13.02.2013: Yellowcard, The Blackout, Set It Off - Hamburg - Grünspan

 

Bereits beim Betreten des Grünspan wurden wir von freundlichen Bandmitgliedern begrüßt, die uns wissen ließen "Hey, we're SET IT OFF, we're playing first!". Fannähe war also schon mal vorhanden. Um 20 Uhr liefen die Jungs aus Tampa, Florida dann auf die Bühne und sofort fühlte man sich um 3-4 Jahre in die Vergangenheit katapultiert. Musikalisch eine Mischung als Fall Out Boy, Panic At The Disco und Alesana, äußerlich der Stereotyp vom Pop-Punk Emo.

Überraschenderweise machte es von Lied zu Lied mehr Spaß SET IT OFF zuzuhören. Sänger Cody Carson schwächelte zwar anfänglich und überzeugte nur in den höheren Tonlagen, schien sich jedoch nach und nach zu Fassen und wurde zum Ende des Sets stärker. Songs wie "Nightmare" sind musikalisch sicher kein Meisterwerk, zu dem Abend und dem überwiegend jungen Publikum passte die Band jedoch gut. Dafür dass SET IT OFF das erste Mal in Deutschland auftraten, waren die Reaktionen der Zuschauer durchweg positiv.

Nach 30 Minuten verabschiedeten sich die Amerikaner und es wurde Zeit für THE BLACKOUT. Das Set wurde mit "Start The Party" vom gleichnamigen neuen Album der Jungs aus Wales eröffnet. Wie immer begeisterte die Band mit einer energiegeladenen Liveshow, Sänger Sean ließ es sich nicht nehmen mehr als ein Mal in die Menge zu gehen und verschwand etwa nach der Hälfte des Sets durch eine Tür um vom Balkon aus weiter zu singen. Auch Sänger Gavin sprang wild auf der Bühne umher und hatte sichtlich Spaß. THE BLACKOUT spielten eine gelungene Mischung ihrer bisherigen Studioalben, unter anderem waren "STFUppercut", "Children Of The Night" und "Higher And Higher" vertreten. Auch der ältere Song "I'm A Riot? You're A Fucking Riot" fand Platz in der Setlist. Nach ebenfalls etwa 30 Minuten verabschiedeten sich THE BLACKOUT und räumten die Bühne für den Headliner des Abends.

YELLOWCARD waren schon öfter in Hamburg zu Gast und hatten sowohl bei ihrer Soloshow im Knust 2011 als auch bei den Telekom Extreme Playgrounds 2012 eine treue Fanbase. So auch an diesem Abend. Begonnen wurde ihr Auftritt mit "Awakening" vom 2012er Album "Southern Air". Es folgte eine Mischung aus allen Alben, wobei der Schwerpunkt auf "Southern Air" und "When You're Thorugh Thinking Say Yes" gelegt wurde. Sänger Ryan Key sprach viel mit dem Publikum und betonte immer wieder, dass solch eine Tour ohne die Fans nicht möglich wäre. Nach der Pause die YELLOWCARD eingelegt hatten und der Wiedervereinigung 2011 scheinen sie nun wieder zu einer glücklichen Band zusammengewachsen zu sein. Im Zugabenteil wurde wie erwartet "Ocean Avenue" gespielt, sodass nun auch die Fans im Publikum, die nur die frühen YELLOWCARD Songs kennen, zufriedengestellt wurden. Insgesamt zeigte die Band ein gutes Zusammenspiel, Freude auf der Bühne und verdeutlichte, dass die Zeit für YELLOWCARD als Band noch lange nicht vorbei ist.


Setlist:

1. Awakening 

2. Surface of the Sun 

3. Way Away 

4. Breathing 

5. Rivertown Blues 

6. Light Up the Sky 

7. Always Summer 

8. Here I Am Alive 

9. For You, and Your Denial 

10. With You Around 

11. Drum Solo 

12. Holly Wood Died 

13. Five Becomes Four 

14. Sing for Me 

15. Believe 

16. Lights and Sounds 

17. Southern Air 

Zugabe:
18. Only One 

19. Ocean Avenue