Interview mit Zero Mentality

 

Hallo ZERO MENTALITY! Wer beantwortet meine Fragen?

Fink

„Black Rock“ heißt euer neues Album. Warum dieser Titel?

Wir haben uns den Titel ja gar nicht ausgesucht...er hat uns
ausgesucht. Ich wollte das Album eigentlich unbedingt "don't worry be
happy" nennen, aber da hatte ich die Rechnung wohl ohne den Wirt
gemacht.

Erzählt bitte, was ihr zwischen „Invite Your Soul“ und eurem neuen Langeisen so alles gemacht habt.

Winter 2008 waren wir mit Heartbreakmotel in Dänemark und haben
dort gemeinsam ein paar Songs und Videos aufgenommen. Das Ganze wurde
dann über DRA als Split-CD & doppel 7" veröffentlicht - ausgesprochen
sexuelles Material! Außerdem haben wir hier und da getourt und drei
Bandmitglieder ausgetauscht...einfach nur weil uns ihre Visagen
angekotzt haben. Im Frühling 2009 hat sich dann (wiederum in
Dänemark) die Niederkunft des great Black Rock angekündigt und unser
aller Leben nachhaltig verändert.

„Black Rock“ ist sehr kompakt. Sowohl die Lyrics als auch die Songs sind sehr direkt und wollen dem Hörer ohne große Umschweife etwas mitteilen. Ihr mögt nicht den Weg durch die Hintertür, oder?

Also ich persönlich mag den Weg durch die Hintertür eigentlich
ausgesprochen gerne.

Bewahrt habt ihr euch den etwas prolligen Unterton. Im krassen Gegensatz dazu versprüht ihr auch ein sehr feinfühliges Gespür für nachdenkliche Momente. Schlummern mehrere Seelen in euch?

Ja

Textlich habt ihr euch mit Krieg (Stichwort: Israel), Tod, Liebe und Freundschaft auseinandergesetzt. Und: Jetzt featured ihr euch sogar selbst! Meiner Meinung nach stehen die Texte auf gleicher Ebene zur Musik. Was wollt ihr mit „Black Rock“ transportieren?

Mir sind die Texte unheimlich wichtig, aber ich kommentiere sie nur
sehr ungerne. Ich hoffe einfach, dass sich ein paar Leute das Booklet
durchlesen werden und mit ganz viel Glück machen die sich dann noch
ein paar Gedanken dazu.

Musikalisch ist es euch gelungen, eine große Bandbreite an Stilen in homogene Songs zu pressen. Beschreibt euren Sound bitte einmal, denn es ist schwer, ein passende Schublade für ZERO MENTALITY zu finden. Sucht euch einen aus: Modern Metal, Rotzrock “Made In Germany”, TYPE O NEGATIVE mit Feuer unterm Arsch oder XXX.

Black Rock

Auffällig ist neben der Homogenität der Songs das ausgefeilte und auf den Punkt gebrachte Songwriting. Im Review habe ich es als Konsolidierung eures Bandsounds beschrieben. Ihr schein Ballast über Bord geworfen zu haben und euch auf eure Kernkompetenzen konzentriert zu haben. Ist das alles so gekommen oder habt ihr euch zusammengesetzt, um den weiteren Kurs von ZERO MENTALITY zu bestimmen?

Antwort a)

Produziert hat Jacob Bredahl. Wie lief die Zusammenarbeit mit dem exHATESPHERE Sänger?

Wie immer gut. Jacob und wir sind genau auf einer Wellenlänge. Nur
bei der Penislänge bewegen wir uns in anderen Sphären.

Erscheinen wird „Black Rock“ über Let It Burn Records. Das Label passt deshalb so gut zu euch, weil...

...Chris LIB uns schon seit Jahren liebt.

Wie sehen eure Tourpläne aus?

Das wüsste ich auch gerne, alles was bislang geplant war musste zu
unserem Bedauern und aufgrund widriger Umstände wieder abgeblasen
werden. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich in den nächsten
Tagen noch was ergeben wird. Unser Booker Allen GDB arbeitet
jedenfalls auf hochtouren. Checkt unsere Myspace-Seite für aktuelle
Konzertdaten. Und kommt zu unseren Release-Shows in Hagen und Bochum!

Welche Bands aus dem Ruhrpott sind eurer Meinung nach ein Ohr wert?

Es gibt im Pott schon ein paar gute Bands, ich hab jetzt aber
ehrlich kein Bock die alle aufzuzählen. Im Endeffekt muss doch eh
jeder für sich selbst entscheiden was scheiße und was geil ist. Ich
finds ziemlich lächerlich wenn Bands abgehyped werden nur weil irgend
ein Szene B-Promi verkündet es sei der heiße Scheiß. Zumal diese
Internethype Bands meistens eher der letzte Scheiß sind. Leute, macht
euch nicht so klein - think for yourself!

Was soll auf eurem Grabstein stehen?

"Eigentlich sollte ich ein Denkmal werden"

Nächste Woche ist Bundestagswahl. Geht ihr wählen? Wenn ja, wo macht ihr eure Kreuze? Wenn nein, warum nicht?

Im Prinzip hat von den Affen keiner meine Stimme verdient und ich
kann jeden verstehen, der zu Hause bleibt, aber ich werde wohl
trotzdem gehen -bin wohl Idealist. Ich werde Links wählen und, wie
sagt man so schön. "die Opposition stärken." Was und ob der Rest der
Bande wählen geht bleibt geheim, ich glaube aber Alan wählt seit
Jahren DVU.

Danke und die letzten Worte sind bei ZERO MENTALITY:

Glück Auf!

Alte Kommentare

von olivier // allschools 15.09.2009 22:16

Super Fragen, aber die Antworten sind ja teilweise mal wohl mehr als dürftig...

von The Grotesque 16.09.2009 08:06

die band scheint es nicht nötig zu haben, auf ein interview eines online mags angemessen zu antworten

von Clement / Allschools 16.09.2009 08:26

Hätte ich das vorher gewusst, wäre "Black Rock" nur mit 7,9 Köpfen nach Hause gefahren...

von dante 16.09.2009 09:44

sie halten sich für besonders witzig. naja. wirkt eher unsymphatisch...

von renö 16.09.2009 12:37

finds auch eher unsymphatisch..so dolle isnd die doch gar net...warum dann so arrogant

von Ben Fink 16.09.2009 14:40

also ich find auch die Antworten super...

von Sno 17.09.2009 10:49

Tierisch unsymphatisch

von so Leute 17.09.2009 15:27

sollte man gar nicht mehr interviewen..Spastis

von Ruhrpott! 18.09.2009 23:02

hahaha, glaub alan wählt seit jahren dvu, wie geil, hammer,hahaha!

von Ben Fink 19.09.2009 12:48

Ich bedaure, dass die humoristische Qualität meiner Antworten den Anforderungen der geschätzten Leser dieses Forums nicht gerecht wurde und so bei einigen von euch der Eindruck entstanden ist, dass ich die Befragung nicht ernst genommen habe. Ich möchte hiermit klarstellen, dass es niemals meine Absicht war, mich über die Allschools Community lustig zu machen und ich bereue, dass ich mich in diesem Interview so missverständlich ausgedrückt habe. Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, die hier vorgebrachte scharfe, aber berechtigte Kritik an meiner Person ernst zu nehmen und die Fragen erneut und diesmal frei von Ironie, Sarkasmus, Zynismus oder sonstigem Schabernack zu beantworten. Ich hoffe, dass ich mich dadurch in den Punkten Integrität, Bescheidenheit und Sympathie ein Stück weit rehabilitieren kann. Hallo ZERO MENTALITY! Wer beantwortet meine Fragen? Mein Name ist Ben Fink. Kurz zu meiner Person: Ich bin 27 Jahre alt und lebe in Bochum zusammen mit meiner wundervollen Frau. Wenn ich nicht gerade bei ZM singe, verbringe ich die Zeit in der Uni, um mein Sonderpädagogik Lehramtsstudium abzuschließen. Momentan mache ich ein Praktikum an einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Die Arbeit mit geistig behinderten SchülerInnen macht mir unheimlich viel Spaß und gibt mir sehr viel Lebenskraft. Es ist mir sehr wichtig auch in meinem Beruf das Gefühl zu haben etwas Sinnvolles zu tun. „Black Rock“ heißt euer neues Album. Warum dieser Titel? Mein Freund André Hoppe von Lifetime Tattoo hat unseren Stil und unsere Attitude mal als Mischung aus Blackmetal und Rock bezeichnet und das Ganze zu „Black Rock“ zusammengefasst. Das fanden wir derart treffend und catchy, dass wir erst einen Song und später das Album so genannt haben. Bevor wir diesen Titel festgelegt haben, standen noch „Planet der Affen“ und „Dont worry be happy“ zur Auswahl, beide Ideen mussten aber aufgrund von urheberrechtlichen Belangen verworfen werden. Erzählt bitte, was ihr zwischen „Invite Your Soul“ und eurem neuen Langeisen so alles gemacht habt. Zunächst haben wir in Zusammenarbeit mit unserer früheren Bookingagentur M.A.D. die Invite Your Soul Tour auf die Beine gestellt und einige coole Festivals gespielt. Darunter auch das Hellfest in Frankreich, wo wir uns die Bühne mit Bands wie Slayer und Korn geteilt haben. Das war total verrückt und eine unglaubliche Erfahrung. Ich bin Theo und Rob von GSR super dankbar dafür, dass sie uns dieses und viele weitere Festivals und Konzerte vermittelt haben. Anfang 2008 haben wir dann zusammen mit unseren Freunden von Heartbreakmotel eine Split MCD/2x7“ aufgenommen und auf DRA veröffentlicht. Das ist für mich persönlich eine ganz besondere Veröffentlichung, da sie die Manifestation wahrer Freundschaft darstellt und in meinen Augen unter Beweis stellt, dass Genregrenzen keine unüberwindbare Barriere sind und der Blick über den eigenen Tellerrand in der Regel etwas positives mit sich bringt. Heterogenität als Qualität zu erkennen ist eine Aufgabe, der sich die Untergrund Musikszene und vor allem die Hardcoreszene noch unzureichend bewusst geworden ist. Nach einer gemeinsamen Tour mit Heartbreakmotel und unseren Buddies Ritual und Burial haben wir erstmal viel Zeit im Proberaum verbracht. Wir wollten dadurch sicher stellen, dass die Qualität des dritten Albums alles von uns zuvor produzierte übertrifft. Wir sind zwar nicht die begnadetsten Musiker, aber das was uns an Talent fehlt, versuchen wir durch harte Arbeit wieder wett zu machen und somit immer das Maximum aus uns heraus zu holen. Als Lokalpatriot möchte ich behaupten, dass das eine ruhrgebietstypische Einstellung ist. Und so wie die Arbeiterklasse im Ruhrgebiet mussten auch wir immer wieder mit Rückschlägen, wie dem Ausscheiden von früheren Mitgliedern, kämpfen. Es war niemals leicht lieb gewonnene Bandmitglieder gehen zu lassen, aber getreu dem Motto „was uns nicht umbringt macht uns hart“, haben wir uns immer wieder durchgebissen und die Neubesetzungen als Bereicherung und nicht als Verlust angenommen. Ich möchte auch betonen, dass wir zu allen Exmitgliedern ein super Verhältnis haben und bei keiner Trennung jemals böses Blut geflossen ist. Genauso wenig wie bei der Trennung von GSR, die jahrelang gute Arbeit für die Band geleistet haben und uns in guten und schlechten Zeiten zur Seite standen. Rob ist ein guter Freund von mir geworden und unterstützt mich und ZM weiterhin. Die einzigen ehemaligen Partner, die es sich mit uns verscherzt haben sind M.A.D. Ich möchte an dieser Stelle allerdings nicht näher darauf eingehen, da es nicht meine Art ist nachzutreten. Ich kann aber ruhigen Gewissens behaupten, das wir uns gegenüber Berlin immer korrekt und loyal verhalten haben. „Black Rock“ ist sehr kompakt. Sowohl die Lyrics als auch die Songs sind sehr direkt und wollen dem Hörer ohne große Umschweife etwas mitteilen. Ihr mögt nicht den Weg durch die Hintertür, oder? Warum sollte man etwas kompliziert machen, dass auch einfach geht? Bis zu einem gewissen Maße befolge ich da das „Stumpf ist Trumpf“ Ruhrpott-Prinzip, auch wenn wir es sowohl lyrisch als auch musikalisch doch noch etwas anders interpretieren als einige unserer regionalen und nationalen Kollegen. Aber gerade diese Verschiedenheit schätze ich so an der deutschen Untergrund Musikszene. Wie schon weiter oben beschrieben, glaube ich, dass Homogenität kein Qualitätsmerkmal einer lebendigen Szene ist - im Gegenteil. Ich konnte beispielsweise schon oft beobachten, dass Leute nach kurzer Zeit wieder aus einer Subszene ausgestiegen sind, um neue Erfahrungen in anderen Lebensbereichen zu suchen. Je kleiner und limitierter die Szene und ihre Regeln, desto schwieriger ist es sich in ihr wohl zu fühlen. Auf der anderen Seite besteht aber natürlich die Gefahr, durch zu wenig Struktur und Abgrenzung zu den Anderen in der Überflüssigkeit zu verschwinden. Gleichzeitig das eigene Profil zu schärfen und offen für neue Einflüsse zu bleiben ist zwar kein einfacher, aber zum Fortbestand der Szene notwendiger Auftrag, dem sich bereits viele Bands im Untergrund verschrieben haben. Bewahrt habt ihr euch den etwas prolligen Unterton. Im krassen Gegensatz dazu versprüht ihr auch ein sehr feinfühliges Gespür für nachdenkliche Momente. Schlummern mehrere Seelen in euch? Ich bin mir ziemlich sicher, dass jedes menschliche Individuum weiter und tiefer ist, als dies oftmals auf den ersten Blick erscheint. Viele Leute haben leider verlernt ihre innere Mannigfaltigkeit zuzulassen. Der Mensch strebt wohl nach einer eindeutigen und immer konsistenten Erscheinungen und interpretiert abweichendes Verhalten als Schwäche. Deshalb hat er sich angewöhnt über Selbstzweifel, Fragilität, Schmerz, Unentschlossenheit, Mitleid, Scham und alle weiteren echten Gefühle, die den Menschen zwar verletzlich aber dadurch eigentlich auch erst menschlich machen mit gespielter Souveränität hinwegzutäuschen. Vor allem adoleszente Mitglieder subkultureller Jugendszenen definieren sich deshalb so häufig über Stärke symbolisierende Tugenden wie Straight Edge, Religion, oder sonstige Formen der Enthaltsamkeit und Askese und blenden nach Außen andere ungewollte Merkmale ihrer Persönlichkeit aus. Auch das krasse Gegenteil, also übermäßiger Fleisch-, Drogenkonsum und anderes selbstzerstörerisches Verhalten ist in unserer Szene als Strategie zur Selbstinszenierung zu beobachten. Ich möchte weder das eine noch das andere werten, aber viele Menschen können solche in der Pubertät entwickelten und verfestigten Verhaltensmuster dann oftmals nicht mehr ablegen und reagieren auf Andersartigkeit Zeit ihres Lebens mit Ablehnung und Intoleranz. Genau diese Andersartigkeit und scheinbare Schwäche ist aber das, was mich an der menschlichen Existenz fasziniert und deshalb beschäftige ich mich in meinen Texten hauptsächlich mit diesen Themen. Textlich habt ihr euch mit Krieg (Stichwort: Israel), Tod, Liebe und Freundschaft auseinandergesetzt. Und: Jetzt featured ihr euch sogar selbst! Meiner Meinung nach stehen die Texte auf gleicher Ebene zur Musik. Was wollt ihr mit „Black Rock“ transportieren? Es interessieren sich nur sehr wenige Menschen für die Texte von Bands. Das verwundert mich zwar immer noch, aber ich habe gelernt es zu akzeptieren. Am Anfang war das für uns nicht so leicht. In Reviews zu unserem Demo haben uns Leute oftmals aufgrund unserer Vorgänger-Bands abgestempelt und sich offensichtlich nicht mit dem beschäftigt, wofür ZM steht. Ich habe früher bei Black Friday 29 und Death or Glory gespielt und Dom, unser erster Gitarrist, war zuvor bei Drift; das hat uns zwar einige Türen geöffnet und wir konnten von bestehenden Kontakten profitieren, aber es hat auch dafür gesorgt, dass uns bis heute viele Leute sehr voreingenommen begegnen. Bereits in den ersten Songs, die wir mit ZM geschrieben haben, wie „Falling Down“ oder „Traitor Of My Own“ versuche ich meine eigene Persönlichkeit und meine Taten selbstkritisch zu reflektieren, in „What I See“ habe ich eine habgierige und tyrannische Gesellschaft konstatiert und in „Has Everything We Do Already Been Done?“ stelle ich die Frage ob eine Szene, die sich permanent selbstzitiert und nichts neues erschafft, überlebensfähig ist. Trotzdem bleiben wir für manche Leute bis heute Ghetto-Karate-Toughguys, die übers Frauen vergewaltigen singen und Kinder aus Ibbenbüren verprügeln, also etwas, das wir niemals waren und niemals getan haben - auch nicht vor ZM. Mittlerweile belustigen mich aber diese Mythen zu unserer Person und ich spiele in Interviews oder auf der Bühne mit den Erwartungen der Menschen. Nachdem ich in einem Interview einmal erzählt habe, dass ich aufgrund des Mordes an meiner Ex-Freundin im Knast gesessen habe und diese Tat in dem Song „Nicht Mehr“ verarbeitet habe, wurde ich tatsächlich von Menschen auf meine Erlebnisse im Gefängnis angesprochen. Ich finde es sehr amüsant wenn Heaven Shall Burn auf ihrer DVD mit der Leichtgläubigkeit und Medienhörigkeit der Menschen sprechen und damit beweisen, dass Hardcore und Metalcore Kids nicht so pfiffig sind, wie sie denken. Auf Black Rock, singe ich in „Planet der Affen“ gemeinsam mit Kevin (End of days) und Lars (Koldborn) über ähnliche Phänomene und nutze das Bild der „Three Wise Monkeys“ als Kennzeichen für eine Menschheit die alles und jedem Glauben schenkt, aber den Glauben an sich selbst verloren hat. Mir ist es wichtig, dass Songs eine Symbiose von Musik und textlichem Inhalt eingehen, deshalb lasse ich immer zuerst die fertigen Lieder auf mich wirken bevor mit dem Schreiben beginne. Auf Black Rock gibt es viele rockige Passagen, deshalb habe ich auch textlich versucht diese Stimmung aufzunehmen und mich bei dem Titelsong, „Electric Lips“, oder „Come Home“ typischer Metal und Rock Metaphorik bedient und dadurch für mich ungewohntes Terrain betreten. Andere Songs beschäftigen sich mit Sterbehilfe, Kindsmord und persönlichen oder gesellschaftlichen Konflikten. Also eher ZM typischen Themengebieten, die mich seit Jahren beschäftigen. Jedes Lied erzählt eine Geschichte, die Interpretation überlasse ich aber lieber dem Rezipienten selbst. Musikalisch ist es euch gelungen, eine große Bandbreite an Stilen in homogene Songs zu pressen. Beschreibt euren Sound bitte einmal, denn es ist schwer, ein passende Schublade für ZERO MENTALITY zu finden. Sucht euch einen aus: Modern Metal, Rotzrock “Made In Germany”, TYPE O NEGATIVE mit Feuer unterm Arsch oder XXX. Es ist in der Tat schwer unseren Sound in eine Schublade zu schieben. Ich denke man braucht für ZM eher ein massives Sideboard mit mindestens vier Regalen. Wir mischen Metal mit Rock, Punk und Hardcore. Und da diese einzelnen Genres selbst in Reinkultur nicht klar zu definieren sind, ist es wohl abhängig von der eigenen musikalischen Sozialisation und Auslegungssache welcher Einfluss bei ZM überwiegt. Selbst Bandintern können und wollen wir uns nicht festlegen. Wir haben zu viel Respekt vor unseren jeweiligen unterschiedlichen musikalischen Wurzeln, als dass wir ein Aspekt zu Gunsten eines anderen ausblenden würden. Ich sage immer „ZM ist für alle da.“ Auffällig ist neben der Homogenität der Songs das ausgefeilte und auf den Punkt gebrachte Songwriting. Im Review habe ich es als Konsolidierung eures Bandsounds beschrieben. Ihr schein Ballast über Bord geworfen zu haben und euch auf eure Kernkompetenzen konzentriert zu haben. Ist das alles so gekommen oder habt ihr euch zusammengesetzt, um den weiteren Kurs von ZERO MENTALITY zu bestimmen? Zunächst einmal möchte ich mich bei dir für das positive Feedback in deinem Review bedanken, es kommt nicht so oft vor, dass man sich als Band von der schreibenden Zunft verstanden fühlt. Dir ist es aber gelungen ein gutes Bild von dem was wir mit Black Rock gemacht haben zu zeichnen. Zum Songwriting muss ich sagen, dass wir lediglich mehr Zeit in die Vorbereitung und die Aufnahmen investiert haben. Ansonsten haben wir nichts geplant. Ich glaube auch, dass es für Musik nicht gut ist, wenn sie geplant ist, da sie dann oft zu gewollt und inszeniert klingt. Die richtig guten und authentischen Platten sind doch meist die, die aus einem inneren Zwang entstanden sind. Also die Scheiben wo die Musiker hinterher sagen, dass sie einfach nicht anders konnten und sie die Platte genau so schreiben mussten. Wir machen niemals große Pläne in welche Richtung wir uns entwickeln wollen, dass wäre mir auch viel zu langweilig. Planen muss man seinen sonstigen Alltag ja schon genug. Produziert hat Jacob Bredahl. Wie lief die Zusammenarbeit mit dem exHATESPHERE Sänger? Wir arbeiten seit Jahren mit Jacob zusammen und sind ein eingespieltes Team. Wir hatten diesmal etwas mehr Zeit für die Aufnahmen und haben Jacob auch mehr Zeit für Mix und Master gewährt, das ist dem Sound der Platte auf jeden Fall gut bekommen. Unser erstes Album haben wir damals in einem angemietetem Studio an sechs Tagen eingeprügelt, wir haben täglich 14-18 Stunden aufgenommen im Studio auf Couch oder Boden geschlafen und nur Fastfood gegessen. So eine Arbeitsweise hat zwar auch einen gewissen Charme ist aber für alle Beteiligten sehr anstrengend. 10 Songs an einem Tag einzusingen kann bei schlechter Technik dann schonmal die Stimme für lange Zeit ruinieren. Invite your Soul, Virtues and Vices und Black Rock haben wir in Jacobs eigenem Studio, dem Smart n Hard aufgenommen, wo es Betten und eine Küche gibt. Das ermöglicht ein wesentlich angenehmeres Arbeiten. Jacob hat auch die neue Black Friday 29 gemischt und gemastert und tolle Arbeit vollbracht. Er weiß einfach, was er macht und das was er tut, macht er gut Erscheinen wird „Black Rock“ über Let It Burn Records. Das Label passt deshalb so gut zu euch, weil...(bitte vervollständigen). Weil Chris LIB die Band schon seit Jahren liebt. Wir hatten nach Invite Your Soul das Gefühl, dass wir neue Herausforderungen suchen müssten. Seit unserem Demo stand schon immer vor den Aufnahmen fest, wo diese später veröffentlicht werden. Black Rock haben wir ohne Plattenfirma im Rücken selbst finanziert. Nachdem wir die Aufnahmen einigen Leuten vorgespielt haben, war Chris derjenige, der als erster auf der Matte stand und unbedingt mit uns zusammen arbeiten wollte. Es gab noch ein paar andere Interessenten, auch ein paar größere Label, aber Chris konnte uns durch seinen Enthusiasmus, seine gute Arbeit für andere Bands und durch ein unschlagbares Angebot davon überzeugen, dass LIB die perfekte Heimat für ZM ist. Wir haben auch mit GSR eine enge und freundschaftliche Zusammenarbeit gepflegt, aber die familäre Kommunikation und die Arbeitsbereitschaft die LIB zeigen sind beispiellos. Zusätzlich sind einige weitere coole Bands wie BF29 oder Teamkiller bei LIB was dem Label perspektivisch eine solide Zukunft sichert. Wie sehen eure Tourpläne aus? Leider sind diese noch ungewiss, da einige geplante Projekte kurzfristig wieder auf Eis gelegt werden mussten. Unser Booker Allen@GoDownBelieving reißt sich aber den Arsch für uns auf, deswegen bin ich guter Dinge, dass wir schon bald eine coole Tour ankündigen können. Aktuelle Showdates könnt ihr auf unserer Myspace Seite nachlesen. Welche Bands aus dem Ruhrpott sind eurer Meinung nach ein Ohr wert? Mit Bands die ich persönlich cool finde habe ich kürzlich das erste Ruhrpott Revival Fest veranstaltet: Bf29, Copykill, City to City und STS (die ja irgendwie auch zum Ruhrpott Inventar) gehören. Auf dem nächsten Ruhrpott Revival werden dann noch End of Days, Sirens, Ashaiya und Ritual spielen. Alles Hammer Bands. Ritual sind auch auf unserer Record Release Show am 10.10.09 im Untergrund Club in Bochum zusammen mit Last Mile am Start. Am Tag zuvor spielen wir mit Burial und vielen weiteren grandiosen Bands wie beispielsweise Union of Sleep auf dem Think Twice Fest in Hagen. Es gibt echt eine ganze Menge beachtenswerter Bands in NRW. Sowohl viele der alten Hasen, als auch das junge Blut können sich hören und sehen lassen. Jedes Wochenende sind zig Shows, so dass es teilweise schwer fällt den Überblick zu behalten. Da mittlerweile auch viele kleine Bands aus der ganzen Welt hier im Revier touren, ist es manchmal schwer für regionale Bands sich zu behaupten. Ich habe aber großen Respekt vor Leuten wie Burkhard Face the Show, die scheinbar auf jede einzelne Show fahren und durch ihre Fotodokumentation oder sonst wie einen produktiven Dienst für die Szene leisten. Ein Blick auf Face the Show zeigt wie vital und vielseitig die Szene ist, es sollte echt für Jeden was dabei sein. Was soll auf eurem Grabstein stehen? „Dat war ZM, dat raffst du nie“ Nächste Woche ist Bundestagswahl. Geht ihr wählen? Wenn ja, wo macht ihr eure Kreuze? Wenn nein, warum nicht? Ich bin schon seit meiner Jugend politisch interessiert. Wie jeder andere Mensch mit Herz war ich mit 16 in der Antifa und habe gegen Nazis und Mc Donalds demonstriert. Seit ich als persönlicher Assistent für einen Rollifahrer arbeite, der in der Behindertenpolitik aktiv ist, habe ich mich viel mit diesem Aspekt von Politik beschäftigt. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass zu den mir wichtigen Themenbereichen wie Bildung, Krieg und Ökologie die Linke eine Einstellung vertritt, die meiner relativ nahe kommt. Deswegen werde ich trotz meiner grundsätzlichen Abneigung gegenüber Politikern die Linke wählen. Danke und die letzten Worte sind bei ZERO MENTALITY: Vielen Dank für das Interview! Glück auf! So ihr Affenköppe, jetzt könnt ihr selber entscheiden, an welchen Ben Fink ihr lieber glauben wollt. Den Arschkriecher, der die gleiche Scheiße labert wie jeder andere, der sich beim Publikum anbiedern will, oder den kurz angebundenen und scheinbar arroganten Wixer, der nur jede zweite Frage ernsthaft beantwortet und euch nicht mit langweiligem BlaBlaBla nervt.

von Weltverbesserer Teil I 19.09.2009 16:25

Die Szene braucht mehr Sonderpädagogen.

von Gregor Gysi 19.09.2009 20:31

Finko = alles richtig gemacht!

von OHje 19.09.2009 21:52

Ist das peinlich!!!!

von Scythe 20.09.2009 11:52

Puh...obwohl ich die Musik so mag und die Texte schätze, scheine ich humortechnisch nicht auf einer Wellenlänge mit "denen" zu liegen. Naja, ich muss sie wohl nicht sympathisch finden...

von Sno 21.09.2009 01:35

Ich muss gestehen das ich beide Ben Finks tierisch unsymphatisch finde...

von krämer 21.09.2009 11:28

find's gut zu lesen, dass er was im kopp hat. danke für's zweite inti.

von gwCXT 22.09.2009 01:42

ist das alles lame hier...

von find 22.09.2009 09:26

..die aktion eher peinlich..nochma alles zu beantworten und dann am ende doch wieder so n selbsverliebten comment....wie es symphatischer geht zeigen eure ruhrpott freunde caliban im interview davor

von jan 22.09.2009 18:36

schon mal auf die idee gekommen das er euch lappen gar nicht sympathisch sein will?

von daniel 22.09.2009 19:39

hahahah zm 10 punkte, allschools 0.

von @daniel 23.09.2009 09:25

selten dummer commen!

von Ricardo 29.09.2009 22:03

Das Album neue Album ist perfekt.

von ha 01.10.2009 23:42

ich finds auch geil dass sie sich oben ohne haben ablichten lassen damit man ihre tollen tattoos sieht.

von Ollo 08.10.2009 17:58

das beste interview was ich seit langem gelesen habe. kenn von der banda ber keinen ton, hoff es ist gut :)

von chris 26.11.2009 11:17

hahaha, nehmt euch doch alle noch ein bißchen ernster