Plattenkritik

Will Haven - The Hierophant

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Release Date: 31.08.2007
Datum Review: 20.09.2007

Will Haven - The Hierophant

 

 

Wärmstens empfohlen von Chino Moreno himself, präsentieren sich WILL HAVEN mit neuem Line-Up und neuem Longplayer namens „The Hierophant“ düster und brachial wie bereits gewohnt. Dennoch fehlt was und das ist nicht unerheblich. Nämlich die Innovation die vor einigen Jahren die Alben „Carpe Diem“ und „WHVN“ zu markanten Meilensteinen eines Genres machte, dass eigentlich keines ist: Dem Postrock.

Woran das nun liegt, wird wohl nur die Band selbst wissen. Gewiss, die Arrangements sind apokalyptisch und sphärisch wie eh und je, aber dem Gesamtsound fehlt es an Überraschungen, an Momente, wo man aufmerksam aufhorcht und gefesselt zuhört. Letzten Endes stimmt das musikalische Fundament, aber das Dach scheint noch nicht fertig gebaut zu sein. Jeder Track erzeugt, dies sei an dieser Stelle der Band zu Gute gesprochen, eine enorme Soundwand, aber trotz allem fehlt das individuelle, dass spannende an den einzelnen Songs. Das gesamte Album plätschert ohne viele Highlights vor sich hin und trotz der immer noch vereinzelt eingesetzten Keyboards und dem brachialen Bassläufen entpuppt sich „The Hierophant“ als langweilig, ideenarm und mitunter einfach nur als schlampigere Kopie der neueren Deftons-Alben. Fans der ersten Werke sollten unbedingt genau reinhören und dann selbst überlegen, ob sich WILL HAVEN ihrer Begeisterung oder Ernüchterung gewiss sein können. Bei mir ist die Ernüchterung zu groß, als dass ich mich mit „The Hierophant “ anfreunden könnte.

Tracklist:

1. Grey Sky At Night
2. King's Cross
3. Helena
4. Hierophant
5. Caviar With Maths
6. Landing On Ice
7. Skinner
8. Handlebars To Freedom
9. A Day Without Speaking
10. Singing In Solitary
11. Sammy Davis Hr's One Good Eye
12. Firedealer
13. Dark Sun Sets

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Dario

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