Plattenkritik

Amber Smiths - Reprint

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 29.01.2006

Amber Smiths - Reprint

 

„Nein“ sagte ich zu meinem Mitbewohner als er die Cd auf meinem Schreibtisch sah. „Nein deine knapp bekleidete Lieblingserotikdarstellerin Amber Smith ist weiterhin im selben Gewerbe tätig und macht mittlerweile keine Musik“. Leider trägt man nur den selben Namen, aber das soll uns jetzt nicht weiter stören, denn „Reprint“ ist liebenswert und alles andere als billig. Auch wenn man ab und an denkt man würde sämtliche Akkorde kennen, jede Melodie schon mal gehört haben, so ist es doch immer wieder überraschend wie die guten alten Töne neu harmonieren können. Amber Smith rufen bei mir lange vergesse Assoziationen hervor die schon ein paar Jahre zurückliegen. Dieser geschmeidige Mix aus typischen momentan sehr beliebten Upbeat Rock mit offener Snair, einem New Wave Einschlag und auch einem unverkennbaren noisigen Faktor, der mich desöfteren an eine meiner persönlichen Alltime Favorites namens This Beatyfull Mess erinnern. Der geschickte Umgang mit der Lautstärke, der smarte Songaufbau, aber auch der klassiche und weniger vertrackte Weg des Songwritings machen „Reprint“zu einem Kleinod der nachdenklichen und leicht melancholischen Rockmusik. Nicht nur aufgrund der Texte die sich inhaltlich mit Liebe, den guten alten Zeiten oder auch der Enfremdung des eigenen Lebens. Ein Album auf dem jeder Song ein Anspieltipp wert ist. Interpol und The Cure Fans sollten das checken.

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Shawn

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