Plattenkritik

30 Seconds To Mars - This Is War

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 12.04.2009
Datum Review: 05.12.2009

30 Seconds To Mars - This Is War

 

Das dritte 30 SECONDS TO MARS Album kommt mit reißerischem Titel, ununterbrochenen Chören und glattgebügelter Produktion daher. Haben wir was anderes erwartet? Eben drum sollten wir „This Is War“ als das ansehen was es auch ist: Eine vergänglich gute CD.

Dabei war die Band um Hollywood-Beau Jared Leto sich schon bewusst, in welche Fußstapfen sie nun treten wird. War doch ihr Vorgänger „A Beautiful Lie“ ein großer Erfolg. Also experimentierte man. Quer durch die USA wurden Fans eingesammelt, die die massigen Chöre auf diesem Album einsingen durften, TIMBALAND wurde verpflichtet und der Sound so glatt wie auch nur möglich gehalten. Dabei ist „This Is War“ genau das, was die Fans erwarten.

Man kann die 12 Songs durchhören. Einfach so. Da bleibt wenig hängen, da geht aber auch nichts verloren. Würde man „This Is War“ 24 Stunden am Tag hören, es wäre weder Belästigung, noch eine Freude. Die Soundgerüste sind perfekt abgemischt, Leto’s Stimme perfekt in den Vordergrund gerückt und doch bleibt das Gefühl, als hätte man sich bemüht noch immer als alternative Band zu gelten. Eine rührende Ballade (Alibi), 11 Songs im Mid-Tempo, dazwischen mal etwas schnellere Songs. Immer zwischendurch dann die übermächtigen Chöre, gegen Ende wirkt „This Is War“ sogar etwas depressiv und industriell. Ein wirklicher Tiefpunkt? „Hurricane“, in welchem KANYE WEST einmal mehr beweist, dass er sein Gesicht auch in jede Kamera drücken muss. Aber ansonsten? „Closer To The Edge“ mag etwas zu plastisch erscheinen, wird aber vom hymnischen „Call To Arms“ gerettet. Mit „Stranger In A Strange Land“ wird dann erwähnte Depri-Industrial-Schiene angefahren. Und das nicht einmal schlecht. Immerhin bewies man schon mit der ersten Single „Capricorn“, dass man im Industrial-Genre sehr wohl belehrt ist. Aber bei allen Komplimenten die hier verteilt werden muss der Hörer sich immer wieder sicher sein: „This Is War“ ist ein Produkt einer Firma und keiner Band. Und so nett das Album auch ausgefallen ist, so schnell wird es auch wieder verschwunden sein. Für kurzweiliges Vergnügen sind 30 SECONDS TO MARS allerdings sehr wohl zu haben.

Tracklist:

1. Escape
2. Night of the Hunter
3. Kings and Queens
4. This is War
5. 100 Suns
6. Hurricane Feat. Kanye West
7. Closer to the Edge
8. A Call to Arms
9. Search & Destroy
10. Alibi
11. Stranger in A Strange Land
12. Equinox

Alte Kommentare

von hm. 05.12.2009 18:40

mir gefällt die art und weise wie hier reviews in letzter zeit immer häufiger geschrieben werden immer weniger. mainstream, marketing, glattgebügelte produktion blabla. besser wenn die produktion gut ist und net irgendein hingerotzter schmarn. fakt ist, dass das war über die musik SELBST geschrieben wurde, zutrifft... die ist nicht wirklich gut. die waren mal besser... aber nun mal auch nicht dermaßen schlecht... auch 5 von mir.

von wer 06.12.2009 00:16

fänt stark an, verliert aber am ende doch sehr an fahrt

von @hm. 07.12.2009 01:07

"glatt" ist NICHT gleich "gut" sondern ganz stressfreier, einfacher und langweiliger. da kannst grad n computer das master machen lassen... DARUM

von Mitch 07.12.2009 10:46

Ich finds richtig gelungen! Deswegen 9 Punkte!

von requos 07.12.2009 11:01

Nette "Ich tu dir nichts- du tust mir nichts" Musik mit schöner Hintergrundmusik und einem jungen Kerl der das ganze mit seinem Gesang erst einigermaßen Interessant macht. 5/10 dafür das sie unter den ganzen Popbands in den Charts immernoch mit am angenehmsten sind

von DrFaust 07.12.2009 13:37

"The Kill" war wohl der peinlichste Ohrwurm den ich 2006 hatte. Sau starkes Lied. Weiß irgendwie nicht ob ich mich freiwillig nochmal in gefahr begeben will! :D *sing* Come, Break me down...Bury me, Bury me! I am finished with you! haha

von Dominik 08.12.2009 09:03

Wo hast Du denn her, dass Timbaland das Album produziert haben soll? Flood (U2, Depeche Mode, Nine Inch Nails) hat das Album produziert und bei einigen Songs ist Steve Lillywhite (Chris Cornell, Switchfoot, Matchbox 20) als Co-Produzent angegeben. Und Kanye West höre ich bei 'Hurricane' irgendwie auch nicht wirklich raus, was auch durch den Wiki-Eintrag zum Album bestätigt wird, in dem es heisst, dass seine Guestvocals es nicht auf die finale Version des Songs geschafft haben.

von Timo 08.12.2009 14:07

tatsächlich peinlich uninformiert diese review

von Tobe 08.12.2009 18:18

haha, erwischt.

von Dominik 08.12.2009 19:58

Ich wollte hier wirklich niemanden in die Pfanne hauen, aber es hätte mich halt wirklich schwer gewundert, wenn Mr. Timbaland die Produktion gemacht hätte. Ich denke, dass das Album dann schon anders klänge, auch wenn Timbaland ja zB bei OneRepublic seine Finger mit im Spiel hatte und das dennoch nicht nach Hip Hop klingt. Krasser find ich dann schon, 'Hurricane' wegen des angeblichen Features von Kanye West als "Tiefpunkt" des Albums zu bezeichnen, offenbar ohne dass dieses je gehört wurde. Ich weiss, dass bei solchen Veröffentlichungen immer schnell die Mainstream - bzw. Sell-out -Lampe angeht, aber hier ist das echt mal nicht richtig angegangen worden.

von Klaus vom Klausen 09.12.2009 17:43

Ich kann mir ebenfalls nicht vorstellen, wo Timbaland seine Finger da im Spiel gehabt haben soll bzw. wo man die Vocals von K. West hören soll...Ich denke das 30STM es geschafft haben, ein Album mit sehr viel Tiefe und Atmosphäre zu schaffen, welches es schafft, die teilweise grandiosen elektrolastigen Parts des Erstlings mit dem eingängigen Sound des Zweitwerks zu paaren. Ich hab ein bei weitem langweiligeres Album erwartet & bin froh das es (bis auf vll. 2 Songs) so gekommen ist ;) 9/10

Autor

Bild Autor

Raphael

Autoren Bio

.

Suche

Social Media