28.03.2008: Jupiter Jones, Green Frog Feet, December Peals, Ashes Of Pompeii - Bausendorf - Riezer Indoor Festival

 

JUPITER JONES spielen in der Eifel. Klar dass sie da alle kommen. Hier ist heute jeder vertreten der Rang und Namen hat. Die üblichen bekannten Gesichter inkl. der typischen Eifeler Kampftrinker. Doch bis der Mob komplett ist dauert es eine ganze Weile.

So kommt es, dass die erste Band am Abend, die sympathischen ASHES OF POMPEII, vor fast leerem Saal spielen und keinerlei Resonanz erhalten. Obwohl die Jungs ein wirklich tolles Set durchziehen und ihren ruhigen, braven Emocore bei super Soundverhältnissen zocken dürfen, interessiert es zu diesem Zeitpunkt niemanden, dass eine talentierte Band auf der Bühne steht. Das letzte Stück erinnert stark an die neuen THRICE und wird glatt mein Favorit des ganzen Abends. Atmosphärisch 1a gepunktet verlassen die 4 Marburger sichtlich enttäuscht die Bühne.

Als nächstes spielen die DECEMBER PEALS aus Ibbenbühren. Aus Ibbenbühren kommen auch die DONOTS und wenn man genau hinhört klingt die Stimme des DP Sängers ähnlich wie die vom Ober-Donot. Ansonsten spielen die Herren eine Art Rock’N Roll und geben sich Mühe das immer größer werdende Publikum etwas näher in Richtung Bühne zu lotsen. Es gelingt, bewegen mag sich trotzdem keiner.

Die Regensburger GREEN.FROG.FEET betreten nun die Bühne und haben neben ihrem 08/15 Langeweile Punkrock nichts zu bieten. Ganz nebenbei wird sich dann über das steif stehende Publikum amüsiert. Unsympathisch, wie den ganzen Auftritt über, stellt der Sänger dann fest das „Applaus des Künstlers Brot ist, und wir deshalb so schlank sind“. Kein Wunder. Also lieber die Zeit im kalten Raucherdunst vor der Türe verbracht und auf den Hauptact gewartet.

JUPITER JONES betreten gegen kurz nach Mitternacht die Bühne und schon ist das steife Publikum locker wie eh und je. Ausgelassen wird getanzt, mitgegröhlt und sich einfach wohlgefühlt. Sänger Nicholas scheint noch immer gesundheitlich angeschlagen zu sein, sah man ihn zuvor noch auf Krücken durch den Saal humpeln. Kümmert hier aber keinen mehr und auffallen tut es ohnehin nicht.

Die Setlist besteht aus einer exzellenten Mischung aus neuen, alten und uralten Songs. So gibt es beispielsweise das rar gespielte „Raum um Raum“ oder auch „Versickern / Verstanden“ wie auch die Hits „Wir sind ja schließlich nicht Metallica“ oder „Kopf hoch und Arsch in den Sattel“. Verwundern tut es das die ruhigen Stücke wie „Wenn alle es verstehen“ oder „oh hätt ich dich verloren“ nicht zum Zuge kommen. Stören tut es hier niemanden denn ausgelassen gefeiert wird wie eh und je. Schön ist es das Songs wie „War nichts“ nochmals Beachtung finden und dafür ein wenig Tapetenmaterial eingespart wird. Nicht, dass ich die Songs nicht mag aber „War nichts“ ist schlicht und einfach eine Hymne die einfach nicht fehlen darf. Nach einer guten Stunde verabschieden sich die Jungs um für eine Zugabe und das einfach dazugehörige „Jupp“ nochmals zurück zu kommen. Lauthals wird die Geschichte vom Jupp mitgegröhlt und mitgefühlt. Danach gibt es mit „Lebenslügner“ von der ersten EP und „Beim letzten Mal allein“ von der Springtime Split-EP zwei besondere Leckerbissen für jeden Jupiter Jones Fan. Somit verlassen die Jupiters die Bühne um danach mit den Fans im Getümmel die letzten Biere des Abends herunter zu spülen. Nicht der beste JUPITER JONES Gig aber schon allein von der Songwahl her einfach ein Leckerbissen.