13.07.2006: Agnostic Front, First Blood, Settle The Score - Dortmund - FZW

 


Am FZW Dortmund angekommen, schaute es schon recht voll aus, was mich ein bisschen verwunderte da ein Ticket mal eben 17€ kostete, find ich ein bisschen viel, aber die HC-Kids störte es recht wenig anscheinend.

Beginn war offiziell um 20:00 Uhr, aber die erste Band des Abends, Settle the Score, spielte erst gegen 20:30. Voller wurde es durch den späteren Beginn nicht. Settle the Score, sind nicht unbedingt meine Lieblingsband, ich weiß auch nie, ob das an den Jungs selbst liegt, oder an den Muskelbepackten Prolls, die die immer magnetisch zu ihren Shows anziehen? Auf jeden Fall zeichnet sich ihr Beatdown Hardcore nicht durch viel Individualität aus.
Bei der Show standen Hauptsächlich die Leute im Vordergrund, die sich an sehr amüsant aussehenden Kickboxeinlagen ausprobierten. Natürlich wurden wieder mal die 2 großen Hits der Jungs aus M’Gladbach gespielt, neben „Roll the Dice“, durfte natürlich nicht das „Liebeslied“ (O-Ton Sänger) „Thinking of You“ fehlen. Neben dem bekannten Songs der aktuellen Platte, gabs noch ein neues Lied mit dem Titel „Side by Side“. Nach ca. einer halben Stunde war dann Schluss und Settle the Score räumten die Bühne für First Blood.

Gegen viertel nach neun, kamen dann endlich First Blood auf die Bühne. Ich war sehr gespannt auf den Auftritt der Jungs, unter anderem ist ja der alte Bassist von Terror dabei. Die Demo der Band war auf alle schon mal sehr fett. Als die Jungs die Bühne betretenen, wurde mir immer klarer auf wen die ganzen Prolls gewartet haben. Natürlich First Blood. Und wie bei einem Terror-Konzert ging es auch hier ab. Neben Kickboxen, waren auch Windmills angesagt. Leider waren die meisten Lieder neu für mich, da ich mich noch nicht so intensiv mit dem aktuellen Release beschäftigt habe. Der Sänger hatte ordentlich Power und die Band hat sich auf jeden Fall gut präsentiert. Okay, das Rad haben die auch nicht neu erfunden, aber der Auftritt war allemal sehr druckvoll und gut. Auch hier war nach einer halben Stunde Schluss.

Als letztes an diesem heißen Donnerstag spielten Agnostic Front. Die Legende des NYHC. Jahre dabei und trotzdem nicht wegzudenken aus der Szene. Mal wieder mit neuem Release am Start. Um kurz nach zehn enterten sie die Bühne und legten ohne Umwege direkt los. „Fall of the Parasite“ stellten den Opener dar, doch so richtig Stimmung im Publikum kam erst bei „Crucified“ auf. Auffallend schwach fand ich Sänger Roger Miret, der bei den ersten Liedern sehr schlecht zu verstehen war. Nach „Crucified“ ging es munter weiter. Es folgte neben „Victim in Pain“ auch blad darauf „Gotta Gotta Go!“. Den Leuten gefiel es und es ging zunehmend mehr ab, nur das mit dem Stagediven, dass klappte an diesem Tag nicht so doll bei vielen. War recht unterhaltsam wie manche auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet sind. Nach ca. 45 min. und 23 Songs war Schluss und Agnostic Front verschwanden ohne einen Ton zu sagen von der Bühne. Trotz lauter Rufe um Zugabe, kamen Sie nicht mehr wieder. Schade eigentlich, aber wenn man ehrlich ist haben sie alle Hits gespielt die man von ihnen erwartet hat, somit geht das klar.

Abschließend kann ich nur feststellen, dass ich Agnostic Front nicht allzu überragend fand, hab die auch schon in besserer Form gesehen. Trotz einer soliden Show, hätte ich irgendwie mehr erwartet.