12.03.2009: Streetlight Manifesto, Dawson\'s Crack - Köln - Underground

 

Köln, 8 Grad, Regen, an Frühling nicht zu denken. Ein guter Zeitpunkt sich mit ein wenig Ska-Musik das Sommerfeeling vorab zu gönnen. Das dachten auch weitere 500 Menschen im ausverkauften Underground, um bei STREETLIGHT MANIFESTO, mit DAWSONS CRACK als Support, das Tanzbein zu schwingen.

In typischer Allschools-Manier kam auch ich etwas zu spät zu den durchaus sehenswerten DAWSONS CRACK und bekam leider nur noch die letzten 3 Songs mit.
Was die sieben Jungs aus Mönchengladbach in dem bereits sehr gefüllten Raum darboten überraschte mich doch sehr, da ich vor dem Konzert außer dem Namen nicht mehr gehört hatte; etliche Hey-Heys und Fingerpoints konnten dem gut gelaunten Kölner Publikum abgewonnen werden. Beim vorletzten Song kam es dann zu einem Novum in meiner Ska-Konzert Geschichte: Sänger Jakob schaffte es die gesamte Tanzfläche zu einer Wall-of-Death zu animieren. Insgesamt sehr gut gespielter Ska-Punk mit zwei Bläsern und überzeugendem Hauptgesang machten DAWSONS CRACK zu einem wirklich gut gewähltem Support.

25 Minuten Umbauphase reichten anschließend dem heiß ersehnten Hauptact STREETLIGHT MANIFESTO aus, um in einem Klanggewitter aus Trompete, Posaune, zwei Saxophonen, Gitarre, Bass und Schlagzeug mit „We will fall together“ ihre diesjährige Europa Tour im Underground zu eröffnen. Die Musiker aus New Jersey, die sich aus den Bands Catch 22 und One Cool Guy zusammensetzen, feuerten einen Hit nach dem anderen ab, wobei sich das Kölner Publikum als sehr textsicher erwies und jeden Song frenetisch durch tanzen, mitsingen und Stagedives abfeierte. Nach einer halben Stunde war Pause für die vier Bläser, deren neues Mitglied an der Trompete kurz vor der Tour angeworben, leider noch sehr unsicher wirkte und es folgte eine sehr eigen interpretierte Version des Klassikers „Linoleum“ von NOFX. Zur Regeneration zwei ruhigere ska-lastigere Lieder bevor mit „Point/Counterpoint“ und „Keasby Nights“, noch aus Catch 22 Zeiten, die Meute wieder zum wilden rumhüpfen gebracht wurde. Die Sieben aus dem Ney Yorker Bundesstaat, tanzten, scherzten und ließen sich die Freude über die eigene Musik deutlich anmerken, zumal der Sound einfach grandios war; voller und ehrlicher als ihre beiden Studioalben bisher. Nach „Everything went numb“ verließen STREETLIGHT MANFESTO die Bühne, gönnten sich zwei Minuten Zugabe-Rufe, um dann mit „Mephistos Cafe“ einen krönenden Abschluss zu bereiten und das 60-minütige Konzert zu beenden.

Blank gezogener Busen im Publikum, Sing-a-Longs, Stagedives, etliche Pogos, sowie Joe Cocker-Tänze im Publikum, ließen das schlechte Wetter restlos vergessen und zauberten mit Hilfe von STREETLIGHT MANIFESTO ein Lächeln auf die Gesichter der Besucher, welches auch nicht abfiel nach dem man wieder im Regen, der Kälte, in der traurigen Realität des (noch) Winters in Köln draußen aufwachte.

Alte Kommentare

von Fab 17.03.2009 18:32

ach „Everything went numb“ verließen STREETLIGHT MANFESTO die Bühne, gönnten sich zwei Minuten Zugabe-Rufe, um dann mit „Mephistos Cafe“ einen krönenden Abschluss zu bereiten und das 60-minütige Konzert zu beenden. Stimmt aber nicht so ganz;) Letztes Lied war Somewhere In The Between und Everything Went Numb uwrde garnicht gespielt;)

von tobi 18.03.2009 15:57

wäre gern dagewesen! leider wurde der süden deutschlands gar nicht bespielt :(

von Mag 19.03.2009 14:20

Everything went numb wurde nicht gespielt. Und der Norden wurde auch nicht bespielt, trotzdem war ich da.

von Robert M 25.03.2009 13:38

Krass! 500 Leute...Nicht schlecht. In Berlin fanden sich nicht mal 200 Menschen im Wild at Heart ein. Das war für die Stimmung aber auch egal, gefeiert wurde bis es einfach nicht mehr ging. Setlist war glaube ich ähnlich. Schade dass sie The Receiving End of it All nicht spielen. Die Scherzkekse aus NJ haben in der letzten halben Stunde bestimmt drei-vier mal angekündigt "This is our last song", nur um nach dem Song ohne Ansage einfach weiter zu zocken. Nach einer Stunde hatte niemand der Anwesenden auch nur annähernd das Bedürfnis eine Zugabe zu fordern. Unglaublicher Abend also auch in Berlin. Was noch anzumerken wäre: Auch super dass sie sich beim Publikum für die unglaublich misslungene Show im letzten Jahr im Magnet entschuldigt haben. Daumen hoch Jungs!