Plattenkritik

Thursday - Common Existence

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Release Date: 13.02.2009
Datum Review: 07.02.2009

Thursday - Common Existence

 

 

"Full Collapse" markierte den Durchbruch einer jungen Band aus New Brunswick, die sich mit ihrem charakteristischen Sound an die Spitze einer ganzen (zweiten) Emobewegung setzte. Es folgte ein eher enttäuschender Major Label Einstand mit "War All The Time" und die imposanten Rehabilitierung in Form von "A City By The Light Divided", einer Liebeserklärung an die alten Fans trotz eklatanter Weiterentwicklung.

"Common Existence", der fünfte THURSDAY Longplayer, steht im Zeichen der Lossagung der Band von den Major-Zwängen. Die neu gewonnene (kreative) Freiheit nutzte Geoff Rickly unter anderem dazu sich bei UNITED NATIONS auszutoben und ein äußerst vielversprechendes Split Release mit den japanischen ENVY aufzunehmen. Der Nachhall der besagten Engagements begleitet den Hörer durch die gesamt Distanz von "Common Existence", welches THURSDAYs Vorreiterrolle im emotionalen Post Hardcore Geschäft einmal mehr unterstreicht. Mehrschichtige Atmosphären und filigrane Arrangements sind die Materialien aus dem der düster schillernde Klangteppich gewoben wurde, dem sich der Zuhörer stellen muss. Von indiemäßigen Sphären über Geigereinlagen bis hin zum wütenden Chaos walten THURSDAY selbstbewusst in ihrem kreativen Mikroversum welches sich immer weiter ausdehnt. Geoff Ricklys charakteristisches Organ hat an weiteren Facetten gewonnen und schöpft diese in jegliche intensive Extreme aus. Gastauftritte von Walter Schreifels oder Tim McIlrath sind die Funken, die auf der THURSDAY Glut tanzen, die einmal mehr von Produzent Dave Fridmann geschürt wurde, und eines ist gewiss: Sie brannte selten so lichterloh!


Tracklist:
1. "Resuscitation of a Dead Man" -3:23
2. "Last Call" -4:03
3. "As He Climbed the Dark Mountain" -3:03
4. "Friends in the Armed Forces" -4:11
5. "Beyond the Visible Spectrum" -3:59
6. "Time?s Arrow" -4:13
7. "Unintended Long Term Effects" -2:18
8. "Circuits of Fever" -5:07
9. "Subway Funeral" -4:18
10. "Love Has Led Us Astray" -4:39
11. "You Were the Cancer" -5:49

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Torben

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Allschools Chef