der Neunziger werden sollte.

Eines noch: Das Album wurde in nur 2!! Tagen im Studio eingeprügelt. Dennoch ist der Sound dermaßen richtungsweisend, dass er ein gesamtes Genre maßgeblich beeinflusste.

Danke an alle Beteiligten für diesen Meilenstein…

Anspieltipps: Fear Of Napalm, Storm Of Stress, After World Obliteration

Tracks:
1. After world obliteration
2. Storm of stress
3. Fear of napalm
4. Human prey
5. Corporation pull-in
6. Strategic warheads
7. Condemned system
8. Resurrection
9. Enslaved by propaganda
10. Needs to live
11. Ripped to shreds
12. Injustice
13. Whirlwind struggle
14. Infestation
15. Dead shall rise
16. World downfall



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Clement

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Ich fühle mich zu alt