25.08.2015: LIMP BIZKIT, MOTHER'S CAKE - Hannover - Gilde Parkbühne

 

Limp Bizkit mit Support von Mother's Cake bereiteten den Fans vor der Bühne einen musikalisch einwandfreien Abend in einer wunderschönen Kulisse. 15 Jahre nach Erscheinen des Albums spielten Limp Bizkit ein heimliches Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water Best of (siehe Setlist).

 

Aber von vorne: Pünktlich um 20 Uhr standen die Österreicher Mother's Cake auf der Bühne und durften 45 Minuten ihr musikalisches Können unter Beweis stellen. Der Sound war satt, die Band hatte Bock, der Progressive Rock fand jedoch nur schwer Eingang in die Gehörgänge der zahlreich Anwesenden. Das ist einfach keine Musik, die man beim ersten Hören abfeiern kann. Dafür feierte die Band ihre Musik und man hatte durchaus Spaß dabei den Jungs bei der Arbei zuzuschauen. Guter Sound, engagierter Auftritt, da gab es schon deutlich schlechtere Supports.

 

Eine halbe Stunde später, pünktlich zum Eintritt der Dunkelheit, betraten dann Limp Bizkit die Bühne und eröffneten mit Rollin'. Für die Fans gab es kein Halten, es wurde gesprungen und gesungen was die Beine und die Kehlen hergaben. Mich überraschte dieser Enthusiasmus, wenig hatte ich erwartet von diesem Konzert. Ca. ein Jahr und 2 Monate zuvor, ebenfalls Open Air, besuchte ich Limp Bizkit bei ihrem Auftritt in Hamburg. Damals war ich nach einer Stunde und 15 Minuten schwer enttäuscht. Ein Jahr und 2 Monate später war dies anders. Von der ersten Minute an gaben Limp Bizkit zu verstehen, dass sie Bock auf eine fette Party haben.

Hot Dog und Nookie ließen die Fans nicht zur Ruhe kommen, auch wenn einige etwas in die Länge gezogene Zwischenspiele die Songs, insbesondere in der ersten Hälfte des Sets, unangenehm unterbrachen. Wenn die Mannen um Fred Durst dann aber loslegten, knallte es ordentlich, die Masse setzte sich in Bewegung und es wurde lauthals mitgesungen. Nach My Generation verlor ein Zuschauer sein Cap vor der Bühne. Fred Durst und Wes Borland konnten dies nicht hinnehmen. Durst forderte dazu auf dem jungen Mann sein Cap wieder zu geben. Borland stellte demonstrativ seine Gitarre weg. Schließlich bekam der Mann sein Cap wieder und wurde von Limp Bizkit auf die Bühne gebeten, um Livin' It Up zu zelebrieren. Im Anschluss wollte Durst dann „alle“ auf der Bühne sehen. Bis die letzten Töne von Break Stuff durch die Boxen schallten, durften ca. 50 Fans das Konzert von der Bühne aus verfolgen.

 

Als die ersten Töne von Behind Blue Eyes ertönten, konnten gemischte Reaktionen im Publikum ausgemacht werden. Einige zückten Smartphone und/oder Feuerzeug. Andere sahen den bevorstehenden Minuten eher weniger fröhlich entgegen. Nach der ersten Strophe brach Durst mit den Worten „Sometimes, I just don't feel like playing this fucking song“ ab. Stattdessen wurde Killing in the Name angestimmt und das Publikum war wieder voll da. Im Anschluss wurden bei Smells Like Teen Spirit, Break Stuff und Take a Look Around noch einmal alle vorhandenen Kräfte mobilisiert.

 

Ein starker Auftritt! Um Längen besser als ein Jahr und 2 Monate zuvor. Limp Bizkit haben bei mir persönlich einiges an Boden gut gemacht. Ein satter Sound, Bock auf der Bühne zu stehen, witzige Sprüche, eine starke Lichtshow und eine nahezu regenfreie, wunderschöne Kulisse. So kann man einen Dienstagabend gerne öfter verbringen.

 

Setlist:

  1. Rollin' (Air Raid Vehicle)
  2. Hot Dog
  3. Nookie
  4. Eat You Alive
  5. My Generation
  6. Livin' It Up
  7. Gold Cobra
  8. My Way
  9. Boiler
  10. Behind Blues Eyes (The Who Cover)
  11. Killing in the Name (Rage Against he Machine Cover)
  12. Smells Like Teen Spirit (Nirvana Cover)
  13. Break Stuff
  14. Take a Look Around

Alle Bilder gibt es unter den folgenden Links:

Limp Bizkit

Mother's Cake