10.01.2009: The Effort, Against Your Society, The Realness - Wolfsburg - JUZ Ost

 


Wie ich mich auf diesen Abend gefreut habe und dann sagen meine Eltern mir am Nachmittag „Du kannst das Auto doch nicht haben, denn es soll heute Nacht Eisregen geben!“ Ich dachte ich muss kotzen! Eisregen? „Hallo, wo denn in Alaska oder wo?“ war auch meine plumpe Antwort und danach wurde beleidigt aufgelegt. Jaja fast 27 und immer noch ein Kind! Problem an der Sache war nur das ich schon 3 Leuten fest zugesagt hatte, „Kein Ding, ich fahre auf alle Fälle, komme was wolle!“ und jetzt AHHHH, Fuck Fuck, double FUCKKKK !
Sauer und enttäuscht Mirko bei Myplace geschrieben und ihm die schlecht Nachricht übermittelt und dann 5 Minuten Später im Posteingang die gute Nachricht, dass er sich erbarmt und fährt, JUHUUUUUUUU !

Völlig aufgedreht befand ich mich aufwärmtechnisch 5 Minuten später joggend am Maschsee wieder, wo ich mir vorab schon mal die Seele aus dem Leib schrie und mein altes Black Flag Shirt durchschwitzte. Frisch geduscht ging es dann mit dem Radl vonna Südstadt Richtung Nordstadt, wo mich Mirko plus Freundin dann gegen 18.45 aufpickten, um gen Wolfsburg zu cruisen. An dieser Stelle, wollte ich noch sagen, alle die denken es gibt keine Verrückten die bei diesem Wetter Rad fahren, es gibt Sie und ja ich hab mich auf dem Weg 2 mal fast aufe Fresse gelegt.

Neue Goldust läuft wie der Motor auf hochtouren und ich muss Mirko recht geben die ist echt mal gut. Nach einer Stunde erreichen wir dann auch das Juz und wir stellen fest, alle noch am aufbauen, nicht mal Schlagzeug auf der Bühne. So viel also zum Thema 20 Uhr Einlass, 21 Uhr Beginn. Wir beschließen also, noch mal was futtern zu fahren und finden uns 10 Minuten später im Fastfood Tempel mit der Krone drauf, Junkfood mampfend wieder. Erdbeermilchshake 0.5 und Country Burger liegen wie ein dicker Stein in meinem Bauch und Mirko Auto zeigt Service an, aber egal „Punkrock Eh“, die Karre läuft schon denken wir alle und hoffen dis auch stillschweigend.

Als wir wieder im Juz eintreffen geht’s auch schon gleich los mit The Realness aus Nordhausen. Die Jungs spielen Old HC, aber meiner Meinung hat der Sänger ne echt quäkige Stimme und Pluspunkte gibt’s von mir an dieser Stelle nur für´s texas is the reason Shirt. Nach 20 Minuten ist dann auch zum Glück Schluß. Kurz bei Volker (Fields Of Hope Rec.) die Platten Kiste nach neuen Schmuckstücken durchsucht und dann ging es los mit AYS.

Der junge Mann mit Hornbrille und langen schwarzen Haaren, der mir schon am Anfang der Show aufgefallen war, weil er ein bissl wie ein Nerd aussah, hat Brille und Strickpulli in die Ecke geschmissen und schreit sich jetzt beim fix me (Balck Flag) Cover psychopathisch geil die Lungenflügel dick. Erster Song also schon mal ein echter Kracher und so geht das Set auch weiter, wobei der Sänger kontinuierlich serial-killer-mäßig ins Publikum starrt und ich teilweise denke, er versucht das Böse aus seinem Körper zu treiben, „Exorzistenstyle“! Ein punkiger HC Hit jagt den nächsten. Wolfsburg scheint vertraut zu sein mit den Wegbergern und singt fleißig mit. 12 Hits werden in 30 Minuten zum besten gegeben und Wolfsburg dankt es stagediverisch. AYS Platte gekauft, AYS Shirt gekauft. Kurz zum Auto und dann schnell wieder zurück, denn die Headliner aus Boston are up next!

The Effort beginnen mit The Price Of Medication und Wolfburg geht gut mit. Stagedives, Sing-a-longs das volle Programm. Yeah yeah ich wusste die Fahrt würde sich lohnen. 1985 gleich als zweites und die Leute sind am durchdrehen, besonders Volker (FOH) ist gut am mitsingen und in die Leute springen. Dritter Song is dann Turning Point – behind this wall Cover für die diesjährigen Tourbegleiter Fall Appart, die euphorisch mitgröhlen. All this time und and to think werden gleich im Anschluß hinterher geschmettert und Wolfsburg rastet aus. Freudige Gesichter vor und auf der Bühne. Vor jedem Song werden jeweils kurz Statements abgegeben und zusätzlich wird auf die Situation in Burma aufmerksam gemacht, die der Band wohl ziemlich am Herzen liegt.

Mit wear your heart und Nineteen years late neigt sich die Show dann halsbrecherisch langsam dem Ende zu und zum Schluß gibt’s dann noch ein sehr gutes In My Eyes Cover und black sheep als Zuggabe. Na wenn das mal nicht ein schöner Samstag Abend, weiß ich auch nicht. Punkt 23.00 befinden wir uns dann auch schon wieder gut durchgeschwitzt auf der A2 Richtung Heimat. Ich muss ja sagen es war wie guter Sex, schnell vorbei, aber dafür 2 mal gekommen. The Realness war allerdings ein schlechtes Vorspiel ! ;)


Alte Kommentare

von Ilya 15.01.2009 22:20

Super review! Dankeschön, Benni!!!

von Raphael 16.01.2009 01:39

Jau, The Effort sind 1a. Brauch unbedingt mal was auf Platte.

von Sven 16.01.2009 12:41

Die Iconoclasm-LP ist ganz nett, aber die besten Songs (And to think, Crashing Waves) dadrauf kennt man schon von der EP davor. Wenn 90er Revivial dann doch bitte I RISE......

von Boahh 16.01.2009 18:41

Alter, lern mal schreiben! Aus journalistischer Sicht ist der Artikel großer Quark. Aber zum Glück darf anno 2009 jeder Hinz und Kunz seinen Mist veröffentlichen...

von rums 16.01.2009 19:14

finds nett geschrieben, anders als manch anderer hier, aber dennoch ok. immer dieses genöle!

von hahaha 16.01.2009 21:58

wieder so ein dreckskonzert, alle feiern es ab.

von @ hahaha von hahahahaha 17.01.2009 15:19

Ist halt Trend. Sollen sie doch jedem Trend folgen...erbärmliche Loser! Böse Grüße, hahahahaha

von panzerfahrt 17.01.2009 19:24

was ist n trend? bands zu feiern? oh wie schlimm! lasst uns alle bands verachten!

von hahahaha 18.01.2009 18:06

bands wie effort zu feiern,einfach arm und überbewertet. hauptsache ihr spacken habt wieder ihr neustes merch, damit rennt ihr wieder auf jeder kackshow rum hahaha böse grüße

von christian 18.01.2009 18:28

amüsantes review... aber in den würger king gehen um sich ein paar minuten später "punkrock" zu schimpfen, passt wohl mal gar nicht zusammen...

von --- 19.01.2009 02:13

Oh man darf man jetzt nicht mehr da essen und sich keine T-Shirts von Bands mehr kaufen ? Was seid ihr für blockierte Gestalten !!

von hannes 19.01.2009 16:26

ihr verachtet bands doch schon

von @ --- 19.01.2009 21:02

Wenn du wirklich credibil sein willst, dann JA, du sollst kein FastFood essen und auch keine scheiß bands supporten. Nur: wer macht das schon? Aber deine Frage "darf man da nicht mehr essen?" zeigt eher, dass du nichts verstanden hast! Sorry.

von sno 19.01.2009 22:42

Albern dieses " ich bin so anti mainstream " Gefasel... da ist jemand in der pupertären revoluzer mentalität stecken geblieben...

von naja 20.01.2009 15:45

mainstream is mtv, soviel mal dazu, wenn inenerhalb einer "szene" mal was "hypt" (lol das wort) isses ja nich gleich schlecht. meine fresse, einer mehr true to the game als der andere :> und bands supporten is gut.

von @ sno: 20.01.2009 17:37

Bands supporten macht ja auch sinn. ;) Aber die Diskussion McD./BK-essen hat nichts mit Anti mainstream zu tun, sondern einfach mit gesundem Menschenverstand.

von sno 20.01.2009 18:56

Nicht mit Anti-Mainstream, aber mit " ihr seid voll die Flachwichser luschen weil ihr euch vor nem Konzert nen Burger reinschiebt " ... Ich lass mir doch nich von irgendsonem Anti-Alle-Andern Haio auf den Teller rotzen weil ich nicht zum nächsten Vegan-Food Laden gehe sondern mich erdreiste hin und wieder zu nem FastFood Laden zu wandern. Klar iss das nich Gesund und es gibt viele bessere kulinarische Genüsse. Aber wenn einem das schon angekreidet wird... Vll sollte ich den nächsten Nietengurt-Träger darauf hinweisen das es voll untrue iss wenn die Killernieten nicht mindestens Kinderarm Länge haben. Ein wenig vom Thema abgekommen tut mir leid, aber ich hasse solche SzenePolizisten einfach wie die Pest !

von Christian 20.01.2009 21:18

Was hat das denn bitteschön mit szenepolizei und Anti-Mainstream zu tun? weder wurde ich verbal so ausfällig wie vorgeworfen noch gehts darum ob BK gesund ist oder nicht. Ob dus machst oder nicht ist ja deine entscheidung und es geht auch nicht darum "punkrock" zu definieren, so ne diskussion wäre eh müssig...trotzdem liegt wohl nix entfernter davon als sich nen country burger bei bk reinzuschieben und sich so zu nennen...

von sno 20.01.2009 21:23

Ja, wie gesagt, ist ein wenig vom Thema abgekommen weil mich sowas einfach nervt.. Soll er doch in seinem Review " punkrock, eh " schreiben und kurz darauf nen Burger essen. so what ? Eigentlich gings mir nur darum, sorry wenn das ein wenig harsch daherkam !

von chrisian 20.01.2009 21:26

Schon okay. klar, kann er ja schon schreiben. Für mich passts halt trotzdem nicht zusammen, aber ist ja nur meine sichtweise...

von sno 20.01.2009 21:35

Gut :) Ist eben wie du sagtest, Ansichtssache. Ich seh sowas nicht so eng und Mag dieses " wenn du soundso sein willst, darfst du das und das aber nicht machen " nicht, daher mein Protest...

von Pedda 21.01.2009 10:21

die anfangs-kommentare können doch eigentlich nicht ernst gemeint gewesen sein... so grenzdebil und dumm wie die waren.

von bruce 21.01.2009 10:27

was denn? THE EFFORT gefallen mir echt ganz gut. AYS sind live ne bombe. von daher: geiles line-up. hätte ich gerne gesehen.

von blake schwarzenbach 22.01.2009 10:55

lieber sno, ich glaube den leuten hier ist es, gelinde gesagt, ziemlich egal, ob du dich gesund ernährst oder nicht (obwohl, ohne frage, auch ungesunde ernährung folgen nach sich zieht, die die gesellschaft belasten - das lassen wir hier aber mal außen vor). bei hardcore/punk geht es natürlich darum den mainstream, namentlich den neoliberalen mainstream, zu hinterfragen, zu kritisieren und vor allem nicht zu reproduzieren. der recht einfache gang zu burger king und konsorten schlägt jedoch genau in die kerbe der reproduktion der kapitalistischen verwertungslogik. wenn vor und nach hardcore/punk-konzerten reihenweise leute in solche schnellrestaurants rennen, führt das den emanzipatorischen anspruch der szene ad absurdum und gibt ihn der lächerlichkeit preis. der mainstream wird so schlicht in der szene reproduziert, die szene damit hinfällig.

von FKK 22.01.2009 11:08

@blake: "bei hardcore/punk geht es natürlich darum den mainstream, namentlich den neoliberalen mainstream, zu hinterfragen, zu kritisieren und vor allem nicht zu reproduzieren" lieber blake, ich glaube den leuten hier ist es, gelinde gesagt, ziemlich egal, was DEINER MEINUNG nach hardcore/punk ausmacht.

von kane 22.01.2009 11:45

nene, er hat schon recht der blake. dennoch geht es heutzutage vielen kids nicht mehr um das ursprüngliche konzept von hc/punk. botschaften werden sekundär und nicht für jeden besteht das gleiche werteverständnis.

von puterpeter 22.01.2009 12:29

Das Konzept von HC/Punk?! Wie war das denn noch? Moment...ich muss mal in meinem super emanzipierten ultra subkulturellen Hardcore Regelnachschlagewerk schauen ob ich da was finde... Die "Szene" in euren Köpfen hat noch nie existiert - Es gibt doch echt mal weitaus wichtigere Dinge als immer nur darüber zu reden wie kaputt die Szene oder sonstwas doch ist - prinzipiell war noch nie alles "gut". Aber ihr könnt immer nur meckern, meckern, meckern. Ihr verschreit Dinge als Mainstream die NICHTS damit zu tun haben und haltet euch an oberflächlichen Eindrücken fest. Dieses beschissene Halbwissen hat noch nie jemandem geholfen.

von jan 22.01.2009 13:15

"der recht einfache gang zu burger king und konsorten schlägt jedoch genau in die kerbe der reproduktion der kapitalistischen verwertungslogik." aha. und wenn ich jetzt ein shirt kaufe, also eine band "supporte", ist das kein teil des "kapitalistischen verwertungsprozesses"? die haben das bestimmt vor dem konzert selber gehäkelt. meine fresse, hier den mister know it all raushängen lassen und dann mit einer verkürzten kapitalismuskritik a.k.a. die "szene" kann sich der verwerungslogik entziehen um die ecke kommen. lachhaft!

von sno 22.01.2009 13:48

@blake Mag sein das das mal in irgendwelchen Kellerkonzerten anfang der 80er so war, wo die "szene" so super true war und sich ihre shirts noch selbst zersäbelt hat für den richtigen Look.... Aaaaaaber... Wenn ich nun im 21. Jhd. auf ein solches Konzert gehe, bekenne ich mich dann automatisch dazu DER ANTIKAPITALIST schlechthin zu sein ? Noe. Vll mag ich einfach nur die Mucke, scheiße auf irgendwelche "Szenen" oder Möchtegerns die mir was erzählen wollen. Dann ist auch der Gang zum Fastfoodliebling mit der Krone völlig egal. Völlig egal und fast noch mehr sind dann auch irgendwelche Predigten wie böse die welt ist und wie böse der kapitalismus ist... In diesem Sinne...

von Norma Jens 22.01.2009 17:00

@ blake: theoretisch magst du ja recht haben, aber so ist das nun mal einfach nicht. und wer dich und deine posts in diesem online mag kennt, der weiß auch dass du selber deinen aufgestellten maxinen von Punk/HC nicht gerecht wirst. Punk/HC hat nämlich auch etwas mit gegeseitigem Respekt und Toleranz zu tun. So wie Du hier aber gegen Bands herumketzt, die die (aus welchen Gründen auch immer) nicht gefallen und Leute disst, die eine andere Meinung haben als Du, kann man das was Du da geschrieben hast nicht im geringsten für bare münze nehmen. Dein arrogantes Gefasel interessiert die Leute einen Dreck, auch wenn Du jedes Mal einen steifen bekommst, wenn Du dich mal wieder als Erfinder des Hardcores und über haupt des guten Geschmacks darstellst

von Bernd 22.01.2009 19:08

@ SNO: Hier spricht keiner von Szene, sondern um die Definition von Punkrock. Ich persönlich scheiß auf irgendeine Szene, aber punkrock in ihrer ureigensten form ist das, was ich für mich sehe und entsprechend supporte. Dazu gehört auch mein Empfinden gegen Kapitalismus etc.. Du bist kein Deut besser. Wie schon beschrieben, ist es halt grenzwertig auf eine show zu fahren, BK zu besuchen und sich dann punkrock zu schimpfen. Das ist es einfach nicht. Welche Grundlage hast du? Punkrock sollte mehr als nur Mode, Sound und co sein. Nein, damit meine ich nicht Vegan oder szenebezogen, sondern einfach Werte die einem von der Masse distanzieren! Und das willst du anprangern? Ich lach mich tot! Und du bist das beste Beispiel, dass der Großteil der sog. "Punkrocker" einfach nur musikinteressierte Menschen sind. Was haben die 80er mit dem Thema zu tun? Selten so einen Bullshit gelesen! Ich gebe Blake & Christian in allen Punkten recht. Denn hier gehts nicht um BK oder sonstwas, sondern einfach um ein gewisses Grundverständnis. Unabhäng von Szenen oder der Vergangenheit.

von blake schwarzenbach 22.01.2009 19:16

ohne jetzt auf die schmähungen im einzelnen eingehen zu wollen (die ich zugegebenermaßen ein wenig vermisst habe), habe ich doch die ein oder andere frage: @norma jens: darf nur der kritisieren, der es besser macht? @sno: kennst du den slogan "it's more than music"? @jan: wenn du von verkürzter kapitalismuskritik sprichst, dann frage ich mich doch: müssen bands denn shirts verkaufen oder darüber "supportet" (widerlich) werden? schonmal ein offizielles propagandhi shirt gesehen? @puterpeter: was macht burger king zu einem unternehmen, das nicht dem mainstream angehört? @fkk: warum ist es dir nicht egal?

von gnihihi 22.01.2009 19:36

burger king geht immerhin 1a gegen diesen abgefuckten bio-mainstream vor. voll anti, alda!

von sno 22.01.2009 19:59

Ich bezog mich auf die Punkrock"szene"... Die Sache ist ja, das sich keine Sau punkrock geschimpft hat, sondern das lediglich als Ausdruck benutzt wurde... Mir gehts einfach gegen den Strich das so engstirnige Schwätzer andere Leute auf nem Konzert dumm angucken oder gar dumm anmachen weil besagten Besuchern das ganze ( oft dämliche ) drumherum und geschwafel ( mag jetz bei der Punk szene kapitalismus, bei den Emos dieser Fashion Trend oder was weiß ich was sein ) völlig egal ist und sie sich nur für die Musik interessieren. NUR deshalb habe ich mich hier aufgeregt. Paradebeispiele für besagte Typen scheinen hier ja auch genug anwesend zu sein... Hauptsache Tunnelblick...

von Bernd 22.01.2009 20:11

@ sno: Wo ist dein verdammtes Problem? Ich bezweifel ganz stark, dass Blake, ohne Ihn zu kennen, Leute mustert. Ich habe ebenfalls keinerlei Interesse daran, Leute auf Konzerten zu beurteilen. Warum auch? Ich habe mein eigenes Leben! Und es ist mir latte, wie andere Leben. Aber wenn sowas thematisiert wird, darf man doch äußern, dass Punkrock halt mehr als nur Musik ist. Und das ist es einfach. Klar, wenn mir x-beliebige sXe-Kids über den Weg laufen, dann finde ich das ebenfalls nur amüsant. Aber das ist hier nicht der Punkt. Hier geht es um einen gewissen Grundsatz. Und der lautet, dass BK einfach konträr zur eigentlichen Sache ist. Und nochmal: Das willst du anprangern oder in den Dreck ziehen (früher, 80er..etc.)?! Nicht dein Ernst!

von FKK 22.01.2009 20:31

@blake: Aus dem gleichen Grund, warum dir nicht egal zu sein scheint, dass sno sich gesund ernährt oder nicht

von blake schwarzenbach 22.01.2009 20:42

@fkk: es ging mir ja, wie ich geschrieben habe, nicht darum, ob sno sich gesund ernährt, sondern eben um den zusammenhang zwischen hardcore/punk und burger king. aber da du die sache ansprichst: natürlich tangiert mich auch, ob sich jemand gesund ernährt oder nicht. über die lohnnebenkosten, versicherungskosten und nicht zuletzt die mehrwertsteuer finanziere ich die behandlung der schlechten blutwerte, die fettleibigkeit, die gesundheitsbedingte arbeitslosigkeit und viele weitere negativfolgen ungezügelten konsums des teils der bevölkerung, der sich ungesund ernährt - und sei es erst in dreißig jahren (dann wird sich das fast food-essen unter umständen erst bemerkbar machen).

von blake schwarzenbach 22.01.2009 20:43

@fkk: das erklärt mein interesse an der gesunden ernährung meiner mitbürger. die an dich gerichtete frage "warum ist es dir nicht egal?" beantwortet es nicht.

von ollen 22.01.2009 20:47

JO EURE BEITRÄGE SIND FÜRN ARSCH! WAS SEID IHR FÜR HARDCORE SPACKOS? NEHMT EUCH SELBST VIEL ZU ERNST, KOMMT MA RUNTER IHR WELTVERBESSERER. UND ZU AYS:SCHOMMER IST DIE GRÖßTE MISSGEBURT

von @ollen 22.01.2009 20:50

bist du hier voll der held was?

von allschools... 22.01.2009 21:07

...ist lustig...ich liebe diese Diskussionen haha super! Hab gehört Callejon spielen bald mit Parkway Drive im Burger King in China. Sponsor: Eastpak und MTV

von FKK 22.01.2009 21:12

@blake: Danke, dass du mir gerade das Leben erklärst. Ich will mir aber dennoch die Mühe machen, dir zu antworten. Du sagtest: "lieber sno, ich glaube den leuten hier ist es, gelinde gesagt, ziemlich egal, ob du dich gesund ernährst oder nicht" Damit bringst du zum Ausdruck, dass es den Leuten, aber nicht dir egal ist. Darauhin sagte ich: "lieber blake, ich glaube den leuten hier ist es, gelinde gesagt, ziemlich egal, was DEINER MEINUNG nach hardcore/punk ausmacht" Du nimmst das (natürlich) zum Anlass zu glauben, nur den Leuten wäre es egal, mir aber nicht Und da liegt der Fehler, denn ich sehe mich als Bestandteil der Leute hier. Somit war meine Meinung konkludent ausgedrückt. Aber ich kann es natürlich gern für dich etwas deutlicher ausdrücken: MIR ist egal, was DEINER MEINUNG nach hardcore/punk ausmacht. Aber eines nehme ich dir nicht ab. Und zwar dass du irgendetwas über Lohnnebenkosten mitfinanzierst! Denn ich glaube kaum, dass so ein selbstverliebter Akademiker irgendwo einen Job finden wird. Und: Es besteht eine große Kluft zwischen ungezügeltem Konsum und ungesunder Ernährung. Das über einen Kamm zu scheren ist fast schon kriminell!

von ollen 22.01.2009 21:15

wie dumm ihr alle seid. was seid ihr für hampelmänner! ich geh auch zu burger king und jetzt? FUCK SINK OR SWIM

von Rainer Wahnsinn 22.01.2009 21:36

@ ollen: Du bist ja auch ne wurst - du darfst zu Burgerking. Ach, stimmt ja, deine Schicht fängt ja gleich an. Hättest du mal einen Schulabschluss gemacht...

von wrapster 22.01.2009 23:47

@fkk:guter beitrag! @ollen: kurz hirn ausgeschaltet oder was geht ab bei dir? Zum Thema 1: AYS sind ne Hammer live band!Schon mehrmals gesehen und immer ne bomben-show!!! Zum Thema2: Ich denke das ein gewisser gesellschaftkritischer Ansatz einfach immer bestandteil der szene (egal ob HC oder Punk)war und ist. Sei es Kritik an spezifischen gesellschaftlichen Misständen oder das einfache Anregen dazu, eigene Entscheidungen zu treffen.Soweit auch alles super... Was aber manch einer hier von sich lässt find ich persönlich daneben, bin echt allergisch auf so 0/8/15 linken antikapitalistischen käse. versteht mich nich falsch, vieles läft falsch aber wenn unreflektierte kritik an leute die man nicht kennt und denen erklären will was für dumme kapitalisten und möchtegern Hcler sind krieg ich das kotzen. toleranz scheint mir das grosse manko in der szene zu sein... @blake:Absoluter Dünschiss zu sagen das jeder der ab und an was bei ner fast-food kette futtert dir am herzen liegt. nehm ich dir nich ab. Sorry. Weder von dem aspekt des Geldes als dem de Gesundheit. Find BK auch nich allzu Bombe aber naja.Muss jeder selber wissen.

von Norma Jens 23.01.2009 09:31

@ blake: "darf nur der kritisieren, der es besser macht?" - prinzipiell darf natürlich jeder kritisieren, dies ist ein freies land, nur wird der kritisierende nicht ernst genommen, wenn er seiner eigenen kritik nicht gerecht wird. vor allem wenn man sich dabei als ein die-weisheit-mit-löffeln-fressender klugscheißer präsentiert. um nochmal auf deine frage "darf nur der kritisieren, der es besser macht?" zurück zu kommen: sachen scheiße zu finden und zu rumzumeckern ist immer sehr leicht, das ist eine typische deutsche tugend. von daher gilt auch hier für dich der leitsatz: wenn man keine ahnung hat, einfach mal die fresse halten.

von sno 23.01.2009 13:36

" Was aber manch einer hier von sich lässt find ich persönlich daneben, bin echt allergisch auf so 0/8/15 linken antikapitalistischen käse. versteht mich nich falsch, vieles läft falsch aber wenn unreflektierte kritik an leute die man nicht kennt und denen erklären will was für dumme kapitalisten und möchtegern Hcler sind krieg ich das kotzen. toleranz scheint mir das grosse manko in der szene zu sein... " so in der art meinte ich das auch... Ist auch irgendwie sinnlos das hier noch groß zu diskutieren, zumindest von meiner Seite. Hab das was ich saagen wollte eigentlich schon längt gesagt :D Zusammenfassend wollte ich NUR folgendes sagen : Lasst jeden selbst entscheiden wie ernst er die Grundsätze, die hinter ner bestimmten musik stehen, nimmt und macht die Leute nich dumm an deswegen...

von jona 23.01.2009 13:48

yo, eben. früher oder später ziehen die deppen doch weiter zum nächsten trend...

von sno 23.01.2009 17:31

ja, so wie du!

von jan 23.01.2009 22:17

@blake: ok, für dich nochmal zum erklären. du bist ein sogenannter bauchgefühl linker. du bist nicht zu deiner überzeugung gekommen, weil du etwas darüber gelesen hast, sondern weil eine band darüber gesungen hat. ist ja auch ok, so fangen viele an und das ist das gute an punk/hc. du bist aber leider in dieser phase stecken geblieben. klar hast du hier und da mal was neues aufgeschnappt und versuchst das dann von einer herabblickenden position aus anklingen zu lassen, die fähigkeit komplexe zusammenhänge zu durchschauen hast du aber leider nicht. du reduzierst lieber auf klare feindbilder. das äußert sich z.b. darin, dass du kapitalismus nicht als gesamtzusammenhang erkennst und ablehnst, sondern einige symbole identifizierst und als übeltäter brandmarkst (siehe burger king). ich schätze mal dem liegt ein ordentlicher anti-amerikanismus zugrunde, whatever. tatsache ist jedoch, dass burger king nach den selben kapitalistischen prinzipien funktioniert wie jedes andere unternehmen auch. es gibt innerhalb des kapitalismus keine "guten" und "bösen", die kleine pommes bude nebenan folgt der selben verwertungslogik wie burger king es tut. wenn, dann musst du schon das ganze system kritisieren und nicht glauben, es reiche einige wenige zu boykottieren, weil diese besonders böse seien. das selbe macht nämlich die rechte, nur dass da das sogenannte "finanzjudentum" der übeltäter ist. deswegen meine bemerkung "verkürzt". das du hier propaghandi ins feld führst spricht für sich selbst, die erzählen halt den selben quatsch vom "bösen, raffgierigen kapitalisten" mit dem kapitalismusverständnisses eines kleinkindes. über deren israel statements will ich lieber gar nicht reden. denk mal über strukturelle zusammenhänge und nicht über personifizierungen nach und lass weniger den oberlehrer raus hängen. du solltest marx lieber mal lesen als über ihn zu referieren. dein geschwafel über einen gesunden volkskörper lasse ich hier mal unkommentiert, da kannst du dich direkt bei den faschos einreihen.

von blake schwarzenbach 23.01.2009 23:25

lieber jan, danke für die ausformulierung deines gedankens. die diskussion, die du ansprichst, wurde bereits in den sechzigern und frühen siebzigern geführt - ich dachte, das wäre mittlerweile abgefrühstückt. die frage ist doch: ist kritik nur erlaubt, wenn es systemkritik ist? oder ist es nicht auch so, dass man die lebensumstände von einem teil der bevölkerung, und damit meine ich nicht nur das von dir in die diskussion gebrachte eigene volk, versucht durch sein individuelles verhalten zu verändern. die logik, die du vertrittst, ist doch die, dass es egal ist, ob ich bei lidl oder onkel emma einkaufe, da sich beide dem kapitalistischen system unterwerfen und es dadurch reproduzieren. ich jedoch sage, dass es sehr wohl einen unterschied macht, ob du bei lidl einkaufst und damit die miesen lebensbedingungen einiger von dem konzern abhängiger menschen verfestigst, gar zementierst oder eben bei onkel emma einkaufst und damit einen alternativbetrieb zu den großen supermarktketten unterstützt, legitimierst, ja auch finanzierst. und du sagst, das ist egal? ich sage zu deiner position: das ist pervers und in keiner weise konsequenzialistisch. ich möchte fast sagen, es ist selbstgerecht und schlicht sehr einfach. hier die antiamerikanismus-keule auszupacken ist lächerlich, weil du mutmaßungen anstellst, die nicht annähernd begründet sind. da frage ich mich, was mit dir los ist. du kannst doch nicht mit einem solchen argument um dich schmeissen, weil du keine inhaltliche argumentation mehr hinbekommst. da muss mehr kommen um mich als antiamerikaner zu brandmarken. vom so genannten "finanzjudentum" anzufangen ist schlicht lächerlich und entbehrt jeder grundlage. vielleicht solltest du nicht nur marx lesen, sondern auch mal etwas zeitgenössischeres. ich empfehle: Michael Heinrich, Antonio Gramsci, Chantal Mouffe. abschließend gebe ich dir, ohne bestätigung deiner annahme, noch folgendes mit auf deinen sicherlich sehr beschwerlichen weiteren weg: lieber vom bauchgefühl her links, als im herzen rechts.

von jan 24.01.2009 00:46

danke für deine tips zur zeitgenössischen literatur, falls du sie gelesen hast wundere ich mich noch viel mehr über deine argumentation. gerade heinrich geht es ja darum, die kernthesen des marxismus jenseits der dogmatischen verklärungen des letzten jahrhunderts freizulegen. eben NICHT einen einzelnen kapitalisten moralisch zu verurteilen, sondern aufzuzeigen, dass die verwertungslogik umfassend und konstitutiv für den kapitalismus und verantwortlich für das handeln des kapitalisten ist. kapital wird nicht aus raffgier angehäuft, sondern ist strukturlogik. in die ähnliche kerbe schlägt das argument, die manager seien schuld an der finanzkrise. schuld an der krise ist das system, denn nach dessen logik handeln die manager. daraus folgt nicht, dass sich nichts verändert lässt, ich weiß nicht wo du diese resignation bei mir herauslesen möchtest. im gegenteil, es schärft den blick noch viel mehr dafür, wie umfassend diese logik in jeden eingeschrieben ist (ja, auch dazu gibt es literatur, ich weiss). du machst jedoch nichts anderes als zu sagen: "burger king ist böse", gehst dann aber in das nächste geschäft deiner wahl, reproduzierst die kapitalistische produktion und fühlst dich dennoch unheimlich revolutionär, weil du ja nicht "bei dem schweinekonzern" warst. reproduzieren tust du den kapitalismus trotzdem, es sei denn du lebst autonom auf einem bauwagenplatz. gerade das ist ja das erfolgsrezept des kapitalismus, nämlich das er sich alle bereiche erobert hat. falls du den vergleich nicht verstehst: kapitalismus gilt es als GANZES zu begreifen und nicht anhand von feinbildern. vielleicht liest du dazu nochmal den exkurs von heinrich über den antisemitismus. finde es aber süß, das du verweigerer des kapitalismus dir erst dann gedanken über die gesundheit anderer machst, wenn es darum geht, wofür dein sauer verdientes geld in form von steuern ausgegeben wird. das soll ja schließlich nicht an irgendwelche "fettleibigen" verschwendet werden.

von wrapster 24.01.2009 09:49

ok, fassen wir zusammen. ÖFF-ÖFF der Waldschrat ist der einzige der HC und seine gesellschaftskritische Auslegung wirklich lebt! Lang leben die Hippies:P http://www.die-schenker.net/Off_Off_/01oefPilger6best-w.jpg ne, scherz beiseite. geb jan mit dem aspekt vollkommen recht das blake sich irgendwie stark selbst wiederspricht wenn er sich sorgen um seine kohle macht, die er im fall der fälle für seine fetten mitbürger blechen müsste.. Naja, ansonsten bin ich auch der Meinung das Kapitalismus immer als ganzes verstanden muss und es generell zu verteufeln sehe ich als falsch an..

von sno 24.01.2009 12:59

hmm.. das " ja so wie du " war wohl jemand anders ... sehr erwachsen

von sno 24.01.2009 14:11

@ wrapster: wiederspricht? widerspricht. wider = gegen. Du Klugscheißer.

von wrapster 24.01.2009 14:15

@sno entschulige meinen tippfehler oh du waiser..entlarvt mich sofort als klugscheißer. tut mir tierisch leid

von arndt 24.01.2009 15:05

@jan: gute reflektierte kommentare. aber was folgt jetzt daraus für die hier aufgekommene Diskussion bzgl. des Besuchs bei Burger King? Würden sich deiner Meinung nach dann die ganzen Kommentare hier dazu erübrigen. Wäre es "ok" dort hinzugehen? Mach mal den nächsten Schritt auf die konkrete, hier vorliegende Situation/Entscheidung. das würde mich dann doch interessieren. daneben respekt für endlich mal wieder gute diskussionen hier bei allschools

von jan 24.01.2009 17:12

natürlich kann jeder wie er will burger king kritisieren, das ist dann eben teil des persönlichen konstrukts "punkrock". da gibt es eh kein richtig oder falsch, auch wenn blake da einen konkreten kanon vor augen zu haben scheint. aber zu behaupten, jemand sei mehr punk als der andere, weil er nicht bei burger king esse halte ich für blödsinn. weiteres beispiel: ich schätze du putzt dir regelmäßig deine zähne. dann kannst du dein leben lang nicht bei burgerking gegessen haben und trotzdem reproduzierst du jeden tag aufs neue die logik des warentausches. das ist ja total unfair magst du jetzt vielleicht denken, aber das ist eben die totalität des systems und die subkultur punkrock folgt genauso dieser logik. das prädikat des "anti-seins" ist ja teilweise sogar noch ein verkaufsförderndes mittel (siehe bands wie verse, die mit ihrem pseudokritischen auftreten marketing betreiben) burger king könnte man aus ganz anderen gründen kritisieren, z.b. aufgrund der umwelt politik (rodung von wald für weideland) während der viehzucht, der organisation als franchise unternehmen und die daraus resultierende erschwerung der bildung von gewerkschaften etc. aber dann bitte fundiert und nicht mit stammtischparolen. mir ging es eigentlich nur darum zu zeigen, dass man natürlich kritisisieren kann und soll, sich aber nicht der verwertungslogik INNERHALB des kapitalismus entziehen kann. sich darüber erhaben zu fühlen, indem man einzelne konzerne boykottiert ist dann reichlich naiv. erst recht wenn es in einem so selbstgerechten ton daher kommt. kapitalismus wird nun mal nicht durch die beseitigung einzelner konzerne verändert, sondern durch die kritik des gesamtsystems.

von sno 24.01.2009 17:48

wie albern, da bin ich wohl jemandem auf den schlips getreten das ich gleich 2 mal gefaked werde :D sorry wrapster war nich von mir, werd mich hier jetzt mal nichtmehr äussern...

von arndt 24.01.2009 18:58

@jan. danke für deine antwort. auch wenn ich das beispiel mit dem zähne putzen nicht so stark finde an der stelle.

von wrapster 24.01.2009 19:45

@sno: ok kein ding;) aber ziemlich affig unter dem namen anderen zu schreiben.. @jan: respekt, sehr treffend formuliert.

von hahahaha 25.01.2009 12:32

erbärmliches pack hier! hört mehr cro mags ihr lappen!!!