04.05.2008: The Destiny Program, Settle The Score, Trusting Nolan - Köln - Underground

 

Petrus hatte endlich ein Einsehen und bescherte der Republik ein sonnenverwöhntes Wochenende um den 1. Mai. Das nach Sonne dürstende Domstadtvolk zieht es entsprechend in die Parks, an den Weiher und hin zu anderen Outdooraktivitäten. Entsprechend gering viel dann bei immer noch sommerlichen Temperaturen die Motivation der Musikgemeinde eines Konzertbesuches aus. Und das obwohl mit THE DESTINY PROGRAM, SETTLE THE SCORE und TRUSTING NOLAN ein durchaus attraktives und heterogenes Line-Up um einen lautstarken Wocheendausklang warb.

Circa 80 Leute haben Campingdecke und Sonnenbrille gegen Turnschuhe und Shorts eingetauscht, chillen jedoch großteils noch vor dem Underground und auch der anwesende Redakteur ist ob des frühen Beginns der Abendveranstaltung ein wenig verwundert. Mit TRUSTING NOLAN steht nämlich bereits der zweite von 4 Acts dieses Abends auf der kleinen Bühne der Räumlichkeit und liefert eine durchaus motivierte Show ab. Ein tapferer, harter Kern hat sich jedoch ganz vorne eingefunden um den atmosphärischen Metalcore und die Band bzw. einzelne Mitglieder zu feiern.

Mönchengladbachs Heavyweights von SETTLE THE SCORE haben hingegen einfacheres Spiel mit der anwesenden Meute und erweisen sich ziemlich schnell als der geheime Headliner des Abends. Mit "Back To The Steets" haben die Mannen um Bud Spenca unlängst ein neues Release an den Start gebracht von dem es neben dem Titeltrack weitere Kostproben zu hören gibt. STS zählen bekanntlich eher weniger zu der Rampensaufraktion, vor der Bühne wird sich jedoch fleißig und energetisch ausgetobt und schon mal für das Pressure geübt.

Beim offiziellen Headliner THE DESTINY PROGRAM ist zwar wieder das gesamte Publikum versammelt, ob mangelnder Moshpartdichte wird sich jedoch primär aufs Arme-verschränken beschränkt und nur pointiert die Akrobatikkeule geschwungen. Die Husumer Jungs geben gut Gas auf der Bühne und zeigen sich keinesfalls von der Zurückhaltung vor der Bühne enttäuscht sondern rocken durch einen gesunden Querschnitt vergangener Veröffentlichungen und werden mit stetem Applaus belohnt.

Natürlich steht und fällt die Stimmung eines Konzertabends auch immer mit dem Füllgrad der Location. An den Bands, der Organisation und dem Sound dieses Abends gibt es jedenfalls nichts zu meckern, für's nächste Mal dann bitte ein bisschen ausgeprägteren Zuschauerzuspruch.