Plattenkritik

50 Lions - Where Life Expires

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 17.11.2009
Datum Review: 26.02.2010

50 Lions - Where Life Expires

 

Mit New York Hardcore verhält es sich ja irgendwie wie mit dem hardkochenden Nachtschattengewächs Linda. Man ist extrem anfällig gegenüber externen Einflüssen, ist zeitweilig nicht gerade konstant und dennoch einfach nicht totzukriegen. Ähnlich wie heutzutage noch nicht genau geklärt ist, wann und wie die Kartoffel nach Europa kam, ist ihr Siegeszug offensichtlich. Genug der Analogien aus dem Tagesgeschehen.

Die australischen 50 LIONS um PARKWAY DRIVE Frontbeaus Brüderchen Oscar McCall orientieren sich kontinuierlich, seit ihrer Begründung im Jahre 2005, gen Big Apple. Ihr steter Output sowie die unzähligen Touren sprechen eine deutliche Sprache, regelmäßig frisches Blut in den eigenen Reihen beflügelt die Kreativität oder zumindest die Schreibwut. Ein wenig dumpf nimmt der erste Brocken namens "Redefine" vom neuen Album "Where Life Expires" fahrt auf bis er in einen MADBALL-typischen Groove verfällt und seine volle Durchschlagskraft entfaltet. Auch GUNS UP und einige CRO-MAGS Tendenzen lassen sich im Soundgewand des Byron Bay Exports identifizieren. Ein wenig eindimensional referiert Oscar über den alltäglichen Struggle und das Überleben im urbanen Dschungel, musikalisch fehlen trotz solider Kost hier und da die erfrischenden Aha-Erlebnisse. Erwähnenswert ist der Featuretrack mit Bruder Winston McCall, der bei "Locrian" ungewohnt Miret-like ins Mic bellt und dennoch überzeugt. Auf das große Highlight und Hit des Albums muss man sich jedoch bis zum Ende gedulden. "No Escape" mit seinem hypnotischen Groove inklusive Intro ist gerade nicht der Standard NYHC Aufguss, den man vielfach Allerorts um die Ohren gedroschen bekommt. Knappe 7 Punkte.

Tracklist:
1. Redefine
2. For The Worst
3. Still Lost
4. Life Expires
5. Winding Roads
6. Fear
7. A Message...
8. Wrong Choices
9. Locrian
10. Means to an End
11. Instrumental
12. No Escape

Alte Kommentare

von jb 26.02.2010 20:24

finde auch dass sie an durchschlagskraft verloren haben. 7 punkte gehen völlig in ordnung.

von Dr. Kolossos 27.02.2010 09:34

Sehe ich leider auch so. Die Jungs sind an sich ja ganz gut. Leider fehlt aber das "gewisse Etwas". Time is the Enemy hat mir auch besser gefallen. Solide...nicht mehr, nicht weniger.

von xgebux 27.02.2010 11:42

ich muss sagen dass ich vom album total enttäuscht bin. vielleicht ist das aber nur so weil "time is the enemy" einfach 10/10 war..

von Heinzelmann 27.02.2010 13:12

ohja, times is the enemy... naja ich find das typische 50lions element ist weg, könnte jetzt auch von irgendeiner lokalen 0815-band stammen... sehr schade... und die produktion ist zu glatt! gitarren zu leise und überhaupt, kein druck dahinter....

von loki 01.03.2010 10:29

wertung geht klar. dennoch schwächer als der vorgänger.

von bane 01.03.2010 13:48

review trifft es verdammt gut. album gefällt, bleibt aber gegenüber dem vorgänger zurück.

von raistlin 01.03.2010 18:52

gutes review. kann ich so unterschreiben.

von xnx 07.03.2010 23:34

gehts nur mir so oder war die stimme vom sänger in den älteren aufnahmen viel besser? d.h besseren erkennungswert jetzt hörts sich die stimme an wie jede 0815 hardcore stimme!

von geile lp 08.03.2010 07:35

nix für typen in mädchenhosen und schuhe vom wühltisch

von StayXGold 08.03.2010 14:39

nee, stimmt: messerscharfe Analyse! Unter Airmax und Mesh-Shorts, proudly sponsored by Sweatshops unltd., geht da nicht viel. Ansonsten: solide aber Vorgänger war besser.

von StayXGold 08.03.2010 14:39

nee, stimmt: messerscharfe Analyse! Unter Airmax und Mesh-Shorts, proudly sponsored by Sweatshops unltd., geht da nicht viel. Ansonsten: solide aber Vorgänger war besser.

von Marcel 09.03.2010 05:22

Sehr schade wie sich der Sound ins Schlechte / Unspektakuläre verändert hat. :(

von Ray 14.04.2010 16:41

Definitiv nicht so gut wie der Vorgänger,aber immernoch besser als viele andere Bands. 7/10

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Torben

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