25.11.2009: Strike Anywhere, Images - Hannover - Faust (24.11.2009)

 


Danke, Schweinegrippe. Danke, dass Du für heute meinen Fotografen beansprucht hast. Und danke Klimawandel. Danke, dass man Ende November noch ohne zu frieren mit dem Fahrrad in die Faust preschen kann. Davor findet sich eine Vielzahl an freien Fahrradparkplätzen – und – aha – die Show ist tatsächlich von der großen 60er Jahre Halle ins gemütliche Mephisto verlegt worden. Nachdem der Support von Dead To Me für diesen Abend gestrichen worden ist und zusätzlich das Jahrtausend-Line Up am nächsten Tag in Hamburg bestätigt wurde (Hot Water Music, Strike Anywhere, A Wilhelm Scream), geht die Faust heute etwas leerer aus, als erwartet.

Mit Betreten des Clubs röhren die lokalen IMAGES bereits von der Bühne. Geboten wird drückender Reibeisenpunkrock mit 2 Gesängen, der teils an frühe Off With Their Heads erinnert. Leider erwische ich nur noch die letzten 4 Songs der Band um den Cave Canem Schreihals und finde mich nach wenigen Minuten wieder nach Frischluft schnappend vor der Tür.

Nach kurzer Umbaupause kriechen die 5 Amis hinter der Ampeg-Box hervor und sind scheinbar sichtlich erfreut über die Anwesenheit jedes Einzelnen. Ohne Gezicke geht´s in die Vollen. Die mittlerweile 10 Jahre Erfahrung der Band merkt man in der Geradlinigkeit von Songs wie „Sunset on 32nd“ oder „We Amplify“. Von der angeblichen Magenverstimmung inklusive bösem Durchfall von Sänger Thomas merkt man auf der Bühne nicht die Spur. Der lebendige Flummi wirbelt seine Dreadlocks und Fäuste durch die Luft und könnte von der Bühne herab eine Großdemonstration leiten. Auffällig viele Nummern der neuen „Iron Front“ LP finden den Weg ins Set, aber keiner sticht live negativ heraus. Das Publikum wirkt hingegen eher wie an einem Sonntagmorgen und hält sch mit der Feierlaune und schweisstreibenden Tanzeinlagen eher zurück. Eine gute Dreiviertelstunde mit Höhepunkten wie „Prisoner Echoes“ und „Chorus Of One“ - aber mit leider viel zu kurzem Zugabenblock dauert der Dampfmaschinentrip, dann verabschieden sich die 5 Herren aus Richmond in die Nacht. Bis bald, Jungs. Ach nee, bis morgen!

Alte Kommentare

von Sven 26.11.2009 11:07

Gesten in Hamburg: Scheiß ÖPNV. Betrtiebsstörung am Hauptbahnhof bedeutet spätes Eintreffen bedeutet nix A Wilhelm Scream. Na ja, werd's überleben. Nach ausgiebigem Bekannten-Begrüßen dann rein in die große Markthalle - wird mir nie gefallen der Laden. Allerdings kann man aufgrund des Arenen-artigen Aufbaus auch als eher Kurzgewachsener gut sehen. Zu Strike Anywhere gut gefüllt, aber nicht proppevoll. Pit eher überschaubar und recht jung. Dafür aber durchaus einsatzfeudig. Leider nur knapp 40 Minuten gibt es von den Jungs aus Richmond. Insgesamt ein bunter Querschnitt durch alle Phasen (2 Songs von der Chorus of One anybody?). Aber keine Zugabe. Eigentlich wollte ich ja gar nicht kommen. Ursprünglich waren Strike Anywehere als Headliner im Logo angesagt, da hatte ich mich drauf gefreut. Dann kurzfristig abgesagt und nur Support-Slot für HWM. Und mal davon abgesehen, dass HWM eien fantastische Live-Band sind, habe ich mich schon gefragt: Warum? Erst Trennung/Pause (weil Mr. Ragan eigentlich kein Bock mehr auf Tour-Geschäft hatte - nur um dann Soli unfegähr alle 3 Wochen in Euopa zu weilen), dann letztes Jahr die Reunion Tour. Und jetzt schon wieder - ohne neues Material. Und schon 6 mal lilve gesehen. Eigentlich nicht. Na ja, aber von Freunden überzeugen lassen und hin. HWM also. Laden jetzt recht voll. Pit auch. Alle Altersklasssen. Und gute Stimmung und Mitsing-Laune. Euphorie fast (nicht ganz so wie letztes Jahr bei der Reunion-Tour). Die Einladung zum Diven wurde fleißig genutzt (keine Bouncer oder Graben - wer hätte es gedacht?). Und die Jungs delivern (oh mein Gott). 21 Songs (inkl. 4 Zugaben oder waren es 3) und eine buntes Potpurri an guter Laune. Oder so ähnlich. Alle Phasen recht gleichwertig vertreten. Und mit It's hard to know geht's standesgemäß zu Ende. Was bleibt? Eine deutlich weniger als sonst betrunkene Band und ein doch recht leidenschaftliches Set. Aber leider nix God Deciding. Und auch nicht Radio (trotz eifrigem Einfordern seitens diverser Menschen im Publilkum). Ein HWM-Konzert kann eigentlich fast nicht enttäuschen (abgesehen von 2004 in der Fabrik) - also warten auf's nächste Jahr. Vielleicht dann mal mit neuem Material.....

von ... 26.11.2009 12:58

cool, danke!