04.11.2011: Symphony X - Colossaal Aschaffenburg

 



Es ist einmal mehr soweit, ein hochkarätiger Act kommt in den Colossaal, es entschließen sich jedoch nur knapp 300 Leute ihn zu sehen – der Stimmung tut dies jedoch keinen Abbruch. Die Rede ist dieses Mal von SYMPHONY X – den Prog-Metal-Titanen aus New Jersey.
Zwei Vorbands haben sie mitgebracht. DGM, aus Italien, und PAGANS MIND aus Norwegen. Musikalisch hatten beide Bands nicht viel zu bieten. Standard Power-Prog-Metal.
Aus diesem Grund kommen wir direkt zum Hauptact des Abends.
Sänger Russel Allen strahlt schon ab dem ersten Moment eine Bühnenpräsenz aus, die in der Metalwelt ihresgleichen sucht.



Den ersten Teil des Sets macht auf dieser Tour das komplette aktuelle Album „Iconoclast“ aus – kein Wunder, da man dieses promoten möchte. Die Band glänzt vor Perfektion. Jede Note sitzt, jede Taktwechsel kommt zur richtigen Zeit. Was live besonders auffällt ist, dass ziemlich jeder Song auf Wundergitarristen Michael Romeo zugeschnitten ist. Das fällt auf dem Album nicht in diesem Maße auf. Außerdem wird einem, vor allem durch „Dehumanized“ das später dargebotene „Serpents Kiss“ noch deutlicher, dass sich SYMPHONY X mit dem letzten Album im Kreis gedreht haben. Viele der Songs wie „Electric Messiah“ oder „Heretic“ sind einfach nicht so stark, wie die Lieder des letzten Albums „Paradise Lost“. Hervorstechend dagegen sind das eröffnende „Iconoclast“ und die wundervoll gesungene Halbballade „When All Is Lost“.
Im zweiten Teil des Auftritts findet sich dann eine Zusammenstellung von Bandklassikern. Mit „Inferno (Unleash The Fire)“, „Of Sins And Shadows“ und „Set The World On Fire (The Lie Of Lies)“ dürfte alles gesagt sein.
Insgesamt lieferten SYMPHONY X einen bravourösen Auftritt ab, der die angereisten Zuschauern begeistern konnte. Bis auf die etwas unausgegorene Setlist, die zu viele Filler enthielt, gab es an diesem Konzert der Band nichts auszusetzten.