16.12.2006: Andthewinneris, KJU, Jack Rose - Hannover - Bei Chez Heinz

 


Neulich, den 16. Dezember, wurde im Bei Chez Heinz in Hannover zum Jahresausklang mit lokalen Bands geladen oder wie es der Sänger von ANDTHEWINNERIS sagte eine Weihnachtsparty für JACK ROSE gegeben. Einlass war um 20 Uhr und gestartet wurde nach 21 Uhr. Jack Rose konnte ich bereits in Hildesheim ein paar Monate früher Live sehen, als sie mit „Fire in the Attic“ in der Löseke spielten. Andthewinneris habe ich das erste Mal 2004 gesehen. KjU hatte ich zuvor weder gesehen noch gehört.

So gegen 21 Uhr erreichte ich an diesem Schlechtwetterabend das Bei Chez Heinz, auf dem Parkplatz standen bereits einige Autos vor der Location hielt sich jedoch nicht großartig jemand auf. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht so viel los, wie ich es für einen Samstagabend erwartet hatte aber der Abend war ja noch jung. Je näher der Auftritt der ersten Band rückte, desto voller wurde es dann auch. Den Anfang des Abends machten JACK ROSE. Die vier Jungs aus Hildesheim spielen einen emotionalen Punkrock bis Powerpop geprägt durch einen sich abwechselnden Gesang des Drummers und des Bassisten. Die Stimme des Drummers fand ich persönlich ansprechender als die des Bassisten. Sie gefiel durch ihren rau-melodischen Touch und ihre Intonation. Ihr Debütalbum „This is a Major Turn-On“ ist bereits seit August 2005 in den Läden.

Nachdem die Hildesheimer das Feld für die nachfolgende Band KJU räumten, hatte sich der Saal bereits so sehr gefüllt, dass man es schwer hatte an die Theke oder für eine Verschnaufpause zum Eingang zu gelangen. KJU lassen sich in die Indie Schiene einordnen. Die vier Hannoveraner bieten melodiöse und kräftige Töne die durch sehr gefühlvolle Vocals ergänzt werden und darüber eine äußerst gelungene Mischung aus Metal und Alternative Rock bilden. Bei einem Rundumblick stellte ich fest, dass nun auch der letzte frei Platz im Saal besetzt war und das Publikum dem Gesang von Tobias Hartwig folgte. Hier und da wurde auch schon mal das Tanzbein geschwungen. Auf einem Flyer, den ich an der Theke gesehen hatte, stand, dass ihr neues Album am 19. Januar in die Plattenläden kommt und den Namen“ Setting Sun“ trägt.

Den gebührenden Konzertabschluss des Abends und gleichzeitigen Höhepunkt machten ANDTHEWINNERIS aus Hannover, die hierzulande mittlerweile dem letzten Kid mit Hang zu emotionalem Punkrock ein Begriff sein dürften. Bereits vor dem Start der Band rückten die Massen nach vorne und auch an den Wänden kondensierte bereits die Feuchtigkeit. Gespannt wartete das Publikum auf die Headliner des Abends. Anders als bei ihrem letzten Konzert (was ich 2005 gesehen hatte) standen primär Songs von ihrem 2005 veröffentlichten Album „The Punch And Judy Show“ auf der Liste und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der eine oder andere neue Song sich in die Setlist der Jungs geschlichen hat. Während ihrer Show konnte man den fünfen ihre Freude am Auftritt ansehen. Sowohl die beiden Gittaristen als auch der Bassist schwitzten nicht nur durch die Scheinwerfer, sondern mehr durch ihre Tanzaufführungen die sie während des gesamten Gigs einfügten. Hin und wieder gab es ein paar choreographische Patzer die zu einer beinahen Kollision mit dem Bassisten und dem Sänger führten. Nach Abarbeitung der Songlist ging die durchgeschwitzte Band zügig von der Bühne. Allerdings, durch beharrtes bitten des Publikum um eine Zugabe, ließen sich die Hannoveraner zweimal erweichen und performten noch vier weitere Songs. Als Zugabe wurden Songs von ihrem 2001 veröffentlichten EP gewählt die nochmals den Saal zum kochen brachten. Hiernach verabschiedet sich die Band.

Zusammengefasste war es ein sehr unterhaltsamer Abend und man konnte sich auf den Heimweg machen, sofern man nicht an der im Anschluss folgen Party sein Tanzbein schwingen wollte.

Alte Kommentare

von christian 22.12.2006 10:56

\"performten noch vier weitere Songs\" :-)

von xpridex 22.12.2006 12:10

haha, dass ist ja der benni auf dem bild oben. ...

von Icke 10.02.2007 22:12

Olli hatte seine Mannen im Griff und die jungs haben die Hütte gerockt.